Abschlussfeier der Paralympischen Spiele von Tokio.
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Das spanische Team hat 36 Medaillen bei den Paralympischen Spielen gewonnen.

News aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Spanien auf einen Blick: Kurz-Nachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in der Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick. 

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 9. September

Madrid – Der Strompreis reißt die 150-Euro-Schmerzgrenze und wird für den morgigen Donnerstag für 152,30 Euro pro Megawattstunde gehandelt. Das toppt den vorherigen Rekord von 141,71 um mehr als zehn Euro.

Estepona – Wegen eines Waldbrandes müssen 500 Personen ihre Häuser in der Sierra de Bermeja räumen. Die Evakuierungen betreffen Jubrique sowie Forrest Hill und Las Abejeras, die zu Estepona gehören. Die starken Winde fachen das in den frühen Morgenstunden ausgebrochene Feuer an. Bei Redaktionsschluss gibt es drei Brandherde.

Luxemburg - Zwei spanische Tapas-Bar können nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) Probleme bekommen, weil ihr Name „Champanillo“ an das Getränk Champagner erinnert. Der EuGH entscheidet, dass sich auch Anbieter von Dienstleistungen an EU-Regeln zum Schutz von Ursprungsbezeichnungen halten müssen. Entscheidend ist demnach, ob der Verbraucher durch einen Namen veranlasst wird, einen unmittelbaren gedanklichen Bezug zu der geschützten Ware herzustellen. Das müsse letztlich aber das zuständige nationale Gericht prüfen, hieß es. 

Spanien ist entsetzt nach einer Reihe von Angriffen auf Homosexuelle. Der jüngste Angriff aber hat sich als Fake erwiesen.

Madrid - Ein angeblicher Angriff auf einen Homosexuellen in Madrid durch Vermummte soll nach Schilderung des vermeintlichen Opfers doch nicht stattgefunden haben. Der Mann habe seine ursprüngliche Aussage am Mittwoch widerrufen. Der vermeintliche Übergriff vom Wochenende hatte in Spanien für Entsetzen gesorgt. Der 20-Jährige hatte zunächst behauptet, die Angreifer hätten ihn nicht nur verprügelt, sondern auch mit einem Messer das Wort „maricón“ (Schwuler) in seine Pobacke geritzt. Bei einer erneuten Befragung durch die Polizei habe er dann eingeräumt, dass der angebliche Angriff gar nicht stattgefunden habe und ein Freund ihm das Wort mit seiner Zustimmung in den Po geritzt habe

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Mittwoch, 8. September

Vecindario – Das Gericht nimmt die Ermittlungen für den am 10. März 2007 zu den Akten gelegten Entführungsfall um den damals siebenjährigen Yéremi Vargas wieder auf. Hintergrund sind neue Erkenntnisse über den Hauptverdächtigen „El Rubio“. Kürzlich wurde auch der Vater des Kindes angezeigt, wegen sexueller Belästigung seiner Tochter.

Pablo Fornals (r) jubelt nach dem Führungstreffer der Spanier.

Pristina - Beim 2:0 der spanischen Fußball-Nationalmannschaft im Kosovo protestieren Fans der Gastgeber gegen die politische Haltung Spaniens protestiert. „Willkommen in der Republik Kosovo“, steht am Mittwoch auf einem Banner im Fadil-Vokrri-Stadion in Versalien. Spanien erkennt den Staat Kosovo nicht an - im Gegensatz zu mehr als 100 Ländern, darunter Deutschland. Das hatte schon beim Hinspiel Ende März für Irritationen zwischen beiden Verbänden gesorgt.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Dienstag, 7. September

Logroño – Eine 19-Jährige verklagt die Gesundheitsbehörde von La Rioja auf drei Millionen Euro Schadenersatz, weil sie als Baby in einem Krankenhaus in Logroño vertauscht wurde. Die Frau sei 2002 in eine Problemfamilie gekommen und bei der Großmutter aufgewachsen. Die andere Frau, die ebenfalls bei einer falschen Familie aufwuchs, sei darüber inzwischen informiert worden, habe aber bisher keine Klage eingereicht, berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und die Zeitung „El País“. Die Gesundheitsbehörde habe die durch „menschlichen Irrtum“ erfolgte Verwechslung eingeräumt, wolle aber nur 215 000 Euro Entschädigung zahlen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 6. September

