Menschen sitzen spät abends auf der Terrasse einer Bar in Spanien.
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Spanien aktuell: Die Nachrichten der Woche kurz zusammengefasst

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  • Stephan Kippes
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  • Judith Finsterbusch
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    Marco Schicker

Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Spanien: Schwerer Motorrad-Unfall in Dénia, nächtliche Ausgangssperren in Marbella und Estepona, Rückschlag bei Entwicklung eines spanischen Impfstoffs gegen Covid-19.

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen die wichtigsten Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen, informieren über die aktuelle Corona-Lage sowie Neuigkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport.

Sonntag, 1. August: Murcia und die Kanaren beginnen mit der Durchimpfung der Altersgruppe von zwölf bis 19 Jahren. Deren Impfung gilt als Voraussetzung, um das Ziel der Herdenimmunität zum Monatsende zu erreichen.

Hagelschauer an der Küsten richten Schäden in Anbaugebieten an

Samstag, 31. Juli: Vielerorts entlang der Küste Valencias kommt es zu kurzen, aber von Hagelschlag begleiteten Unwettern. Die teilweise Eier-großen Hagelköner richten in den Anbaugebieten von Castellón Schäden an. Melonen platzen auf und Zitronen reißen ein..

Schwerer Motorradunfall bei Dénia: Fahrer stürzt auf Las-Marinas-Straße gegen Leitplanke und verliert Arm

Samstag, 31. Juli: Ein schwerer Unfall zwischen Dénia und Els Poblets auf der Las-Marinas-Straße bei Kilometer acht: Ein Motorradfahrer kommt gegen 16.30 Uhr an der Kurve auf der Brücke über dem Fluss Girona von der Fahrbahn ab und stürzt gegen die Leitplanken, deren Pfosten ihm einen Arm abtrennen. Das Motorrad schlittert weiter bis es explodiert. Der Mann, sein Alter wird auf 40 bis 45 Jahre geschätzt, wird mit dem Hubschrauber, der direkt auf der gesperrten Straße landet, ins Krankenhaus transportiert. Medienberichte zufolge ist kurz nach dem Unfall eine Krankenschwester vor Ort, die den verlorenen Arm auf Eis legte mit. Die Las Marina-Straße bleibt an der Unfallstelle bis etwa 18.30 Uhr gesperrt

Coronavirus in Spanien: Nächtliche Ausgangssperren in Estepona und Marbella

Samstag, 31. Juli: Die nächtliche Ausgangssperre von 2 bis 7 Uhr in Marbella und Estepona tritt in Kraft, wo die Inzidenz 1.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus unter 100.000 Einwohnern in einem Zeitraum von 14 Tagen übersteigt. Das Oberlandesgericht in Andalusien genehmigt die Maßnahme der Landesregierung, da die Intensivstationen der örtlichen Krankenhäuser als ausgelastet gelten. Anders in Kantabrien. Dort gibt das Gericht dem Einspruch des Verbands des Gastgewerbes statt und hebt die Schließung der Innenbereich von Bars und Restaurants in 19 Kommunen auf, die aufgrund der starken Ausbreitung des Coronavirus die dritte Warnstufe erreicht haben. Auch in Asturien stoppt das Gericht die beantragte nächtliche Ausgangssperre in acht Bezirken mit starker Ausbreitung des Coronavirus. Derweil erreichen in Galicien sieben große Städte die dritte Warnstufe, ab der Nachtlokale ihre Innenräume schließen müssen und keine soziale Treffen von 1 bis 6 Uhr stattfinden dürfen. Ferner verlangt Galicien als erste Region in Spanien von seinen Bürger ein Impfzertifikat oder einen Testnachweis, um die Innenräume von Gastronomielokalen betreten zu können. Ähnliche Maßnahmen scheiterten in Kantabrien und auf den Kanarischen Inseln an den Gerichten.

