Eine Frau schaut auf ihr Handy, während sie sich auf einem Liegestuhl am Strand von La Malagueta sonnt.
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Das Wochenende soll heiß werden.

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Spanien aktuell: Kurz-Nachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in dieser Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick. 

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Donnerstag, 19. August

Madrid - Die erste der drei Maschinen der spanischen Luftbrücke aus Afghanistan trifft mit 53 Passagieren am Militärstützpunkt Torrejón de Ardoz bei Madrid ein. Spanien erklärt sich bereit, Ortskräfte der EU und der Nato aufzunehmen. Allein die EU muss 400 Menschen ausfliegen.

Afghanische Frauen verlassen ein Flugzeug der spanischen Luftwaffe mit spanischen Staatsangehörigen und Afghanen an Bord, nachdem es im Rahmen der Evakuierung auf dem Militärstützpunkt Torrejon gelandet ist.

Barcelona - Das katalanische Oberlandesgericht hebt die nächtlichen Ausgangssperren von 1. Uhr nachts bis 6 Uhr in 129 Kommunen auf, weil die Infektionszahlen sich verbessert haben. Nur in 19 Gemeinden bleiben die Einschränkungen weiter bestehen, Das Verbot von privaten Treffen von mehr als zehn Menschen bleibt in ganz Katalonien in Kraft. Die 14-Tages-Inzidenz lag am Mittwoch bei 328 Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner und damit unter dem Spanien-Schnitt von 378 Fällen. Allerdings weist Katalonien landesweit die meisten Corona-Patienten in Intensivstationen auf: Derzeit liegt die Belegungsrate bei den Intensivbetten bei 42 Prozent.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Mittwoch, 18. August

Gijón - Die Bürgermeisterin Ana González Rodríguez gibt das Ende der Stierkämpfe in der nordspanischen Stadt Gijón bekannt - mit Argumenten, die für Aufsehen und Kritik sorgen. Sie will keine Lizenzen mehr für die traditionsreichen „Corridas“ vergeben, nachdem bei der jüngsten Veranstaltung zwei Stiere mit den Namen „Feminist“ und „Nigerianer“ getötet worden seien. Damit sei Frauen- und Fremdenfeindlichkeit geäußert worden. „Eine Stadt, die an Integration und an die Gleichheit von Männern und Frauen glaubt, kann so etwas nicht zulassen“, betont die Sozialistin González Rodríguez. Zumal es in Spanien ohnehin immer mehr Stimmen gegen den Stierkampf gebe. Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten. Die konservative Volkspartei PP kündigt gerichtliche Schritte und eine Unterschriftensammlung gegen die kommunale Maßnahme an. Das Verbot stelle eine „ideologische Bevormundung“ und „eine Einschränkung der Freiheit der Bürger von Gijón“ dar, heißt es.

Palma - Furchtbares Ende eines Spaziergangs einer deutschen Urlauberfamilie auf Mallorca: Vor den Augen ihres Vaters und zweier älterer Geschwister stürzt eine Dreijährige in Palma in einen Gully. Die Kleine hat Glück im Unglück und wurde von der Polizei nur leicht verletzt aus dem etwa drei Meter tiefen Kanalschacht geholt.
Mit Prellungen im Gesicht sowie an den Armen und Beinen wird sie in ein Krankenhaus gebracht, berichteten die Die Unfallursache ist ganz offensichtlich ein defekter Gullydeckel. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. Man wird vor allem den Fragen nachgehen, wieso der Deckel nicht einmal dem geringen Körpergewicht des Mädchens standhält und ob anderswo in Palma ähnliche Gefahren lauern.