Madrid - Der Präsident des Generalrates der Justiz, Carlos Lesmes, bezeichnet bei der Eröffnung des Justizjahres als „unhaltbar“, dass die seit fünf Jahren notwendige Ernennung neuer Mitglieder des Generalrates der Justiz (CGPJ) von der Volkspartei und den Sozialisten mangels Einigung blockiert wird. Das Mandat des Generalrats der Justiz längst abgelaufen und Hinauszögern der Neubesetzung des Regierungsorgans der Richter wirft schlechtes Licht auf die Institution an sich und die Unabhängigkeit der Justiz in Spanien. Außerdem können wichtige Richterstellen nicht mehr besetzt werden. Auch die EU hat bereits mehrmals eine zügige Entscheidung unter Wahrung der Gewaltenteilung angemahnt.

Madrid - Die Verhandlungen über die Erhöhung des Mindestlohns geraten ins Stocken. Arbeitgeber sträuben sich, noch in diesem Jahr den Mindestlohn von 14-Jahresgehältern von 950 Euro auf 969 Euro anzuheben. Die Gewerkschaften lassen diesbezüglich nicht mit sich reden. Die Regierung hat bereits die „unmittelbar bevorstehende Erhöhung“ des Mindestlohn angekündigt.

Murcia - Der Schule fängt in Spanien in dieser Woche wieder an. Die verschiedenen Regionen haben unterschiedliche Anfangstage, aber Murcia legt heute los, Madrid am 7. September, Valencia am 8. September und Andalusien am 10. September.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten von Sonntag, 5. September

Valencia - Die Fest der Fallas endet mit der traditionellen Verbrennung der Figuren.

Madrid - Ministerpräsident Pedro Sánchez greift in die Strompreiskrise ein. In einem Interview verspricht der Ministerpräsident, dass spanische Familien am Ende dieses Jahres feststellen werden, dass sie einen ähnlichen Strompreis wie 2018 bezahlt haben. Sánchez kündigt zudem an, die Stromkonzerne mit Gebühren der Stromrechnung zu belasten, die bisher Konsumenten tragen. Ferner will er die Strompreisentwicklung kritischer verfolgen.

Tokio - Die Paralympische Spiele von Tokio 2020 gehen zu Ende. Das spanische Team bringt 36 Medaillen mit nach Hause, fünf mehr als in Rio de Janeiro 2016 und neun Gold, 15, Silber- und zwölf Bronzemedaillen. Der spanische Behindertensport erzielt hervorragende Leistungen in den Disziplinen Leichtathletik, Radsport, Judo, Schwimmen, Tischtennis und Triathlon.

Santiago de Compostela - Radprofi Primoz Roglic gewinnt zum dritten Mal in Folge die Spanienrundfahrt.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 4. September

Mos. Castro de Herville - Olympiasieger Primoz Roglic verteidigt auch auf der letzten Bergetappe der Spanienrundfahrt sein Rotes Trikot des Gesamtersten erfolgreich. Damit geht Roglic als klarer Favorit mit einem Vorsprung von 2:38 Minuten auf den Spanier Enric Mas in das abschließende Einzelzeitfahren über 33,8 Kilometer von Padron nach Santiago de Compostela. 