Coronavirus Spanien: Rückschlag bei der Entwicklung eines spanischen Impfstoffs gegen Covid-19

Samstag, 31. Juli: Die Entwicklung eines spanischen Impfstoffs gegen Covid-19 erleidet einen Rückschlag. Die spanische Agentur für Medikamente erteilt vorerst keine Genehmigung für die erste Testphase mit Freiwilligen. Daher verschiebt das spanische Institut für Biotechnologie CSIC diese für August angesetzte Testphase. Eine offizielle Stellungnahme liegt nicht vor, spanische Tageszeitungen, darunter “El País” und “El Periódico”, verweisen auf Lungenerkrankungen bei einem Versuchstier.

Spaniens Wirtschaft gewinnt kräftig an Fahrt

Freitag, 30. Juli: Die spanische Wirtschaft läßt den schwachen Jahresauftakt hinter sich und nimmt im Frühjahr unerwartet stark Fahrt auf. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen, teilt die Statistikbehörde INE mit. Volkswirte hatten in den Monaten April bis Juni im Schnitt mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gerechnet, aber nur um 2,1 Prozent. Das Wachstum fiel ungewöhnlich stark aus, weil die Konjunktur im Frühjahr 2020 mit Beginn der Corona-Krise drastisch eingebrochen war. In den Monaten April bis Juni hat vor allem der Konsum privater Haushalte die spanische Konjunktur angetrieben. Von den Lockerung der Corona-Maßnahmen konnte vor allem der Bereich Dienstleistungen profitieren und wieder an Stärke gewinnen.

Gericht hebt Immunität von Separatistenführer Puigdemont auf

Freitag, 30. Juli: Das EU-Gericht in Luxemburg hebt die parlamentarische Immunität des ehemaligen katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont und zwei seiner Mitstreiter auf. Allerdings gilt eine Festnahmen der drei Europarlamentarier in den Ländern, in denen sie sich aufhalten, als „hypothetisch“. Puigdemont und sein ehemaliger Gesundheitsminister Comín gingen nach dem Unabhängigkeitsprozess im Oktober 2017 nach Belgien ins Exil, um der Strafverfolgung in Spanien zu entgehen. Kataloniens Ex-Bildungsministerin Ponsatí floh nach Schottland. 2019 wurden alle drei ins EU-Parlament gewählt. Spanien bemüht sich seit Jahren vergeblich um ihre Auslieferung.

Spaniens Ministerpräsidenten tagen in Salamanca: Sánchez kündigt 3,4 Millionen neue Impfstoffe an

Freitag, 30. Juli:  Regierungschef Pedro Sánchez und die Ministerpräsidenten der spanischen Regionen kommen zu einer Konferenz in Salamanca zusammen. Von den Balkonen der Plaza Mayor beobachten Schaulustige, wie die Ministerpräsidenten die aktuelle Corona-Lage, die wirtschaftliche Erholung, die Verteilung der europäischen Fonds zur Bekämpfung der Landflucht besprechen.  Ministerpräsident Pedro Sánchez reagiert auch auf die Klagen der Regionen über den Mangel an Impfstoffen mit 3,4 Millionen zusätzlichen Pfizer-Vakzinen, die Gesundheitsministerin Carolina Darias im Auftrag der Regierung am Donnerstag erwarb. Damit will Spanien das Ziel der Herdenimmunität erreichen und bis Ende August 70 Prozent der Bevölkerung mittels Impfung gegen eine schwere Erkrankung mit Covid-19 geschützt haben.

Die Ministerpräsidenten der spanischen Regionen tagen in Salamanca und besprechen aktuelle Probleme.

Spionageaffäre in Spanien: Ex-Innenminister muss auf die Anklagebank

Donnerstag, 29. Juli: Der frühere spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz muss in einer großen Korruptions- und Spionageaffäre auf die Anklagebank. Der Untersuchungsrichter Manuel García-Castellón schlägt zum Abschluss seiner Ermittlungen die Einleitung eines Prozesses gegen den 71-Jährigen und zehn weitere Personen vor. Fernández Díaz war zwischen 2011 und 2016 Innenminister des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und soll er mit Hilfe von Parteikollegen und führenden Polizeibeamten den ehemaligen PP-Schatzmeister Luis Bárcenas ausspioniert und belastendes Material von ihm gestohlen haben. In der Affäre „Kitchen“ wird ihm unter anderem Amtspflichtverletzung, Geheimnisverrat, Veruntreuung, Bestechung und unerlaubte Einflussnahme vorgeworfen. Bárcenas ist die Schlüsselfigur in einem großen Prozess um Korruptionsvorwürfe gegen die PP, der im Februar aufgenommen wurde. Es geht vor allem um die mutmaßlich illegale Finanzierung des Umbaus der PP-Zentrale in Madrid.