Eine dreijährige Deutsche ist in einen Kanalschaft gestürzt

Madrid - Die „teuerste Straße“ Spaniens liegt auf Mallorca. Für Häuser an der nur knapp 500 Meter langen Straße Carrer Sant Carles in der Gemeinde Calvià werden zumindest die höchsten Kaufpreise für Immobilien verlangt, wie eine Erhebung der größten spanischen Immobilienplattform Idealista zeigt. Die Besitzer verlangen dort im Schnitt 7,043 Millionen Euro für ihre Luxushäuser. Diese Anwesen bieten fast alle einen fantastischen Blick auf die Bucht und auf das Mittelmeer. Auf Platz zwei folgt die Wohnanlage „Urbanización Coto de La Zagaleta“ in Benahavis an der Costa del Sol unweit des Promi-Badeortes Marbella. Dort seien die geforderten Verkaufspreise mit einem Schnitt von 7,042 Millionen nur unwesentlich niedriger. Die Spitze dieser Rangliste wird von der Straße Mozart in Marbella (5,932 Mio) komplettiert.

Ibiza - Grausiger Unfall im Hafen von Ibiza: Ein Mann kommt ums Leben, als eine Baleàrea-Fähre nachts bei der Einfahrt in den Hafen sein Schlauchboot überfährt. Der 46-jährige Spanier wird enthauptet. Der zweite Insasse (46) des beim Unfall völlig zerstörten Schlauchbootes rettet sich mit einem Sprung ins Wasser und wird wenig später leicht verletzt geborgen. Obwohl die Unfallursache nicht zweifelsfrei feststeht, wird vermutet, das etwa acht Meter lange Schlauchboot habe über keine Positionslichter verfügt und sei von der Fähre übersehen worden. Die Fähre der Gesellschaft Baleària fährt die Strecke zwischen den Inseln Formentera und Ibiza, die wie Mallorca und Menorca zu den Balearen gehören. Baleària bedauert den Unfall und betont, man arbeite mit den Behörden zusammen, um die Ursache zu ermitteln. Die 132 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder der Fähre seien unverletzt geblieben.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Dienstag, 17. August

Brüssel – Spanien erhält die ersten neun Milliarden Euro aus dem EU-Fonds Next-Generation EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vergleicht die Finanzspritze mit dem „Green Deal“, der die Wirtschaft der EU digitaler und ökologischer ausrichtet.

Fuengirola - Die Polizei gibt die Verhaftung eines der meistgesuchten Kriminellen Irlands ist in einem Restaurant in Fuengirola an der Costa del Sol bekannt. Der unter anderem auch des Mordes beschuldigte 58-jährige Mafia-Boss, genannt „The Monk“ (Der Mönch), sei bereits am vorigen Donnerstag festgenommen worden. Der Festgenommene sei jahrelang ein ranghohes Mitglied des berüchtigten Dubliner Familienclans Kinahan gewesen, der sowohl in Irland als auch an der Costa del Sol vor allem mit Drogenhandel kriminell aktiv sei. Der Kinahan-Clan habe sich nach einem „erbitterten internen Krieg“, der in Irland und Spanien fast 20 Tote gefordert habe, in zwei Gruppen gespalten, die nach Behördenangaben zu den größten und gewalttätigsten in Europa zählen, erklärte die spanische Polizei. Eine dieser beiden Gangs sei vom „Mönch“ angeführt worden.

Die Guardia Civil hat an der Costa del Sol den irischen Mafiaboss „Der Mönch“ verhaftet.

Melilla - 57 nordafrikanische Migranten dringen von Marokko aus in die spanische Exklave Melilla ein. Nach Angaben der Behörden versuchen rund 150 Menschen am frühen Morgen über die Absperrungen zu klettern,57 schaffen es.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Montag, 16. August

Palma - Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis 15. September verlängert werden. Der am Montag veröffentlichte Beschluss der Regierung muss jedoch erneut vom balearischen Oberlandesgericht gebilligt werden. Bereits seit dem 22. Juli darf man auf den Mittelmeer-Inseln zwischen 1 und 6 Uhr nur mit Menschen des eigenen Haushalts zusammen sein. Das gilt sowohl drinnen als auch draußen, in privaten und in öffentlichen Räumen.

