Ein Paar spaziert eine Strandpromenade in Barcelona entlang.
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Urlauber spazieren eine Strandpromenade in Barcelona entlang.

Costa Blanca kein Hochrisikogebiet mehr

Corona-Reisechaos Spanien: Costa Blanca kein Risikogebiet, dafür aber nun Deutschland

Fünf spanische Regionen gelten für Deutschland nicht mehr als Hochrisikogebiete. Dafür gilt jetzt aber Deutschland als ein Risikogebiet für Spanien. 

Madrid/Berlin - Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen. Fünf der 17 spanischen Regionen stehen aufgrund ihrer stark verbesserten Corona-Lage nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete der Bundesregierung. Es sind dies Valencia mit der Costa Blanca, Katalonien, die Kanaren, Kastilien-La Mancha und Asturien.

Coronavirus Spanien aktuell: Keine Quarantänepflicht nach Rückkehr von Costa Blanca

Für zahlreiche Menschen wird damit eine Reise in diese Regionen um einiges attraktiver: diejenigen nämlich, die weder geimpft noch genesen sind. Denn sie müssen nicht mehr die zehntägige Quarantäne in Kauf nehmen, die für sie nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet bei der Rückkehr in die Heimat Pflicht ist. Diese Isolierung kann frühestens nach fünf Tagen durch Vorlage eines negativen Tests vorzeitig beendet werden. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es ohnehin keine Quarantänepflicht.

Andere spanische Regionen, die stark vom Tourismus abhängig sind, wie etwa die Balearen, Murcia oder Andalusien mit der Costa del Sol bleiben ebenso wie die Hauptstadt Madrid weiterhin Hochrisikogebiete.

Spanien erschwert Einreise für Deutsche: Deutschland zum Risikogebiet erklärt

Allerdings erschwert sich für alle Besucher aus Deutschland die Einreise nach Spanien ab Montag. Ab dem 23. August wird ganz Deutschland aufgrund der steigenden Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt. Diese Neueinstufung gilt zunächst für sieben Tage. Das bedeutet, dass alle Einreisenden aus Deutschland ab zwölf Jahren bis Mitternacht des 29. August einen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorlegen müssen.

Die Schweiz ist in Spanien schon seit Wochen als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Aus Österreich kommen Kärnten, die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich hinzu, sodass dort inzwischen nur noch das Burgenland ausgenommen ist.

Im Falle eines Antigentests darf dieser bei der Ankunft nicht älter als 48 Stunden sein, bei PCR-Tests dürfen es maximal 72 Stunden sein. Besucher aus Ländern, die geringe Infektionszahlen aufweisen und nicht auf der spanischen Liste der Risikogebiete stehen, dürfen ohne Auflagen ins Land. Allerdings müssen alle Besucher weiterhin ein Onlineformular ausfüllen. Sie erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Oft kontrollieren die Airlines schon vor dem Abflug, dass die Passagiere alle Auflagen erfüllen.

Im Juli hatte Spanien plötzlich wieder mit die höchsten Infektionszahlen in Europa. Deshalb war bisher das ganze Land Hochrisikogebiet. Inzwischen wird die Lage aber überall in Spanien immer besser. Das gelang mit relativ erträglichen Restriktionen wie Sperrstunden oder nächtlichen Ausgehbeschränkungen. Strände, Läden, Kneipen und Einkaufsstraßen blieben aber die ganze Zeit über voll.

Auf den Kanaren ging die Sieben-Tage-Inzidenz binnen drei Wochen von 250 auf 98 zurück, in Katalonien von 413 auf 122, in Valencia von 259 auf 106. Den besten Wert weist derzeit Asturien im Norden des Landes auf: Dort wurden zuletzt nur noch 60 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

In Europa gilt ab Sonntag auch Andorra in den Pyrenäen nicht mehr als Hochrisikogebiet. Auf die „Schwarze Liste“ kommen dagegen die irischen Regionen Border und West, Nordmazedonien und das Kosovo sowie Dominica in der Karibik. Wegen steigender Infektionszahlen stuft Berlin auch Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein - diese allerdings erst ab Dienstag. (mit dpa)

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