Mehrere Menschen gehen an einem Strand in Spanien spazieren, manche mit Schutzmasken.
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Ab dem 31. März könnte die Polizei zweien der drei Damen die Leviten lesen: Spanien verschärft die Maskenpflicht.

Neues Gesetz verabschiedet

Maskenpflicht in Spanien verschärft: Corona-Maske auch am Strand?

  • Stephan Kippes
    vonStephan Kippes
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  • Judith Finsterbusch
    Judith Finsterbusch
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Die Maskenpflicht in Spanien ist per Gesetz verschärft worden. Der Corona-Schutz muss jetzt praktisch überall getragen werden.

Update, 4. April: Wie Spanien das neue Gesetz zur Maskenpflicht zerlegt: Selbst der Gesetzgeber weist auf Schlupflöcher hin.

Update, 31. März: Bei der verschärften Maskenpflicht in Spanien scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Am heutigen Mittwoch, 31. März, war das neue Gesetz Thema beim Treffen zwischen Gesundheitsministerium und den Landesgesundheitsministern. Dabei schlug Ana Barceló, Gesundheitsministerin der Region Valencia, vor, die Maskenpflicht am Strand gesondert zu regeln. Zumindest im Sommer solle an den Stränden keine Maskenpflicht herrschen, sofern zwei Meter Mindestabstand eingehalten werden können. Auch beim Baden im Meer hält Barceló die Maskenpflicht für nicht angebracht.

Erstmeldung, 30. März: Madrid - Spanien hat die Corona-Maskenpflicht verschärft - und zwar per Gesetz. Laut dem am Dienstag, 30. März, im Staatsanzeiger BOE veröffentlichten Gesetzestext sind „Personen ab sechs Jahren verpflichtet, Masken in öffentlichen Bereichen, im Freien wie in geschlossenen öffentlichen oder öffentlich zugänglichen Räumen zu tragen.“

Maskenpflicht in Spanien: Abstand ist kein Kriterium mehr

Es ist eine allgemeine Maskenpflicht, das Kriterium der sozialen Distanz von 1,5 Metern fällt damit in Spanien weg. Auch mit der Ausrede von Wald und Wiesen braucht man einem übelgelaunten Polizisten nicht zu kommen, der mit seinem Einsatzkommando das Osterpicknick sprengt. Dazu könnte es übrigens durchaus kommen: Nicht nur hat die Polizei in ganz Spanien verschärfte Kontrollen auf den Straßen angekündigt. Auch will etwa die Polizei in der Region Valencia über Ostern verstärkt auf Picknickplätzen im Hinterland kontrollieren. Die verschärfte Corona-Maskenpflicht gilt in Spanien jetzt praktisch überall*, berichtet auch wa.de*. Und wohlgemerkt handelt es sich um einen Gesetzestext, nicht um eine Verordnung.

Wobei das Gesetz sich angeblich an die Verordnungen bis zum Ende des ersten spanischen Notstandsdekrets aus dem Jahr 2020 anlehnt. Das Gesetz zur Maskenpflicht läuft auch nicht von selbst aus, sondern bleibt in Kraft, bis die Regierung in Spanien „auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse die von Covid-19 ausgelöste Krise im Gesundheitswesen für beendet erklärt.“

Maskenpflicht in Spanien: Nur wenige Ausnahmen

Die Regionen haben auch keine Möglichkeit mehr, Ausnahmeregelungen zu treffen. Wer an den Strand geht, braucht eine Maske. Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es nur wenige: Menschen mit Atembeschwerden oder anderen gesundheitlichen Problemen sind von der Maskenpflicht befreit, ebenso Kinder unter sechs Jahren und Behinderte. Auch Individualsportler müssen den Mund-Nasenschutz gegen Corona im Freien nicht tragen. Gleiches gilt bei Aktivitäten, die eine entsprechende physische Anstrengung erfordern, dass „das Tragen einer Maske unter Gesundheitsaspekten kontraproduktiv“ wäre, heißt es in dem Text im Staatsanzeiger.

Das neue Gesetz zur verschärften Maskenpflicht tritt in ganz Spanien am Mittwoch, 31. März, in Kraft - Ende offen. Wer ohne Corona-Schutzmaske erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro rechnen. *costanachrichten.com und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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