Barcelona - Die vier Kapitäne des FC Barcelona verzichten nach Angaben von Gerard Piqué zukünftig auf Gehalt, um dem finanziell in Schwierigkeiten steckenden Club zu helfen. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur AP. Demnach sollen Piqué und die weiteren drei Kapitäne Sergio Busquets, Jordi Alba und Sergi Roberto zu Einschnitten beim Salär bereit sein. Piqués Gehalt ist demnach bereits gekürzt worden, damit der Club von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen neue Spieler wie Memphis Depay und Eric Garcia unter den Regeln der spanischen Liga anmelden konnte.

Barcelona-Kapitän Gerard Piqué will auf Teile seines Gehalts verzichten.

Ceuta - Das Amtsgericht der spanischen Exklave Ceuta setzt die Rückführung minderjähriger Migranten aus Marokko aus. Bevor sie nach Marokko abgeschoben werden können, müssen ihre Fälle einzeln überprüft werden, urteilt das Gericht und gibt zwei Menschenrechtsgruppen Recht, nach deren Angaben vor Abschiebungen unbegleiteter Minderjähriger eine Reihe von Auflagen erfüllt sein müssen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Sonntag, 15. August

Ciudad Real - In mehreren Dörfern drückt sich der Unmut über mangelhafte medizinische Betreuung und geschlossene Gesundheitszentren in Anwohnerprotesten aus. Seit Ausbruch der Pandemie ist in vielen Einrichtungen auf dem Land kein Allgemeinarzt mehr vor Ort, die Betreuung und Terminvergabe erfolgt nur telefonisch. Ältere Menschen empfinden das oft als eine Zumutung. Es kommt Demonstrationen in mehreren Dörfern um Umkreis von Ciudad Real und auch bei Segovia. Die Bürgermeister demonstrieren mit und einige drohen offen mit drastischeren Maßnahmen wie Straßensperre. Wegen der Coronavirus-Pandemie hängt die medizinische Erstversorgung in den Seilen, es rächt sich, dass Spanien viel zu wenig Geld in die Gesundheitsversorgung vor Ort investiert. Nur 12,5 Prozent des Etats für das Gesundheitswesen fließt in Spanien tatsächlich in die Erstversorgung, die Weltgesundheitsorganisation empfielt 25 Prozent. „Das uns zur Verfügung stehende Budget ist seit jeher niedriger als in anderen europäischen Ländern, es ist ein chronisch niedriger Etat“, sagt der Allgemeinarzt Salvador Casado vom Gesundheitszentrum Soto del Real. Hinzu kommt, dass im Sommer die medizinische Belegschaft sich verringt, aber gerade dann die abgelegenen Dörfer sich füllen.

Navalacruz – Der größte Waldbrand an diesem Wochenende lodert in der Provinz Ávila. Bei Navalacruz vernichten die Flammen um die 10.000 Hektar Wald- und Wiesenlandschaft. Das Feuer breitet sich wegen der starken Windböen rasend schnell aus. Die Rettungskräfte müssen mehr als 900 Menschen vor dem Feuer im Valle Amblés in Sicherheit bringen, mehrere Häuser und Landgüter werden Opfer der Flammen. Über 200 Rettungskräfte sind zu Land und Luft im Eisatz, darunter die Katastrophenschutzeinheit UME des Militärs. Der Brand brach am Samstag als ein Auto in Flammen aufging.

Azuébar - Auch in der Provinz Castellón in Azuébar müssen etwa 300 Bewohner wegen eines Waldbrand nahe dem Naturpark Sierra de Espadán die Nacht in Notunterkünften verbringen.  Über 350 Einsatzkräfte am Boden und 25 Flugzeuge versuchen den Naturpark vor den Flammen zu schützen. Als Brandursache gilt ein Blitzeinschlag.  

Gandía - Ein heftiger Studie mit heißem Wind und Geschwindigkeiten von um die 80 Stundenkilometer fegt am frühen Sonntagabend über die Region Valencia. Dabei stürzt das Riesenrad der Jahrmarkts von Gandia um. Spanier nennen das Phänomen der starken und heißen Winde reventón cálido, Deutschen ist es auch als Fallböe, Hitzestoß oder Downburst bekannt.