Madrid - Ein Deutscher sitzt in Spanien unter dem Vorwurf der Entführung der eigenen Kinder hinter Gittern. Die zuständige Ermittlungsrichterin auf Teneriffa ordnet Untersuchungshaft ohne Recht auf Freilassung an. Der seit Jahren von der Mutter getrennt lebende 44-Jährige soll im Dezember vorigen Jahres in Hamburg seine beiden Kinder (10 und 11 Jahre alt) bei einem Besuch verschleppt und sich mit ihnen nach Spanien abgesetzt haben. Der Mann war vor eineinhalb Wochen in Portugal im Beisein der Kinder festgenommen und nach Spanien überstellt worden. Die Tochter und der Sohn waren amtlichen Angaben zufolge „bei bester Gesundheit“ und wurden wenig später der in Hamburg lebenden Mutter übergeben.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 3. September

Madrid - Die Parteien der Regierungskoalition PSOE und Podemos wollen ihren Differenzen über den steigenden Strompreis besser kanalisieren. Beide Parteien beantragen die Gründung einer parlamentarischen Kommission, die die Entwicklung des Strompreises verfolgen und Verbesserungsvorschläge für den Strommarkt ausarbeiten soll.

Madrid - Spaniens Altkönig Juan Carlos I gerät immer mehr in den Fokus der Ermittlungen. Staatsanwälte des Obersten Gerichts in Spanien gehen Hinweisen nach, gemäß denen Juan Carlos I als Zwischenmann und Vermittler von internationalen Geschäften Kommissionen eingestrichen haben könnte. Ein Rechtshilfeersuchen an die Schweiz führt Indizien auf vier Rechtsverstöße auf, nämlich Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption und unredliche Einflussnahme.

Alcanar/Madrid - Das Versicherungskonsortium beziffert nach ersten Schätzungen die Unwetterschäden aufgrund der Gota fría seit Mittwoch auf 35 Millionen Euro. Schlimm hat es Alcanar in der Provinz Castellón erwischt, wo die Aufräumungsarbeiten noch immer im Gang sind. Bürgermeister Joan Roig will die Gemeinde zum Katastrophengebiet erklären lassen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 2. September

Madrid - Spanien toppt die 70-Prozent-Marke bei der Schutzimpfung gegen Covid-19. Für die spanische Regierung ist die Erreichung des Impfziels ein Riesenerfolg. Ministerpräsident Pedro Sánchez nutzt die Gelegenheit, um die 96-jährige Araceli Hidalgo zu besuchen, die erste Frau, die vor neun Monaten in Spanien geimpft wurde. Dabei steckt Sánchez ein neues Impfziel ab. 90 Prozent der Bevölkerung soll gegen Covid-19 geimpft werden, einen Zeitplan nennt er nicht.

Pedro Almodovar, Penelope Cruz und Israel Elejalde kommen zur Premiere des Films «Parallel Mothers» bei den Filmfestspielen von Venedig.

Venedig - Einen zehnminütigen Applaus erhält Spaniens Starregisseur Pedro Almodovár bei den Vorführung von „Madres Paralelas“ mit Penélope Cruz in einer der Hauptrollen. Der Film über zwei schwangere Single-Frauen, die sich kurz vor der Geburt ihrer Kinder kennenlernen, hatte vorab bereits von sich reden gemacht: Weil darauf die Brustwarze einer Stillenden zu sehen war, wurde ein Filmplakat aus dem Onlinedienst Instagram verbannt. Die Geschichte geht zudem auf das in Spanien nach wie vor heikle Thema der „Verschwundenen“ des Bürgerkrieges in den 1930er Jahren und der darauffolgenden Franco-Diktatur ein.

Madrid - Der Strompreis erreicht einen neuen Rekord von 140,23 Euro für die Megawattstunde. Am morgigen Freitag soll er 137,70 Euro kosten. Der hohe Strompreis sorgt zunehmend für schlechte Stimmung in der Regierungskoalition aus PSOE und Podemos. Die Linken haben nun einen Gesetzesvorschlag zur Gründung einer öffentlichen Stromgesellschaft eingereicht.