Regierung dehnt Schutz von Sozialfällen vor Zwangsräumungen bis 31. Oktober aus

Donnerstag, 29. Juli: Die Regierung verlängert alle Schutzmaßnahmen gegen von sozialer Not und Ausgrenzung bedrohter Kollektive vor der Coronavirus-Krise bis 31. Oktober. Bis dahin werden Zwangsräumungen ausgesetzt, Mietverhältnisse verlängert und darf Grundversorgung mit Strom und Wasser nicht wegen Nichtzahlung abgestellt werden.

Strafverfahren wegen Völkermord gegen Polisario-Chef eingestellt

Donnerstag, 29. Juli: Ein spanischer Richter stellt ein Strafverfahren wegen Völkermordes gegen den Chef der Unabhängigkeitsbewegung Polisario für Westsahara, Brahim Ghali, ein. Die Menschenrechtler hatten Ghali vorgeworfen, für Völkermord, Terrorismus und Folter in den Jahren 1975 bis 1990 verantwortlich zu sein. Die Vorwürfe seien nicht hinreichend belegt und die möglichen Taten verjährt, teilt das Gericht mit. Der 71-Jährige Ghali war von Mitte April bis Anfang Juni für eine Corona-Behandlung in Spanien, hatte aber dann wieder ausreisen können, was zu Spannungen zwischen Marokko und Spanien führte.

Volkspartei in Ceuta erklärt Vox-Chef Abascal zur unerwünschten Person

Mittwoch, 28. Juli: Das Landtag von Ceuta hat den Parteiführer der rechtspopulistischen Vox, Santiago Abascal, zur unerwünschten Person erklärt. Dessen Äußerungen über Araber missfielen der nordafrikanischen Exklave. Die PP enthielt sich, Vox hat daraufhin die Beziehungen zu PP auf Eis gelegt.

Vermisster deutscher Wanderer auf Mallorca tot gefunden

Mittwoch, 28. Juli: Ein seit mehr als einer Woche auf Mallorca vermisster deutscher Urlauber wird in einem Wandergebiet im Norden Mallorcas tot gefunden. Das bestätigte die Polizei. Der 63-Jährige aus Oberfranken brach am Dienstag vergangener Woche alleine zu einer Wanderung auf. Als er nicht zurückkehrte, alarmierten die Angehörigen die Polizei. Der Mietwagen des Mannes wurde am Samstag auf einem Parkplatz auf der Halbinsel La Victòria gefunden. Seither suchte die Bergrettung mit Unterstützung einer Hundestaffel und eines Hubschraubers nach dem Deutschen. Am Mittwochmorgen fand ein Spürhund dann die Leiche des Mannes. Eine Autopsie soll die Todesursache klären.

Spanien ist Hochinzidenzgebiet: Einige Urlauber müssen in Quarantäne

Dienstag, 27. Juli: Ab dem heutigen Dienstag, 27. Juli, ist ganz Spanien wieder als Hochinzidenzgebiet ausgewiesen. Nicht geimpfte oder genesene Reisende müssen somit nach ihrer Rückkehr in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise durch einen negativen Test beendet werden.

Spanien bringt Schwung in den Arbeitsmarkt: 30.455 Stellen im Öffentlichen Dienst

Dienstag, 27. Juli: Die Regierung verstärkt den Öffentlichen Dienst mit 30.455 neuen Planstellen – so viele wie noch nie zuvor. Damit sollen die Staatsverwaltung modernisiert, aber Polizei, Militär und Gefängnisverwaltung verstärkt werden.