Spanien ächzt unter einer Hitzewelle. Zwei Frauen in Flamenco-Tracht laufn mit Sonnenschirmen in der Hand.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Samstag, 14. August

Santiago de Compostela – Das Oberlandesgericht in Galicien stellt sich quer bei dem Versuch der Landesregierung, Restaurantbesuche in den Innenräumen nur noch mit einem Covidzertifikat zu erlauben. Die spanische Regierung spricht sich auch gegen die Maßnahme aus.

Granada - Badegäste eines Strandes in Melicena in der Provinz Granada machen kurzentschlossen zwei Drogenhändler dingfest, die der Polizei sonst wohl entkommen wären. Wie Videos zeigen, rasen die Kriminellen am Samstag mit einem Schnellboot auf der Flucht vor einem Polizeischiff mit hoher Geschwindigkeit auf den Strand. Anschließend versuchen sie davonzulaufen. Rund ein Dutzend Männer und Frauen zum Teil fortgeschrittenen Alters umzingeln einen der beiden und stürzen sich auf ihn, darunter ein Polizist außer Dienst. Der zweite „Narco“ entkommt zunächst, wird dann aber in der Nähe festgehalten. Auch mehrere Hunde nehmen bellend an der „Festnahme“ teil. Die Polizei stellt später im Schnellboot 808 Kilogramm Haschisch sicher.

Burgos - Die Spanienrundfahrt Vuelta a Espana beginnt. Die zweite Etappe führt über 166 Kilometer von Caleruega nach Burgos. Als Favorit gilt Primoz Roglic, der auch das Auftaktzeitfahren gewinnt.

Die Spanienrundfahrt hat begonnen.

El Campello - Der Blauhai, der die Küste der Marina Baja in Atem hält, wird tot in einer Bucht in El Campello aufgefunden. Das Tier irrte seit drei Tagen an der Küste umher, was unüblich für Blauhaie ist.

Madrid – Ein botanisches Schauspiel trägt sich im botanischen Garten Real Jardín Bótanico in Madrid dieser Tage zu. Die Seerosen öffnen dort für einige Tage und stets nur bis Mittagszeit ihre Blüten. Für Sensation beim Publikum sorgt das prachtvolle Exemplar Victoria. Allerdings wird auch sie nicht lange für Furore sorgen. Nach einigen Tagen versinken die Knospen der Seerosen im See.

Montoro - Die Hitzewelle beschert Spanien einen Temperaturrekord. In der Gemeinde Montoro in Andalusien werden am Samstag um 17.10 Uhr 47,2 Grad gemessen, wie der Wetterdienst Aemet mitteilte. Damit wurde der bisherige landesweite Rekord von 46,9 Grad noch übertroffen, der am 13. Juli 2017 in der nahe gelegenen Regionalhauptstadt Córdoba gemessen worden war. Dort wurde diese Temperatur am Samstag auch wieder erreicht. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Freitag, 13. August

Madrid – Die Hitzewelle hat Spanien im Griff. Der staatliche Wetterdienst Aemet ruft in 15 Regionen Hitzewarnungen aus, in Sevilla werden 44 Grad geemessen, in Córdoba 46,5.

Madrid - Ersten Spieltag der spanischen Liga: Die Fußballsaison fängt an und erstmals dürfen Fußballfans die Stadien besuchen - wobei die Auslastung von Region zu Region variiert. Bei den ersten Begegnungen setzten sich die Favoriten durch, Real Madrid, Barcelona, Sevilla, der amtierende Meister Atlético und Valencia gewinnen ihre Begegnungen.