Madrid - Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Die Arbeitszahlen sinken im August um 82.583 auf nun 3,3 Millionen Erwerbslose. Noch nie hat Spanien im August einen derart starken Rückgang der Arbeitslosen aufgezeichnet. Als Hauptgrund gilt der starke Tourismus. Im Jahresvergleich arbeiten derzeit 470.000 Menschen mehr als im August 2020. Allerdings sinkt im August auch die Zahl der Beitragszahler in die Sozialversicherung um 118.000 auf knapp unter 19,5 Millionen. Der Grund: Industrie, Bau und Bildungswesen bauen Stellen ab. Im Jahresvergleich aber legen auch die Beitragszahler in die Sozialversicherung um 680.000 ordentlich zu. In Kurzarbeit befinden sich noch 272.000 Menschen. „Das sind hervorragende Daten, die auf solides Wachstum hindeuten“, sagte Finanzministerin María Jesús Montero.

Águilas - Die Gota fría sucht mit einem Starkregen Águilas in der Region Murcia heim. Binnen kurzer Zeit stehen Straßen unter Wasser, die Wassermassen reißen Bäume und Autos mit sich bis ins Meer. Die Straße nach Lorca muss für mehrere Stunden gesperrt werden.

Palma - Zwei junge Urlauberinnen aus Nordrhein-Westfalen ertrinken in der Nacht auf Donnerstag gegen 2.30 Uhr vor der Küste von Cala Mandia auf Mallorca. Die beiden Todesopfer sind Geschwister, 23 und 25 Jahre alt, und kommen den Angaben der Polizei zufolge aus Lemgo bei Bielefeld. Beide gehen mit einem 30 Jahre alten Urlauber trotz Roter Flagge ins Meer, das zu dem Zeitpunkt von einem Sturm und starken Wellengang aufgewühlt ist.

Madrid - Die spanische Fußballnationalmannschaft verliert das WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden 2:1 und muss nun um die WM-Teilnahme bangen. Am Sonntag gegen Georgien und am Mittwoch im Kosovo wird der Druck groß sein - zumal die Kritiker in Madrid wegen der im Kader fehlenden Real-Profis immer lauter werden.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Mittwoch, 1. September

Castellón – Eine Gota Fría mit Starkregen zieht über Spanien hinweg. An der Küste trifft es vor allem die Provinzen Castellón und Tarragona, in Zentralspanien Toledo. In Alcanar fallen 207 Liter auf den Quadratmeter. Die Wassermassen verursachen Schäden und Überschwemmungen.

Valencia – Auftakt der Fallas in Valencia und für alle Fiesta-Anhänger symbolischer Ausbruch aus der Coronazeit: Die Fallas waren 2020 das erste große Fest in Spanien, das wegen der Pandemie abgesagt wurde. Bis zum 5. September wird es die erste große Fiesta, die wieder gefeiert wird.

Madrid - Ministerpräsident Pedro Sánchez beendet die parlamentarische Sommerpause mit einem Paukenschlag. Sánchez kündigt die Erhöhung des Mindestlohns an. Noch am Mittwoch beginnen die Verhandlungen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften. Derzeit liegt der salario mínimo interprofesional (SMI) bei 950 Euro bei 14 Gehältern. Dieses Jahr soll er um 19 Euro erhöht werden, 2022 und 23 um je 31 Euro.

Madrid - Zwei wichtige bislang mautpflichtige Autobahn-Abschnitte in Katalonien und Aragón sind seit dem 1. September gebührenfrei. Es handelt sich zum einen um die AP-7 zwischen La Junquera und Salou bei Tarragona. Damit ist die AP-7 nunmehr von der französischen Grenze bis Alicante durchgehend mautfrei. Die zweite Autobahn, bei der die Maut aufgehoben wurde, ist die AP-2 zwischen Zaragoza und El Vendrell bei Tarragona. Während die jeweiligen Anliegergemeinden die Aufhebung der Mautpflicht begrüßen, bedeutet die Entscheidung anderseits die Entlassung von 320 Mitarbeitern des Autobahnbetreibers Abertis. Derweil suchen Zentralregierung in Madrid und Regionalregierung in Barcelona nach einer Lösung für die Finanzierung des Unterhalts der gebührenfreien Autobahnen. Im Gespräch ist eine Vignette.

