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Fremdgeh-Eklat im Königshaus: Ehe von Cristina Borbón vor dem Aus

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Von: Stephan Kippes

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Infantin Cristina und Iñaki Urdangarin beim Spazierengehen.
Die Ehe zwischen Cristina von Spanien und Inaki Urdangarin steht vor dem Aus. © David Aguilar/dpa

Die Ehe von Cristina Borbón steht vor dem Aus: Die Infantin trennt sich einvernehmlich von ihrem Mann Iñaki Urdangarin, nachdem dieser mit einer anderen Frau „erwischt“ worden ist.

Was der Korruptionsskandal „Nóos“ nicht schaffte, erledigten Fotos in der Boulevardzeitung über die Liaison von Iñaki Urdangarin mit einer Arbeitskollegin im Nu: Die Ehe von Infantin Cristina von Spanien ist zerbrochen. Die Eltern von vier Kindern haben ihre einvernehmliche „Unterbrechung ihrer ehelichen Beziehung“ bekanntgegeben. Zwischen der 56-Jährigen und dem Ex-Handballstar des FC Barcelona ist es aus.

Cristina von Spanien und Handballer Urdangarin: Ehe auf harte Proben gestellt

Die Beziehung der jüngsten Schwester von König Felipe VI mit Urdangarin nahm 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta ihren Anfang, wo der Baske als Spieler der spanischen Handball-Nationalmannschaft mitspielte. Nur ein Jahr später heirateten sie in der Kathedrale von Barcelona vor 1.500 Gästen. Die Ehe wurde auf eine harte Probe gestellt, als 2010 der Caso Nóos über die Veruntreuung von Geldern vor allem auf den Balearen und in der Region Valencia aufflog.

Der Oberste Gerichtshof verurteilte den Herzog von Palma und Schwiegersohn des damaligen Königs Juan Carlos zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe – zum Schluss fünf Jahre und zehn Monate – und Infantin Cristina de Borbón zu einer Geldstrafe von über 135.000 Euro. Mehrere Immobilien wurden mit einem Embargo belegt, das Paar verlor nicht nur 2015 den Herzogstitel, sondern existiert für das Königshaus unter der Regie von Felipe VI nicht mehr. Die Ehe aber hielt, auch während der Zeit, in der Urdangarin seine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt verbüßen musste.

Dann aber kam Ainhoa Armentia. Die 43-Jährige arbeitet als Buchhalterin der Beratungskanzlei Imaz & Asociados, in der Urdangarin tätig ist, während der 54-Jährige seine restliche Haftstrafe im offenen Vollzug verbüßt und sich um seine 86-jährige Mutter Claire Liebaert kümmert.

Während die Boulevard-Presse das Paar im Fall Nóos mit Samthandschuhen anfasste und kaum eines Blickes würdigte, belagern nun Journalisten und Fotografen regelrecht die Kanzlei in Vitoria, seit Urdangarin und Armentia händchenhaltend am Strand von Bidart fotografiert wurden – just dort, wo Urdangarins Mutter eine Sommerresidenz hat. Mit der Veröffentlichung der Fotos durch die Boulevardzeitung „Lecturas“ platzte die Bombe. Angeblich wussten weder das Königshaus noch Cristina Borbón etwas davon.

Cristina von Spanien von Urdangarins Liaison überrascht

Nun gehört Urdangarins neue Freundin Ainhoa Armentia keineswegs der High-Society an, sondern die verheiratete Mutter zweier Kinder lebt eher in einfachen Verhältnissen im Viertel Adurza – geprägt von der Industrie und den Apartments der Familien, die ihr Auskommen im Umfeld der Fahrradfabrik BH oder beim Kartenhersteller Fournier verdienen. „Solche Dinge passieren halt“ würgte Urdangarin hervor, als die Fotografen ihn belagerten. Das Bemühen aber dürfte auch als gescheitert gelten, im beschaulichen Vitoria ein normales Leben wieder aufzunehmen und die letzten Tage bis zum Ende der Haftstrafe wie ein normaler Bürger zu verbringen.

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