Madrid – Die hohen Strompreise von 117 Euro pro Megawattstunde führen zu Spannungen in der Regierungskoalition. Der Juniorkoalitionspartner Podemos will in den Strommarkt eingreifen und fordert ein Preislimit per Dekret und die Regelung der Strompreise durch eine staatliche Institution. Umweltministerin Teresa Ribera hält dagegen mit Zauberformeln lasse sich das Problem nicht schnell lösen. Die katalanischen Republikaner der ERC sprechen der Regierung jede Transparenz in der Energiepolitik ab mit dem Verweis darauf, dass viele Minister ihre Karrieren in Energiekonzernen fortsetzen.

Ceuta – Das Innenministerium schiebt auf Grundlage eines Abkommens mit Marokko minderjährige Immigranten ab, die im Mai über die Grenze nach Ceuta geflüchtet sind. Der Ombudsmann und Unidas Podemos zweifeln die Rechtmäßigkeit der Maßnahme an, Hilfswerke wie Save the Childrend fordern das Eingreifen der Vereinten Nationen. Von nun fährt jeden Tag ein weißer Bus 15 Jugendliche an die Grenze zu Marokko.

Valencia - Das Oberlandesgericht von Valencia genehmigt die Einschränkungen, mit denen die Landesregierung die starke Ausbreitung des Coronavirus in 68 besonders von der Pandemie betroffenen Gemeinden eindämmen will. Bis dato ist noch nicht bekannt, um welche Kommunen es sich konkret handelt oder was für Einschränkungen auf sie zu kommen. Als sicher gilt, dass die Ausgehsperre von 1 bis 6 Uhr in diesen 68 Kommunen bis 6. September gelten wird. Die Beschränkung sozialer Treffen auf zehn Personen soll womöglich nur noch in jenen 68 Kommunen gelten. Die aktuellen Einschränkungen laufen am Montag, 16. August aus.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Donnerstag, 12. August.

Granada - Ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala ist gegen 23.25 Uhr in weiten Teilen der Provinz Granada in Andalusien zu spüren, von Motril bis Guadix und sogar in einigen Gebieten der Provinzen Jaén und Málaga. Das Epizentrum der Erderschütterungen liegt in Cijuela in etwa einem Kilometer Tiefe. Zwei Minuten später wird ein Nachbeben der Stärke 3,1 in Chauchina südöstlich von Santa Fe und damit  ganz in der Nähe des Flughafens in zehn Kilometern Tiefe registriert. Viele Einwohner verlassen ihre Häuser und halten sich in den Straßen auf. Viele erinnern sich noch an den Januar, als die Provinz Granada von über 700 Beben binnen einer Woche erschüttert wurde, fünf davon lagen über der Vier auf der Richterskala.

Madrid – Bis 14. August können viele Sternschnuppen beobachtet werden. Die „Tränen des Lorenzo“ machen einen Nachtausflug aufs Land unvergesslich, weil das Mondlicht schwach ist. Sehr viele Meteoren sieht man in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zwischen 1 und 4 Uhr. 

Benidorm - Ein Blauhai erschreckt am Vormittag die Badegäste am Poniente-Strand in Benidorm. Das zwei Meter lange Tier nähert sich Ufer und Brandung, Sicherheitskräfte sperren den Strand ab., um Schaulustige vor dem Hai zu schützen. Schließlich gelingt es ihnen das Tier einzufangen und hinter der Isla de Benidorm wieder auszusetzen. Blauhaie gehören zu den häufigsten Hai-Arten im Mittelmeer, normalerweise nähern sich nur kranke oder verletzte Tiere dem Ufer.

Valencia - Wegen der Hitzewelle und der extremen Waldbrandgefahr ruft die Landesregierung Valencia die höchste Frühwarnstufe drei aus. Jede Art von offenem Feuer - also auch zum Kochen oder Grillen - ist damit untersagt. Die Zugänge zu 15 Naturparks, darunter der Montgó und die Sierra Helada, sind stark eingeschränkt. Man darf bis Montag sich nicht im Inneren der Naturgebiete aufhalten, also dort weder wandern noch campen oder die Picknickplätze aufsuchen. Ferner stehen wegen der hohen Temperaturen 178 Gemeinden der Region Valencia aufgrund der Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere chronisch Kranker, Senioren, Schwangerer und Kinder, in Alarmbereitschaft. Die Hitzewelle soll erst ab Montag abklingen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Mittwoch, 11. August.

