Konsum in Spanien

Madrid im Winterschlussverkauf: Textilbranche am Pranger - Schmutzige Kleider des Kaisers

  • vonStefan Wieczorek
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In Spanien läuft ein von Corona geprägter Winterschlussverkauf. In Madrid attackieren NGOs jedoch weiter die Textilbranche: Menschenrechte würden verletzt, die Umwelt zerstört. Ist der Kunde noch König oder Opfer?

Madrid - Wenn es in der Coronavirus-Krise um den Einzelhandel in Spanien geht, ist vor allem von den schweren Verlusten für Händler und Shops die Rede. Ganz in Vergessenheit geraten die Nöte derer, die die meisten Waren herstellen: Arbeiter und Arbeiterinnen in Fabriken in Bangladesch oder Marokko. Vor allem die Textilbranche steht für NGOs wie Setem aus Madrid weiter am Pranger. Nur vordergründig oder unzureichend seien Maßnahmen der Großunternehmen, Menschenrechte und Umwelt in der Produktion von Kleidung zu schützen. Zum Winterschlussverkauf 2021 in Spanien haben wir die folgende Reportage aus unserer Printausgabe „Costa Blanca Nachrichten“ aktualisiert.

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Madrid im Winterschlussverkauf: Textilbranche am Pranger - Schmutzige Kleider des Kaisers

Was wäre, wenn Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, spanisch „El rey desnudo“, im Jahr 2021 spielen würde? Zum einen wäre - dank Smartphones und Sozialen Netzwerken - dem veräppelten Herrscher eine weltweite Häme sicher. Vielleicht bekäme er aber (solange er eine Corona-Maske trug) auch Lob. Schließlich nahm der Kaiser – da er keine Kleider trug – von der globalen Textilbranche Abstand. Wegen Verletzungen von Menschenrechten und Umwelt stellen NGOs und immer mehr Bürger den Sektor an den Pranger. Gerade in Spanien, wo das Fast Fashion, die „schnelle Mode“, mit ihren Ursprung nahm.

In Städten wie Madrid oder Valencia fällt das zunächst nicht groß auf. Corona prägt das Geschehen in Spanien, und doch drängen - mit mehr oder weniger eingehaltenen Sicherheitsabständen - Massen durch die Shopping-Straßen. Und auch die, die zu Hause bleiben, lassen den Online-Handel boomen. Bis Anfang März laufen die „Rebajas“, also der Winterschlussverkauf. Die Jäger der Schnäppchen verzichten lieber auf Fragen wie „Unter welchen Bedingungen wurde das hergestellt?“ oder „Was passiert damit, wenn es nicht verkauft wird?“, wenn sie ein von fünf auf 2,50 Euro reduziertes Hemd anlächelt.

In den Kaufhäusern wie El Corte Inglés, der in Spanien auch an vielen Sonntagen ganztägig öffnet, siegen Look und Wohlfühlfaktor. Ins zweite Glied rücken die älteren Kleider im Schrank, die noch vor Kurzem in der Einkaufstüte Freude brachten. Schuld ist ein Verkaufsmarketing, das in seiner List den Schneidern aus Andersens Märchen in nichts nachsteht. Unsichtbar sind hier aber nicht die kaiserlichen Kleider, sondern – das meint die Fair-Trade-NGO Setem aus Madrid – ein Schmutz ethischer Art, der an den Produkten der Textilbranche hängt. Einer der die Rechte von Menschen und auch die Umwelt schwer belastet.

Winterschlussverkauf in Spanien - NGO Setem will Kunden mit Kunst aufwecken.

Madrid im Winterschlussverkauf: Kleidung, ein mörderisches Geschäft

In soziale und ökologische Not habe der Kleidersektor die Welt geritten, sagt die 1968 in Madrid entstandene NGO Setem. Nach Erdöl sei die Textilbranche der zweitgrößte Erdverschmutzer der Welt – und auch in der Arbeiterausbeutung führend. Gegen die Entwicklung stellt sich Setem, das auch in Valencia eine Zentrale hat und in Spanien zusammen mit der Stiftung Isabel Martín gegen das Schmutz-Geschäft die internationale Kampagne „Clean Clothes“ vorantreibt – spanisch „Ropa limpia“, deutsch „Saubere Kleidung“. Gerade im Winterschlussverkauf tritt die Kampagne in den Vordergrund.

200 Organisationen sind darin vereinigt, dafür kämpfend, dass die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche gemäß der UN-Arbeitsorganisation ILO angeglichen werden. Und dafür, dass die Branche der Kleidung ihre destruktive Kraft gegen Menschenrechte und die Umwelt zumindest drosselt.