Paris - Der frühere Anführer der baskischen Untergrundorganisation ETA, Josu Ternera, wird in Paris vom Verdacht freigesprochen worden, zwischen 2011 und 2013 heimlich von Frankreich aus für die Unabhängigkeit des Baskenlandes gekämpft zu haben. Die französische Justiz hebt damit ein Urteil von 2017 auf, in dem Ternera in Abwesenheit zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Ternera war damals auf der Flucht und hatte ein Wiederaufnahmeverfahren beantragt. Der 70-jährige Ternera, der eigentlich Josu António Urrutikoetxea Bengoetxea heißt, gilt als „Großvater“ der ETA und steht im Verdacht, im Untergrund den Kampf für die Unabhängigkeit des Baskenlandes fortgesetzt zu haben. Ternera wird sich am 13. und 14. September erneut vor der französischen Justiz verantworten müssen. In diesem Verfahren geht es um seine ETA-Mitgliedschaft in den Jahren 2002 bis 2005. Es ist auch möglich, dass Ternera demnächst nach Spanien ausgeliefert wird. Die französische Justiz hat dafür im Prinzip grünes Licht gegeben.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Dienstag, 31. August

Madrid - Die spanische Polizei hebt eine mutmaßlich von einem Deutschen angeführte Drogenhändlerbande aus. Bei Razzien in den Städten Málaga, Sevilla und Cádiz werden 15 Menschen festgenommen worden. 280 Kilogramm Haschisch, eine halbe Tonne Marihuana, zwölf Fahrzeuge, drei Waffen, 50 Mobiltelefone, Juwelen im Wert von 400.000 Euro sowie 68.000 Euro Bargeld stellen die Beamten angeblich sicher. Bei den vorausgegangenen monatelangen Ermittlungen sei man von deutschen Behörden und Behörden anderer europäischer Länder unterstützt worden. Wann die Festnahmen und Beschlagnahmen erfolgten, teilten die Behörden nicht mit. Der mutmaßliche Bandenchef soll in Puerto de Santa María bei Cádiz gewohnt und von dort aus die kriminelle Vereinigung geleitet haben. Die Bande habe von Spanien aus Haschisch und Marihuana nach Deutschland, Frankreich, Luxemburg sowie in die Niederlande gebracht. Für den Transport habe sie unter anderem Laster benutzt, die als Fahrzeuge großer Onlineversandhändler getarnt gewesen seien.

Madrid – Der Strompreis setzt ungezügelt seinen Aufwärtstrend fort. Die Megawattstunde erreicht 130,50 Euro, es ist der achte Rekord in einem Monat. Verbraucherschützern zufolge steigt die Stromrechnung im Schnitt um 22 Euro auf 78 Euro pro Monat. Die Regierung unternimmt nichts.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Montag, 30. August

Madrid - Spaniens Kronprinzessin Leonor startet ins Schuljahr. Die 15-Jährige besucht die Kollegstufe im UWC Atlantic College in Wales. Die Vuelta al Cole für spanische Kinder beginnt je nach Region erst in der Woche vom 6. bis 10. September und unter Auflagen der Coronavirus-Pandemie. Derweil lässt sich die Königsfamilie den zweijährigen Aufenthalt von Leonor 78.000 Euro pro Jahr kosten und muss obendrein die harsche Kritik der Linksparteien schlucken, die noch vehement für ein Ende der Monarchie eintreten. Bisher hatte Leonor gemeinsam mit ihrer Schwester Sofía eine Privatschule in Madrid besucht, die 7.000 Euro pro Kind und Jahr kostet. Das Königshaus erhielt zuletzt aus dem Staatshaushalt gut 8,4 Millionen Euro pro Jahr.

König Felipe VI verabschiedet sich von seiner Tochter, der Kronprinzessin Leonor.