Madrid – Auf Spanien rollt eine Hitzewelle zu, die mit heißer Luft aus Nordafrika die Temperaturen über 40 Grad steigen lassen könnte. Heiße Tage, warme Nächte soll es bis in die kommende Woche geben.

Madrid – Die spanische Medikamentenaufsicht Aemps genehmigt den ersten klinischen Versuch mit der Covid-19-Schutzimpfung PHH-1V, die von der Firma Hipra entwickelt wird. Den ersten klinischen Versuchen eines Covid-19-Impfstoffs aus Spanien steht nichts mehr im Weg. Die an der ersten Phase teilnehmenden 30 Freiwilligen wissen nicht, ob sie den neuen spanischen Impfstoff von Hipra verabreicht bekommen oder einen mRNA-basierten Impfstoff wie von Biontech/Pfizer. Bei der Hipra-Impfung handelt es sich um einen rekombinanten Proteinimpfstoff, der das Sars-CoV-2-Virus neutralisiert. Der Impfstoff funktioniert ähnlich wie die von Novavax und Sanofi/GSK, die bereits der europäischen EMA zur Prüfung vorliegen. Der Hipra-Stoff wird bei Temperaturen von zwei bis acht Grad gelagert und zweimal verabreicht. Läuft alles wie geplant, soll er im ersten Quartal des kommenden Jahres vermarktet werden. Vorgesehen ist die Produktion von 400 Millionen Impfeinheiten für 2022.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Dienstag, 10. August.

Santa Pola - Ein plötzlicher Meeresanstieg setzt in der Nacht zum Mittwoch die Straßen von Santa Pola unter Wasser. Als Ursache gilt ein Wetterphänomen: Die heiße Sahara-Luft sorgt für einen starken Druckabfall über dem Meer und löst so einen kleinen Tsunami aus.

Orihuela Costa - Ein Rohrbruch in der Fäkalienleitung in Orihuela Costa sorgt für ein Verkehrschaos und für üblen Geruch nahe des Einkaufszentrums La Zenia. Bis Mittag treten etwa 60.000 Liter der mit Fäkalien versetzten Abwasser aus.

Paris -  Der Wechsel von Fußballstar Lionel Messi zu Paris Saint Germain ist perfekt. Seit Montag warten Tausende Fans auf seine Ankunft. Messi unterschreibt einen Zweijahresvertrag mit 40 Millionen Euro Jahresgehalt. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Kurznachrichten vom Montag, 9. August

New York - Der Weltklimarat legt seinen Bericht über den Klimawandel vor. Demnach drohen Spanien und dem Mittelmeerraum längere und intensivere Dürreperioden und Hitzewellen. Auch mit einer Häufung von Waldbränden und Überschwemmungen muss die Region rechnen. Die spanische Regierung drängt auf die Umstellung des Wirtschaftsmodells.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Sonntag, 8. August

Tokio - Die Olympischen Spiele gehen mit einer Zeremonie ohne Publikum zu Ende. Bei den komplizierten und ungewöhnlichen Spielen holen die USA 113 Medaillen und damit mehr als jede andere Nation. Spanien kommt immerhin auf 17.

Palma de Mallorca - Ein deutscher Urlauber wird wegen des Vorwurfs, auf Mallorca eine Britin auf offener Straße vergewaltigt zu haben, festgenommen. Der etwa 40-jährige Mann vergeht sich Augenzeugenberichten zufolge am frühen Sonntagmorgen an der Frau, die offenbar alkoholisiert und bewusstlos auf der als Bierstraße bekannten Carrer Migquel Pellisa an der Playa de Palma liegt. Passanten bemerken den Angriff und alarmieren die Polizei. Die Frau kommt in ein Krankenhaus. Medienberichten zufolge verweigert der Deutsche die Aussage.

