Touristen in Barcelona: Dort häufen sich die Probleme des Massentourismus. Foto: Manu Fernandez/dpa

Neue gewalttätige Aktion gegen Massentourismus

Barcelona - dpa. Bei einer neuen gewalttätigen Protestaktion gegen Massentourismus sind in Barcelona...

Barcelona - dpa. Bei einer neuen gewalttätigen Protestaktion gegen Massentourismus sind in Barcelona zahlreiche Leihfahrräder beschädigt worden. Mehrere Aktivisten der linken Organisation Arran hätten zu Wochenbeginn in der spanischen Metropole unter anderem die Reifen der vor allem bei Touristen sehr beliebten städtischen Räder zerstochen, berichteten spanische Zeitungen. Arran-Sprecherin Laura Flores wies Kritik zurück und sagte am Dienstagabend im Interview des TV-Senders La Sexta, es handele sich nicht um kriminelle Handlungen: „Solche Aktionen sind genauso legitim wie Kundgebungen.“ Gewalt werde vor allem „von diesem Modell des Massentourismus erzeugt“, betonte sie. Ein von der Gruppe auf Twitter gestelltes Video zeigt Szenen der Aktion. „Wir haben die Besetzung des öffentlichen Raumes durch Tourismus-Unternehmen in unserem Viertel satt!“, heißt es. Erst am vergangenen Donnerstag hatten vier vermummte Mitglieder von Arran in Barcelona einen Touristenbus zum Halten gezwungen. Vor den Augen der erschrockenen Fahrzeuginsassen, darunter vieler Kinder, zerstachen die Aktivisten dann alle Reifen. Außerdem sprühten sie mit Farbdosen Parolen auf die Windschutzscheibe wie „Der Tourismus tötet die Stadtviertel“. Seit einigen Wochen nehmen in ganz Spanien die Demonstrationen und Proteste von linken Organisationen und Bürgerinitiativen gegen die Auswüchse des Tourismus zu. Die meisten und spektakulärsten Aktionen finden vor allem in Barcelona und auf Mallorca statt.  

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