Madrid – Das spanische Parlament nimmt nach der Sommerpause seinen Betrieb wieder auf. Bei der ersten Sitzung im Abgeordnetenhaus stehen die Afghanistan, der Strompreis und Marokko im Zentrum der Diskussionen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Sonntag, 29. August

Tokio - Nach dem Fund von weiteren verunreinigten Ampullen des Corona-Impfstoffs von Moderna werden in der japanischen Präfektur Okinawa die Impfungen mit dem US-Vakzin ausgesetzt. Das Gesundheitsministerium in Tokio untersucht derzeit den Zusammenhang zwischen dem Tod zweier Männer und verunreinigten Moderna-Ampullen. Der US-Hersteller Moderna geht davon aus, dass das Herstellungsproblem in einer der Produktionslinien in Spanien aufgetreten ist. Die drei am Donnerstag aus dem Verkehr gezogenen Chargen wurden japanischen Medienberichten zufolge zeitgleich in Spanien produziert.

Berlin – Spanien gilt ab dem heutigen Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet für die deutsche Bundesregierung. Damit entfällt für alle Urlauber die Quarantänepflicht bei der Rückkehr.

Benicàssim – Ein Platzregen mit 155 Litern auf den Quadratmeter binnen nur zwei Stunden stürzt den Ferienort Benicàssim in der Provinz Castellón ins Chaos. Autos treiben in überfluteten Straßen, drei Personen müssen aus ihren Fahrzeugen befreit werden, das Wasser steht in Garagen, Kellern und Häusern. Nach Angaben des staatlichen Wetterinstituts Aemet fallen im Durchschnitt jährlich 500 Liter auf den Quadratmeter in Benicàssim – der Ort bekommt demnach beinahe ein Drittel seiner jährlichen Niederschlagsmenge auf einen Schlag ab.

Barcelona – In der letzten Fiesta-Nacht im Barrio Sants in Barcelona kommt es erneut zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und Polizisten, denen urbanes Mobiliar aller Art entgegenfliegt. Die Polizeigewerkschaften fragen sich, ob das Rathaus Polizisten als Zielscheiben in diese Einsätze schickt. Allein in dem Park im Zentrum der Sants-Fiestas kommen nach Polizeiangaben 3.000 junge Leute zu Trinkgelagen zusammen, bei denen alle Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus keine Rolle zu spielen scheinen. Allerdings gelten in Barcelona keine Ausgehbeschränkungen mehr - wohl auch ein Grund, einige der jungen Menschen so aggressiv auf die Polizeipräsenz reagieren.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 28. August

Ibiza ‒ Mindestens 25 Menschen werden beim Unfall der Katamaran-Schnellfähre „San Gwann“ der deutschen Reederei FRS vor Ibiza verletzt. Die Fähre läuft Samstagnacht gegen 22 Uhr auf dem Weg von Ibiza nach Formentera auf eine kleine Felseninsel auf, mit 35 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord. Ein zehn Jahre alter Junge muss mit schweren Verletzungen per Hubschrauber nach Mallorca ins Universitäts-Krankenhaus Son Espases in Palma geflogen werden. Auch ein weiteres Kind befindet sich im kritischen Zustand und ein Mann zieht sich schwerere Verletzungen zu. Die Passagiere des Schiffes werden in Schlauchbooten nach Ibiza gebracht. Die Ursache des Unfalls ist noch unbekannt. Die 51 Meter lange Fähre muss mit einer Geschwindigkeit von 55 Kilometer pro Stunde auf den Felsen gekracht sein. Das Schiff, das erst seit Juni im Einsatz ist, gilt als schwer beschädigt.

Pico Villuercas ‒ Außenseiter Odd Christian Eiking verteidigt sein Rotes Trikot des Gesamtersten bei der 76. Spanien-Rundfahrt auch in den Bergen. Der Norweger verliert bei der Bergankunft auf der 14. Vuelta-Etappe am Samstag nur 20 Sekunden auf Titelverteidiger Primoz Roglic. Den Tagessieg holt sich nach 165,7 Kilometern von Don Benito nach Pico Villuercas der frühere Tour-de-France-Zweite Romain Bardet, der im Alleingang vor den weiteren Ausreißern Jesus Herrada und Jay Vine gewinnt. Auf dem 14,4 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,3 Prozent Steigung kämpft Eiking, der auf der zehnten Etappe die Führung übernommen hat, aufopferungsvoll um sein Rotes Trikot. In der Gesamtwertung liegt er nun 54 Sekunden vor dem Franzosen Guillaume Martin und 1:36 Minuten vor Roglic.

