Studenten protestieren gegen die Hochschulreform
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Die Proteste in Spanien nehmen zu. Metallarbeiter, Landwirte, Studenten und Polizisten protestieren.

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Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in dieser Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick.

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Dienstag, 23. November

Madrid – Rabattaktion für den neuen Hochgeschwindigkeitszug AVE nach Galicien. Die Eisenbahngesellschaft Renfe wirft 250.000 Tickets für je 15 Euro auf den Markt, die ab 21. Dezember und bis 12. September 2022 genutzt werden können. Die neue Strecke von Madrid nach Ourense legt der AVE ab 21. Dezember in zweieinviertel Stunden zurück. Bis nach Vigo braucht man dann vier Stunden und von Madrid nach Santiago de Compostela muss der Reisende drei Stunden und 20 Minuten einplanen. Der AVE reduziert die Fahrzeiten nach Galicien erheblich, zu den meisten Zielen um über eine Stunde. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 22. November

Bilbao - Der oberste Gerichtshof des Baskenlandes lehnt eine 3G-Pflicht für Restaurants und Nachtlokale ab, da die Maßnahme angesichts der hohen Impfquote als unverhältnismäßig gilt. Die Regionalregierung wollte die Vorlage eines Covid-Passes für den Besuch solcher Lokale anordnen, weil die 14-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der nordspanischen Region mittlerweile bei 286,38 liegt. Das ist nach Navarra mit 373,56 die höchste in Spanien, Regionen wie Andalusien liegen bei 70,28, Valencia bei 133,15 und Murcia bei 133,33. Spanienweit liegt die 14-Tage-Inzidenz bei 132,19. Andere Regionen wie etwa Katalonien, Galicien und die Balearen haben mit Zustimmung ihrer jeweiligen obersten Gerichte bereits 3G-Regeln eingeführt. Valencia wartet noch auf die Zustimmung der Justiz.

La Palma - Auf der Kanareninsel La Palma ordnen die Behörden eine Ausgangssperre für rund 3000 Menschen an. Grund ist die Freisetzung gesundheitsschädlicher Gase beim Kontakt von ausströmender Lava mit Meerwasser. Auf veröffentlichten Bildern war eine riesige weiße Gaswolke zu sehen, die beim Einströmen der Lava in den Atlantik entstand.

Barcelona – Die katalanische Landesregierung hievt den Haushalt mit Hilfe der Linkspartei En Comú Podem über die erste große Hürde. Der Podemos-Ableger von Bürgermeisterin Ada Colau zieht ihren Einspruch gegen den Etatentwurf in seiner Gesamtheit zurück und neutralisiert die Ablehnung der anarchischen Separatisten der CUP. Damit erhält die Einheitsfront der Separatisten aus den Linksrepublikanern der ERC, den konservativ-liberalen Junts und der CUP aber auch einen tiefen Riss. Nun bleibt noch ein Monat bis zur endgültigen Verabschiedung des Haushalts, in dem die ERC die CUP noch umstimmen kann – etwa mit Zugeständnissen an die Kapitalismusgegner. Streitthemen sind nicht nur das geplante Hard-Rock-Café in Tarragona oder die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele, mit denen die Landesregierung liebäugelt. Unüberbrückbar scheinen die Differenzen bei der Forderung der CUP nach einem Referendum für die Unabhängigkeit Kataloniens in diesem Mandat. Realitätsnäher geben sich die Linksalternativen, die Investitionen in die Wohnungspolitik und eine regionale Leitung der Notrufzentralen der 061 der Guardia Civil und der 112 der Rettungsdienste fordern. Ministerpräsident Pere Aragonès wird sich aber kaum nachsagen lassen wollen, nicht alles versucht zu haben, um eine Spaltung der Separatisten zu verhindern.    

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 21. November

Cartagena – Schwere Regenfälle führen in der Nacht vom Samstag auf Sonntag in Cartagena und Umgebung zu Überschwemmungen. Binnen weniger Stunden fallen im Zeitraum von 22 bis 4 Uhr in Cartagena etwa 100 Liter auf den Quadratmeter. Rettungskräfte und die Feuerwehr von Cartagena müssen den Insassen von 23 Fahrzeugen zu Hilfe eilen, die von den Wassermassen erfasst werden, auch eine Polizeipatrouille gerät in Schwierigkeiten. Am Sonntagmorgen sind die Bürger damit beschäftigt, Wasser aus den Innenräumen der Autos zu schaffen und Wohnungen und Straßen von Schlamm und Dreck zu befreien. Bei dem Unwetter knicken auch zwei große Bäume zum Opfer, die auf die Nationalstraße N-301 zwischen La Asomada und Santa Ana.   

Ibiza – Der Freigeist, Philosoph und Professor Antonio Escohotado stirbt im Alter von 80 Jahren auf Ibiza. Der Intellektuelle galt als einer der brillantesten und experimentierfreudigsten Köpfe Spaniens, der in den verschiedensten Bereichen von Astronomie über Wirtschaft bis hin zu Drogen forschte. Sein bekanntestes Werk stammt aus seiner Hippie-Zeit auf Ibiza und heißt übersetzt „Die allgemeine Geschichte der Drogen“.

Lange hat Fernando Alonso auf einen Podiums-Platz in der Formel 1 warten müssen. In Katar wird er dritter Sieger.