Barcelona - Fußballstar Lionel Messi bricht in Tränen aus bei der Pressekonferenz, bei der er seinen Weggang von Barcelona nach 23 Jahren und 35 Titeln bekannt geben muss. Der argentinische Superstar wird für Paris Saint Germain (PSG) auflaufen.

Madrid - Auch in Spanien brechen immer mehr Waldbrände aus. Allein in der Region Valencia sind drei Brände aktiv, in Palma de Gandía, in Chiva und Rafelguaraf. Letzterer hat über 200 Hektar Wald- und Buschland vernichtet. 170 Personen müssen vorübergehend ihre Häuser verlassen. Derweil gilt der Brand in La Línea in der andalusischen Provinz Cádiz als kontrolliert.

Tous - Die valencianische Gemeinde Tous schreibt als erste überhaupt eine Stelle im örtlichen Kindergarten aus, bei der die Impfung gegen Covid-19 im Stellengesuch als Profilwunsch aufgeführt ist. Dies versteht Bürgermeister Juan Ramon Baguena nicht als ein Ausschlusskriterium, aber bei der Auswahl der Person spiele die Gesundheit der Kinder eine Rolle. Die Stellenausschreibung passt zu den Forderungen, die aus immer mehr spanischen Seniorenresidenzen erklingt: die nach einer Impfpflicht für das Pflegepersonals. Allerdings verfügt 90 bis 97 Prozent des Pflegepersonals je nach Region bereits über die Schutzimpfung gegen Covid-19.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Samstag, 7. August

El Tiemblo – Die Feuerwehr grenzt den am Freitag ausgebrochenen Waldbrand von El Tiemblo in der Provinz Ávila ein. Ersten Angaben zu Folge sind 900 Hektar Berglandschaft abgebrannt. Zu Land und zu Luft gelingt es den rund 500 Brandbekämpfern – darunter Einheiten der militärischen Katastrophenschutzes UME -, das Voranschreiten des Brandes rund 2,5 Kilometer vor Cebrero zu stoppen, sodass keine Ortschaft evakuiert werden muss. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Cuenca – Mit einem Auto-Konvoy demonstriert die Bürgerinitiative Pueblos por el Tren für die Wiederinbetriebnahme und Modernisierung der Zugverbindung von Cuenca nach Utiel in der Region Valencia. Die Verbindung wurde im Winter wegen des Unwetters Filomena gesperrt, seit sieben Monaten fährt dort keine Regionalbahn mehr. Die Demonstranten betonen die wichtige Rolle der Bahn für die Entwicklung der ländlichen und von der Landflucht betroffenen Regionen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Freitag, 6. August

Madrid – Der Immobilienmarkt zieht stark an. Im Juni sind 73,5 mehr Immobilien gekauft und verkauft worden als im Juni 2020 und sogar 18 Prozent mehr als im Juni 2019, also vor der Coronavirus-Pandemie. Laut Nationalen Amt für Statistik wurden im Juni 48.201 Wohnungen in den Grundbuchämtern erfasst, 100.204 Haus- und Wohnungsverkäufe und 193.000 Transaktionen von Immobilien aller Art registriert.

Murcia – Die Polizei fasst in Murcia einen Neonazi, den sie für den Brandanschlag auf das Partei-Lokal von Unidas Podemos in Cartagena im April verantwortlich macht. Bei der Wohnungsdurchsuchung konfisziert die Polizei Messer mit Naziemblemen, andere Schlag-Waffen und Propagandamaterial.

Zaragoza – Die Polizei nimmt drei Mitglieder einer lateinamerikanischen Jugendkriminalbande namens Dominican Don’t Play in Zaragoza fest, die an einer Gruppenvergewaltigung mit drei weiteren, bereits inhaftierten Bandenmitgliedern teilgenommen haben sollen. Die Bande soll ihr Opfer entführt, unter Drogen gesetzt und sich zwei Tage an ihr vergangen haben. Die Festnahme erfolgte nach der Auswertung der Mobiltelefone der bereits verhafteten Anführer der Bande.