Polizeioperation Haschischhändler: 77 Helfer von „Haschisch-Messi“ festgenommen

Dienstag, 27. Juli: Die Polizei versetzt einer der größten Haschischhändlerbanden Europas einen schweren Schlag. Bei Aktionen gegen die von Marokko aus geführte Organisation werden im Landkreis Campo de Gibraltar in der Region Andalusien 77 Menschen festgenommen, teilt die Nationalpolizei mit. Bei zahlreichen Durchsuchungen von Häusern, Wohnungen und Lagerstätten werden acht Tonnen Haschisch, zwei Schusswaffen, 15 000 Euro Bargeld sowie 22 als gestohlen gemeldete Fahrzeuge sichergestellt. Es sei bereits der vierte Schlag gegen die Organisation in den vergangenen Jahren. Der Chef der Bande, der in Anlehnung an den argentinischen Fußball-Superstar Lionel Messi auch von den Behörden „Haschisch-Messi“ genannt wird, sei aber weiterhin flüchtig.

Olympische Spiele: Dritte Medaille für Spanien

Dienstag, 27. Juli: Maialen Chorraut hat am Dienstagmorgen bei den Olympischen Spielen Silber im Kanuslalom für Spanien geholt. Im Finale setzte sich Ricarda Funk durch, sie holte die erste Goldmedaille für Deutschland. Für Spanien ist es die dritte Medaille in Tokio.

Wetter-Warnung für Teile Spaniens: Auf Hitze folgen Gewitter

Montag, 26. Juli: Nach der Hitze der letzten Tage kündigen die Wetter-Experten für Teile Spaniens nun Gewitter und Starkregen an. Die Wetter-Agentur Aemet hat für den heutigen Montag Unwetterwarnungen herausgegeben, auch für die Costa Blanca und die Regionen Murcia und Andalusien.

Spanien und Olympia: Golfer Jon Rahm muss absagen

Aus der Traum von Olympia: Spaniens Golfer Jon Rahm wurde positiv auf Corona getestet.

Sonntag, 25. Juli: Tokio- Der Golfspieler und Weltranglistenerste Jon Rahm wird abermals positiv auf das Coronavirus getestet und kann nicht für Spanien an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Die spanische Medaillenhoffnung war bereits im Juni positiv auf Corona getestet worden und wurde anschließend mit Janssen gegen Covid-19 geimpft.

Madrid ist Weltkulturerbe: Unesco würdigt historisches Stadtbild

Sonntag, 25. Juli: Madrid - Die Unesco erklärt das historische Stadtbild von Madrid zum Weltkulturerbe. Die Würdigung schließt den Stadtpark Retiro und den Paseo del Prado ein. Es ist das 49. Weltkulturerbe in Spanien.

Tödliches Unglück: Spanischer Nachwuchs-Motorradfahrer Millán gestorben

Sonntag, 25. Juli: Zaragoza - Der erst 14 Jahre alte Nachwuchs-Motorradfahrer Hugo Millán verunglückt beim Rennen zum European Talent Cup im spanischen Aragón bei einem Unfall tödlich. Der Spanier, der als großes Talent galt, stürzt 13 Runden vor Rennende mit seiner Honda NSF 250R in einer großen Gruppe. Beim Versuch, die Strecke zu verlassen, kann ihm der mit zahlreichen anderen Piloten folgende Pole Oleg Pawelec nicht ausweichen und überfährt Millán mit voller Wucht. Millán wird mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Zaragoza geflogen, wo die Ärzte ihn aber nicht retten konnten.

Waldbrand in Katalonien: 1.200 Hektar im Norden von Spanien zerstört

In Katalonien wütet ein heftiger Waldbrand.

Samstag, 24. Juli: Anoia – Der schlimmste Waldbrand der vergangenen beiden Jahre in Katalonien zerstört 1.200 Hektar Waldfläche zwischen Conca de Barberà y el Anoia. Die Flammen breiten sich seit Samstag weiter von Santa Coloma de Queralt in der Provinz Tarragona aus und steuern auf die Umgebung von Sant Martí de Tous zu. Die Feuerwehr veranlasste bereits 168 Anwohner von Landhäusern, das Gefahrengebiet zu verlassen.

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