Die Mode sei nicht nur ethisch gesehen ein schmutziges Geschäft, sondern auch ein mörderischer Sektor, meint Madrids NGO Setem. Besonders getroffen würden – wie immer – die Schwachen: Frauen, Migranten, Kinder. Dass mörderisch nicht übertrieben ist, weiß Spanien und die Welt dank des blutigen Beispiels Rana Plaza. Die Fabrik in Dhaka, Hauptstadt von Bangladesch, stürzte am 24. April 2013 ein und begrub tausende Frauen und Männer unter sich. 1.100 starben wegen der mangelhaften Bauweise des Gebäudes, 2.500 wurden verletzt. Eine Zäsur, hoffte man.

Madrid im Winterschlussverkauf: Rizia trocknet Leder in Bangladesch. (Bild vor Corona)

Madrid: Kampagnen zum Winterschlussverkauf - Verstörende Bilder

Doch hat die Welt, deren Textilbranche aus Fabriken wie Rana Plaza die Grundlage bezieht, reagiert? Juristisch aufgearbeitet ist die Katastrophe nicht. Von 41 Angeklagten ist nur einer in Haft. Am Unglücksort steht nicht einmal eine Gedenkplakette. Fetzen von Kleidern mit Namen bekannter Hersteller liegen zwischen Trümmern. „Ich will Gerechtigkeit für den Tod meiner Tochter“, sagte am sechsten Jahrestag des Unglücks zur Agentur „Efe“ Phool Mala, Mutter der Fabrikarbeiterin Maleka Akter, die mit 18 Jahren beim Einsturz starb. Auch am siebten Jahrestag 2020 demonstrierten Menschen - trotz Verbots wegen der Corona-Pandemie.

Nie wieder solle sich Rana Plaza wiederholen, forderte die Kampagne #RanaPlazaNeverAgain“, die Setem im Jahr 2018, kurz vor dem Winterschlussverkauf durchführte. Schulen in Regionen wie Valencia wurden besucht, Info-Materialien erstellt und auch Show geliefert: Vor dem Shoppingcenter El Corte Inglés stellten Athleten dramatische Fesselungsszenen in der Luft dar. Im Sommer des Corona-Jahres 2020 boten Tänzer der NGO aus Madrid vor Publikum drastische Szenen, in denen sie als tote Körper zwischen Kleiderstapeln verendeten.

Bilder, die verstören,glaubt Setem, braucht der westliche Betrachter, derart betäubt – oder gefesselt? – dass er beim Anschauen einer Doku im Fernsehen reagiert, als wären es Märchen aus dem 19. Jahrhundert wie „des Kaisers neue Kleider“. Doch die NGO aus Madrid hält mit realen Schicksalen dagegen.

Madrid im Winterschlussverkauf: Abdul, der Schnürsenkelflechter

Solchen wie die 30-jährige Rizia, die in Bangladesch Leder für unsere Textilindustrie herstellt und trocknet. „Ich habe zwei Kinder, die in die Schule gehen, und die Einkünfte meines Mannes reichen nicht für die Familie“, zitiert die NGO aus Madrid sie. „Beim Trocknen stehe ich ständig in der glühenden Sonne, werde manchmal fast ohnmächtig. Doch danach muss ich noch ins Werk.“ Monatlich erhalte sie 4.000 Takas, also 45 Euro.

Madrid im Winterschlussverkauf: Belal verdient doppelt, stinkt aber nach Leder. (Bild vor Corona)

Glück hat Belal, der immerhin das Doppelte erhält – weil er ein Mann ist. Dafür ist er ständig in der Fabrikhalle. „Wenn ich nach der Arbeit zur Bank gehe, rieche ich so stark, dass sie Parfüm in die Luft sprühen. Manchmal fühle ich mich sehr gedemütigt. Die Menschen verstehen nicht, dass sie Schuhe, Gürtel, Jacken und Geldbörsen aus diesem Leder tragen.“

Angesichts des Winterschlussverkaufs in Spanien könnte man fragen: Haben sich die Bedingungen in den Werken verbessert? 2013 entstand nach der Katastrophe in Bangladesch die Vereinigung Alliance, die im Austausch mit ILO dort Arbeiterrechte verteidigt. Laut Alliance-Reports hat sich die Lage schrittweise verbessert. Arbeiter bekämen Infos über Rechte, Zugang zu Hotlines und Übungen bei Feueralarm.

Doch laut „BBC“ sind von den 5.300 offiziellen Fabriken der Textilindustrie in Bangladesh nur etwa 3.000 von Alliance oder einem ähnlichen Kontrollorgan beaufsichtigt. Laut New York University gebe es hingegen tausende unregistrierte Beriebe, wo Unfälle und Ausbeutung völlig durchs Raster fielen.