Dajla – Die Hilfsorganisation Caminando Fronteras Helena Maleno meldet 42 nordafrikanische Flüchtlinge als vermisst. Die Nordafrikaner machten sich am Dienstag in einem Holzboot auf den Weg zu den Kanarischen Inseln. Das Boot kenterte vor der Küste der Westsahara, als es von einer großen Welle erfasst wurde. Zehn Menschen konnten gerettet werden, 30 Frauen, acht Kinder und vier Männer sind nach Angaben der Hilfsorganisation ertrunken. Derweil kann die Seenotrettung acht Seemeilen vor den Kanaren ein Flüchtlingsboot mir 63 Personen bergen, an Bord befinden sich elf Babys.

Barcelona - Für die Trennung vom Spitzenfußballer Lionel Messi macht der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, die frühere Führung des Topvereins verantwortlich. „Wir haben ein furchtbares Erbe angetreten“, sagt Laporta. Die finanzielle Lage des Clubs sei so schlecht, dass man bei einer Weiterverpflichtung von Messi nicht die Vorgaben der spanischen Profiliga hätte erfüllen können.

Madrid - Das Wetterinstitut Aemet warnt vor hohen Temperaturen bis zu 38 Grad. Die Agencia Estatal de Meteorología (AEMET) verhängt die Warnstufe Gelb für die Provinzen Valencia und Alicante und damit auch für die Costa Blanca. In zehn spanischen Provinzen soll das Wetter richtig heißt werden, darunter auch Málaga, Granada, Murcia, Albacete und Cuenca. Mit über 40 Grad rechnet man in der Gegend um Murcia und in der Vega del Segura, dort soll es sehr heiß werden und es gilt die Warnstufe Orange. Hohe Temperaturen werden auch in den kommenden Tagen erwartet

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurz-Nachrichten vom Donnerstag, 5. August

Madrid - Die Polizei fasst einen hohen italienischen Mafia-Boss. Der Chef der Ndrangheta sei nach monatelangen Ermittlungen in Madrid festgenommen worden, teilt die Polizei mit. Bei  Domenico Paviglianiti handle sich um einen der meistgesuchten Verbrecher Italiens, der zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Paviglianiti war für Mafia-Geschäfte im Norden Italiens und in Südamerika zuständig. Die italienischen Medien bezeichneten ihn als „Boss der Bosse“, er soll in den 1980er und 1990er Jahren Morde begangen und unter anderem Drogen im großen Stil geschmuggelt haben. Er war 1996 bereits einmal in Spanien festgenommen und drei Jahre später nach Italien ausgeliefert worden, wo er zu lebenslanger Haft verurteilt worden war .Durch seine Anwälte konnte der Mafioso zwar vorzeitig nach 20 Jahren freikommen, aber ein italienisches Gericht widerrief die frühzeitige Entlassung 2019. Daraufhin wurde erneut ein internationaler Haftbefehl ausgestellt.

Barcelona -  Lionel Messi spielt nicht mehr für den FC Barcelona. Der 34 Jahre alte Fußball-Superstar - seit dem 1. Juli bereits vereinslos - wird keinen neuen Vertrag bei seinem Herzensclub unterschreiben. Die Vertragsverhandlungen scheitern praktisch in letzter Minute. Was vor rund 21 Jahren mit einer Unterschrift angeblich auf einer Serviette begann und unter anderem zu 35 gemeinsamen Titeln führte, endet - was seinesgleichen im Sport sucht - mit einer achtzeiligen Presseerklärung. Neben insgesamt 35 Titeln mit dem FC Barcelona trug sich Messi als bester Torschütze mit 672 Treffern in der 121-jährigen Geschichte des Clubs ein. 778 Spiele bestritt er für den FC Barcelona, der ihn 2000 als 13-Jährigen aus Rosario in Argentinien geholt hatte.  

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