Cartagena – Mit einer 73 Kilometer langen Menschenkette rund um das Mar Menor protestieren etwa 70.000 Menschen gegen die ökologische Katastrophe und das Fischsterben in Europas größtem Binnenmeer. Umweltschützer der Plattform ILP Mar Menor fordern, dass das Binnenmeer zu einer juristischen Person erklärt wird. Als ein Grund für das Desaster gilt das laxe Vorgehen der Landesregierung von Murcia gegen die Agrarindustrie und die Einleitung von nitrathaltigen Düngemitteln.

Madrid ‒ 23 Migranten erleiden Schiffbruch auf dem Seeweg zu den Kanarischen Inseln und gelten als vermisst. Gleichzeitig erreichen 112 Menschen aus Afrika die Küsten von Lanzarote auf den Kanarischen Inseln und die von Cartagena in der Region Murcia.

Torrejón ‒ König Felipe VI besucht das Auffanglager für afghanische Flüchtlinge am Luftwaffenstützpunkt Torrejón bei Madrid. Das Staatsoberhaupt würdigt dabei alle an der Durchführung der Evakuierung beteiligten Personen, darunter Soldaten und Diplomaten wie der spanische Botschafter in Afghanistan. Felipe VI nimmt am Stützpunkt auch mit Regierungschef Pedro Sánchez an einer Sitzung der an der Evakuierung beteiligten Minister teil.

König Felipe VI besucht den Luftwaffenstützpunkt Torrejón, an dem die afghanischen Flüchtlinge untergebracht sind.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 27. August

Peñíscola – Schäden an der Struktur des Gebäudes sollen verantwortlich sein für den Teileinsturz des Wohnblocks in Peñíscola, bei dem eine Frau und ein Jugendlicher ums Leben kamen, während der Sohn der Verstorbenen geborgen werden konnte. Alle drei gehörten dem gleichen Haushalt an. Ersten Untersuchungen zufolge brach eine tragende Mauer ein und löste einen Dominoeffekt aus, sodass das Mitte der 1990er Jahre errichtete Gebäude wie ein Kartenhaus zusammenfiel. Jetzt prüfen Architekten, ob die Gebäudestruktur stark genug war, um drei Stockwerke zu tragen. “Alles deutet daraufhin, dass der Zusammenbruch mit der Bauweise zusammenhängt”, sagte der Leiter der Gebäudeaufsicht der valencianischen Landesregierung Alberto Rubio. Die tragenden Mauern des Gebäudes wären parallel zum ansteigenden Gelände ausgerichtet gewesen, sodass bei einer schadhaften Mauer der Bau einknicken kann. Hinzu kamen die starken Regenfälle am Vortag des Einsturzes, bei denen binnen 40 Minuten 60 Liter auf den Quadratmeter fielen.

Madrid – Die Rückreisewelle setzt am Freitag gegen 15 Uhr ein und endet am Sonntag um 24 Uhr. In dieser Zeitspanne rechnet die Straßenverkehrsdirektion DGT mit 4,75 Millionen Fahrzeugen auf Spaniens Straßen, fast so viele wie 2019. Die Guardia Civil setzt zur Verkehrsüberwachung 1.325 Radargeräte ein, zwölf Helikopter, 39 Drohnen, 261 Überwachungskameras und 15 Zivilfahrzeuge. Also anschnallen und Hände weg vom Mobiltelefon.

Madrid – Die Regierung beendet offiziell die Evakuierung von afghanischen Ortskräften einen Tag nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Flughafen in Kabul mit etwa 100 Toten. Die letzten beiden Flugzeuge des Typs A400M der Luftwaffe landen in Dubai mit 81 Spaniern, vier Portugiesen und 85 Afghanen. Spanien hat insgesamt 2.206 Personen aus Afghanistan ausgeflogen.