Abdul flechtet mit 13 Jahren Schnürsenkel. „Als ich nach Dhaka kam, war ich sehr traurig, da ich nicht in die Schule gehen und meine Mutter ein Jahr lang nicht sehen würde“, berichtet er gegenüber Setem, der NGO aus Madrid. „Es ist anstrengend, hunderte Schnürsenkel am Tag zu machen. Aber es ist die Arbeit, in der ich ausgebildet und mit der ich Geld verdienen werde – in zwei Jahren wenn die Ausbildung vorbei ist.“

Madrid im Winterschlussverkauf: Abdul flechtet Schnürsenkel in Bangladesch. (Bild vor Corona)

Madrid: Winterschlussverkauf von Mensch und Umwelt - Als Zara die Jahreszeiten abschaffte

Der jugendliche Hasan bekommt bereits Gehalt – 8.000 Takas, also 90 Euro – und ist beruflich aufgestiegen. „Die Lederfabrik, wo ich oft meine Gesundheit riskierte, ließ ich hinter mir und fabriziere nun Schuhe. Ich wohne in einem Zimmer mit fünf Kollegen. Nachts ohne Ventilator zu schlafen ist schwer.“ Die Sorge des Teenagers, der gerade einmal seinen Namen schreiben kann: „Mir fehlt Bildung, und ohne die, das weiß ich, kann ich keinen anderen Job ausüben.“

Bei den Schicksalen würden Menschenrechte verletzt, mahnt in Madrid die NGO Setem. „Wir machen auf Firmen in Spanien Druck, damit sie Verantwortung für eine würdige Herstellung ihrer Waren übernehmen“, sagt Aktivistin Mayte Bartual. Dafür aber müssten die Firmen beim Auslagern der Produktion genau hinschauen.

Wollen sie das? Sicherheitsmaßnahmen und bessere Bedingungen kosten die Textilbranche viel Geld. Aber gerade der niedrige Preis liegt im Interesse der Branche. Der Grund ist das Verkaufsmodell, in dem der spanische Moderiese Zara eine Pionierrolle spielte. Mit dem Prinzip Fast Fashion, „schnelle Mode“, schaffte Zara sozusagen die Jahreszeiten ab.

Madrid: Winterschlussverkauf von Menschenrechten - Hasan macht Karriere. (Bild vor Corona)

Madrid im Winterschlussverkauf: Strategie der Textilbranche - Fünf Wochen lang neu anfühlen

Statt nur Sommer-, Herbst-, Winter- und Frühlingskollektionen anzubieten, änderte das Unternehmen aus Spanien einfach jede Woche den Bestand. Fast Fashion ist so angedacht, dass der Kunde ein Gespür dafür entwickelt, dass ein Kleidungsstück beim nächsten Besuch nicht mehr vorrätig sein wird – und zugreift. Dem Marketingtrick gemäß - der auch beim Winterschlussverkauf greift - soll sich der Einkauf fünf Wochen lang neu anfühlen, bevor er im Schrank schrittweise nach hinten wandert.

 „Uns wurde der Mythos verkauft, dass ein Kleid für unter zehn Dollar demokratisch ist. Aber für wen? Wir Kunden sind gefangen in einem absurden Zyklus von Mikrotendenzen.“,

Aktivistin Livia Firth in der Doku „The True Cost“.

Wegen der hohen Bestellmengen und der geringen Produktionskosten in den Fabriken – die in Asien stehen und ja nicht mehr in Katalonien – werden die Kosten der „schnellen Kleidung“ auf ein Minimum gedrückt. In Madrid fordert die NGO Setem daher, dass sich der Kunde seiner Verantwortung bewusst werde.

„Wir sensibilisieren und mobilisieren den Verbraucher mit Informationen darüber, auf welche Weise ihre Kleidung hergestellt wird“, sagt Mayte Bartual in Madrid. „Sklavenähnliche Zustände“ zeigte Setem nicht nur in der Textilbranche an. Auch in der Elektrobranche zeigte die NGO gemeinsam mit anderen Organisationen eine Firma an, die Bestellungen für Sony, HP und Google auf ausbeuterische Weise produzieren. Mittlerweile böten internationale Hilfswerke den Arbeitern vor Ort Systeme, „mit denen sie die Verletzungen ihrer Rechte melden können“, sagt Bartual. „Aber dafür riskieren sie ihre Arbeit – und oft ihre Sicherheit.“

Madrid: Winterschlussverkauf der Menschenrechte - Kleidung wie Batterien entsorgen

Der westliche Bürger – für den es sich wie eine Verletzung seines Menschenrechts anfühlt, wenn das Kaufhaus mal nicht am Sonntag öffnet – sollte aber auch aus Eigennutz auch beim Winterschlussverkauf sein Verhalten überdenken. Denn, dass er nicht bemerkt, auf welch Berg aus Kleidern er sitzt, heißt nicht, dass es die Umwelt nicht tut.

