Malen, spielen, zuhören, lachen: Maite Sebastián hat den traumatisierten Kindern ein Stück Normalität zurückgegeben. Fotos: Cruz Roja

Notfall-Einsatz auf Chios

Anne Thesing -Jalón/Chios. Die Sonne scheint. Ein Hubschrauber und Flugzeuge fliegen über den Spielp...

Anne Thesing -Jalón/Chios. Die Sonne scheint. Ein Hubschrauber und Flugzeuge fliegen über den Spielplatz, auf dem eine Bombe explodiert. Kinder stehen erstarrt vor der Schaukel. Zum Glück nur ein Bild, könnte man meinen. Doch das Bild wurde von einem Kind gemalt. Von einem Kind, dass sich das alles sicherlich nicht ausgedacht hat. Es ist eine von mehreren Zeichnungen, die Maite Sebastián auf ihrem Computer in Jalón gespeichert hat. Sie war dabei, als das Bild gemalt wurde. Das war Ende vergangenen Jahres auf der griechischen Insel Chios. Das Kind gehörte zu den Hunderttausenden von Flüchtlingen, die die griechischen Inseln seit Beginn der Flüchtlingskrise erreicht haben. Allein seit dem Jahresbeginn bis zum 6. Februar setzten nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR 68.023 Menschen von der türkischen Ägäisküste zu einer der Inseln über, über 40.000 davon nach Chios. Maite Sebastián war vom 16. November bis 18. Dezember 2015 mit anderen Freiwilligen einer Mobilen Nothilfe-Einheit (ERU) des Spanischen Roten Kreuzes dort, um den ankommenden Flüchtlingen Unterstützung zu geben. Seit September vergangenen Jahres schickt Cruz Roja diese ERU-Teams für den Bereich Gesundheit und psychosoziale Hilfe auf die Inseln Chios und Samos, um die Arbeit des Griechischen Roten Kreuzes zu unterstützen.

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