Madrid – Die 14-Tagesinzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinkt auf 264 Fälle unter 100.000 Einwohnern. Zudem registriert das Gesundheitsministerium 139 Todesfälle mit Covid-19 binnen 24 Stunden. Experten zufolge steht das Gesundheitswesen kurz davor, den Scheitelpunkt der fünften Welle zu überschreiten. Ferner beginnen die klinischen Studien mit dem spanischen Impfstoff Hipra in den Krankenhäusern von Barcelona und Girona, an denen 30 Freiwilligen die erste Dosis verabreicht wird, 21 Tage später folgt die zweite. Nur 25 bekommen allerdings den Hipra-Impfstoff verabreicht, fünf Pfizer. Bei der ersten Phase wird die Sicherheit und der Grad der Immunität des Impfstoffes überprüft. Mit den ersten Ergebnissen wird in zwei bis drei Monaten gerechnet.

Barcelona – Die Polizei wirkt an den Wochenenden überfordert angesichts der Massenansammlungen bei Straßenfeten und Trinkgelagen, die in mehreren Großstädten, insbesondere aber im Viertel Sants in Barcelona stattfinden. Bei den Auflösungen der Versammlungen kommt es bisweilen zu Ausschreitungen mit den Sicherheitskräften. In Pamplona werden elf Personen verhaftet, acht Polizisten verletzt.

Madrid – Der Strompreis erreicht 119 Euro pro Megawattstunde. Damit schrammt er um drei Prozent am Rekordpreis vom Vortag vorbei. Die Strompreise haben sich im August sehr stark erhöht.

Madrid ‒ Der Oberste Gerichtshof hält das Gutachten des UN-Rates für Menschenrechte nicht für bindend, gemäß dem der frühere Starrichter Baltasar Garzón keinen fairen Prozess bekam, als er wegen Amtsmissbrauchs im Februar 2012 verurteilt wurde. Der UN-Rat fordert daher eine „integrale Wiedergutmachung”, was Garzón selbst als eine Aufhebung des elfjährigen Berufsverbots versteht. Das Gutachten mag nicht bindend sein, aber ein gutes Licht wirft es nicht auf die spanische Justiz. Garzón autorisierte 2010 die Abhörung der Unterredungen der inhaftierten Hauptverdächtigen in dem Korruptionsverfahren „Gürtel” mit ihren Verteidigern, die ihn daraufhin verklagten. Gleichzeitig lief ein Verfahren gegen Garzón wegen seiner Ermittlungen gegen Verbrechen des Franco-Regimes, bei dem er allerdings von dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen wurde. Allerdings stellte der damalige Richter des Obersten Gerichts, Manuel Marchena, diese Ermittlungen kurz nach Garzóns Verurteilung wegen der Gürtel-Abhörungen ein. Der UN-Rat für Menschenrechte hält beide Verfahren gegen Garzón für „willkürlich” und „wider die Prinzipien der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz”. Garzón hat bereits einen Antrag angekündigt, mit dem er die seine Wiederaufnahme in den Rechtsdienst erreichen will. Leicht dürfte das nicht werden, denn seinen Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und vor dem spanischen Verfassungsgericht wurden nicht stattgegeben.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Donnerstag, 26. August

Madrid – Die schottische Justiz sieht sich für die Auslieferung der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworterin Clara Ponsatí an Spanien nicht zuständig und lehnt den Auslieferungsantrag gegen die EU-Abgeordnete ab. Das EU-Parlament hob zwar im März die Immunität Ponsatís auf und mit ihrer die von zwei weiteren führenden Vertretern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung, darunter Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont, allerdings lebt Ponsatí offiziell in Belgien. Die spanische Justiz hatte gegen die Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung ein Verfahren wegen „Aufruhrs“ eingeleitet, nachdem sie sich 2017 für eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spaniens eingesetzt hatten. Der Auslieferungsantrag Spaniens behält einstweilen seine Gültigkeit. Inzwischen bemüht sich der Regierungschef Pedro Sánchez um eine Beilegung der Differenzen durch einen Dialog.

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