Zwölf Millionen Kleidungsstücke würden im Jahr weltweit verbrannt, sagt ein aktueller Bericht von „XL Semanal“. Das sorge für hochgradige Verunreinigungen. Nicht nur in der Luft. 20 Prozent der giftigen Stoffe, die weltweit ins Wasser gelangen, stammen laut des Reports aus der Textilbranche.

Auch Greenpeace zählt ein Dutzend Substanzen auf, die in heutiger Kleidung enthalten seien und die Natur beschädigten. Das betreffe nicht nur Kunst-, sondern auch Naturstoffe wie Baumwolle. Für deren Produktion seien weltweit 18 Prozent der Pestizide und 25 der Insektizide im Einsatz. Gebrauchte Kleidung müsse daher ähnlich vorsichtig entsorgt werden wie Batterien, warnt Greenpeace.

Madrid im Winterschlussverkauf: Berge aus verbrannten Kleidern in Spanien.

In Spanien wirft der Verbraucher im Schnitt sieben Kilo Kleidung im Jahr weg. Das ist im Vergleich zu den USA nur ein Fünftel. Doch insgesamt landet auch in Madrid und Co. am Ende 75 Prozent dessen, was man getragen hat, im Müll. „Uns wurde der Mythos verkauft, dass ein Kleid für unter zehn Dollar demokratisch ist. Aber für wen? Wir Kunden sind gefangen in einem absurden Zyklus von Mikrotendenzen“, sagt Aktivistin Livia Firth in der Doku „The True Cost“.

Madrid im Winterschlussverkauf: Grüner Einsatz oder Greenwashing?

Gibt es ein Entkommen aus dem Teufelskreis? H&M oder Zara scheinen die Gefahr erkannt zu haben und setzen bereits in der Textilbranche auf Recycling-Methoden. Seit 2012 bietet H&M Kunden die Möglichkeit, alte Kleidung fürs Recycling abzugeben. Daraus entstand schon eine Jeans aus wiederverwerteten Fasern. In Zusammenarbeit mit Caritas hat Zara in Spanien ein ähnliches System eingerichtet. Doch sind diese Maßnahmen effektiv? Nein, sagen Naturschützer.

Es handle sich doch wieder nur um eine PR-Methode, das sogenannte „Greenwashing“. Dabei geben große Unternehmen laut Aktivisten vor, nachhaltige Produktion zu betreiben, verwenden dabei geschickt ökologische Designs und Vokabeln, machen jedoch nichts anderes, als weitere Kunden zu fischen und das eigene grüne Gewissen „reinzuwaschen“.

Obgleich immer mehr Organisationen auf Second Hand setzen, steht auch dieser Markt laut „Newsweek“ kurz vorm Kollaps. Es sei zu viel Kleidung produziert, heißt es. Dasselbe gelte für Kleiderspenden. Das Problem sei nicht einmal, dass nur ein Teil gespendeter Kleidung bei Bedürftigen ankäme. Sondern, dass es weltweit – aufgrund der fabrizierten Masse – einfach nicht mehr so viele Menschen gebe, denen Kleidung fehle. Selbst in Afrika nicht, wo die zum lächerlichen Preis angebotenen Spenden aus dritter Hand zudem den heimischen Kleidungsmarkt zerstörten.

Madrid im Winterschlussverkauf: „Zu groß, um sich zu ändern“

Zudem würden Altkleider massenhaft in Schiffen verschickt, die das Meer verschmutzten. Laut Richard Kestenbaum, Forbes-Experte für Mode, ist die Textilbranche bereits in Panik. „Wenn die Unternehmen nicht ihre Strategie ändern, zerstören sie sich selbst. Das Schlimmste ist jedoch, dass sie zu groß sind, um sich zu ändern.“

Madrid im Winterschlussverkauf: Ist der Kunde Opfer des Systems - oder König?

Düstere Aussichten? In der Corona-Krise hat sich der Schmutz in der Textilbranche eher noch verfestigt. Doch zitieren wir nochmal Hasan, den jungen Schuster aus Bangladesch, der im Setem-Gespräch gerade mal seinen Namen schreiben konnte. „Meine Kollegen sagen, es gebe keine Zukunft für uns. Aber ich glaube fest, dass die Dinge sich mit der Zeit ändern.“ Vielleicht kann ja der Käufer im Westen in der neuen Normalität nach der Pandemie dabei helfen. Dieser Kunde meint zwar, auch nur ein Gefangener des Systems zu sein, ist aber immer noch – der Kunde ist schließlich König – ein Kaiser.

Verschiedene NGOs in Spanien führen Listen von Marken mit nachhaltiger und ethischer Kleidung. Halten Sie dafür Ausschau nach „ropa ética“ oder „ropa sostenible“. Ein Beispiel : https://elbiensocial.org/es/tiendas-online-de-moda-sostenible-y-responsable-en-espana/

Rubriklistenbild: © Stefan Wieczorek / Setem

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