Dschidda - Fernando Alonso fährt aufs Treppchen. Nach sieben Jahren Durststrecke fährt Spaniens Formel-1-Ausnahmepilot in Katar in seinem neuen Alpine auf den dritten Platz. Erster wird Lewis Hamilton im Mercedes, zweiter Max Verstappen im Red Bull.  

Madrid – Es wird kalt in Spanien. Laut dem staatliche Wetterdienst Aemet bringt ab Montag eine Dana im Norden Spanien “sehr kalte” Polarluft über die Iberische Halbinsel, die sogar zu Schneefällen in den flachen Regionen, weiteren Regenfällen an der Küste und sinkenden Temperaturen führen kann. In der Region Valencia sinkt die Schneefallgrenze auf 1.200 bis 1.000 Meter, im Inland sogar auf 800. Dort kann es auch nachts zu Frost kommen. Am Montag sollen die Tageshöchsttemperaturen in den Provinzhauptstädten Alicante noch bei 19 Grad sowie in Valencia und Castellón bei 15 liegen, die Tiefsttemperaturen bei 12, 10 und acht Grad. Ab Dienstag sollen die Tiefsttemperaturen auf 9 Grad in Alicante und Valencia, sechs in Castellón sinken.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 20. November

Valencia – Etwa 6.000 Menschen demonstrieren in Valencia, Alicante und Castellón für eine gerechtere Finanzierung der autonomen Regionen in Spanien. Für mehr staatliche Transferleistungen machen sich bei der Demonstration auch die führenden Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgeber und Politik jeder Coleur mit Ausnahme der Rechtspopulisten von Vox stark, darunter Ministerpräsident Ximo Puig. Die seit jeher unterfinanzierte Region Valencia erhält 215 Euro pro Einwohner und Jahr weniger vom Staat als der Durchschnitt und 703 Euro weniger als die bestfinanzierte Region Kantabrien nach Angaben der Stiftung für angewandte Wirtschaftsstudien Fedea. Als Hauptgrund gilt die große Differenz zwischen der Zahl der gemeldeten und der tatsächlichen Einwohner der Region.

La Palma – Der Flugverkehr auf La Palma wird wegen des Ausbruchs des Vulkans und der ausgestoßenen Asche erneut ausgesetzt. Nach Angaben des Flughafens müssen alle 20 Flüge gestrichen werden.

Barcelona – Ein erfolgreiches Debüt beim Derby gelingt Barcelonas neuem Trainer und Club-Idol Xavi Hernández. Mit 1:0 setzt sich der FC Barcelona, derzeit auf Platz sechs der Tabelle, gegen den Stadtrivalen Espanyol Barcelona durch. Zuvor besiegt Titelverteidiger und Tabellenvierter Atlético Madrid den CA Osasuna mit 1:0, und der FC Sevilla kann mit einem Unentschieden vorläufig die Tabellenführung vor der Real Sociedad und Real Madrid übernehmen.

Barcelonas Trainer Xavi Hernández gibt sein Debüt gegen Espanyol.

Madrid – Die Polizei verhaftet den Halter des unfallflüchtigen Fahrzeugs mit dem in den frühen Morgenstunden eine 20-jährige Studentin am Paseo de Juan XXIII in Madrid überfahren und tödlich verletzt worden ist. Die Verhaftung ermöglicht ein vorausgegangener Aufruf der Polizei über Twitter, in dem die Behörden die Bürger um Mithilfe bei der Suche nach einem schwarzen, frontal beschädigten Citroen C2 ersuchen. Noch nicht geklärt ist, ob der Halter auch der Unfallfahrer war.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 19. November

Madrid – Die 14-Tagesinzidenz der Neuinfektionen steigt in Spanien auf 112 Fälle bei 100.000 Einwohnern. Derzeit benötigen 2.398 Covid-Patienten eine stationäre Behandlung, was 1,93 Prozent der zur Verfügung stehenden Kapazitäten in den Krankenhäusern und 5,02 Prozent der der Intensivstationen entspricht. Die Tendenz geht nach oben, bleibt aber weit unter dem Niveau anderer europäischen Länder. Derzeit weisen der Nordosten Spaniens und die Balearen ein hohes Ansteckungsrisiko aus, der Rest des Landes verbleibt im mittleren Feld. Die Regionen Navarra und Aragón sowie das Baskenland – mit extremen Ansteckungsrisiko im Fall Navarra und hohen Ansteckungsrisiko in den anderen beiden Ländern - wollen die Covid-Pass-Pflicht in der Gastronomie, für Feiern und große Veranstaltungen in Innenräumen einführen und Galicien beantragt ihn für Krankenhausbesuche. Bislang vertrauen Experten auf die Impfung und sehen keine Notwendigkeit, die Bewegungs- und Versammlungsfreiheit in Spanien für die Weihnachtsfeiertage einzuschränken. “Mit großer Vorsicht kann man sagen, dass wir uns auf dem Weg befinden, die Pandemie zu überwinden”, sagt der Präsidialminister Félix Bolaños.

Startschuss für den Halbmarathon in Madrid. Trotz steigender Corona-Neuinfektionen gibt es in Spanien bisher kaum Einschränkungen für Großveranstaltungen.

Madrid – Die Börse in Madrid schließt mit dem schlechtesten Ergebnis seit Januar und verliert nach Ansicht von Wirtschaftsexperten hauptsächlich wegen der Covid-19-Restriktionen in Europa 68 Punkte. Verluste verzeichnen vor allem Tourismuskonzerne, Banken und der Textilgigant Inditex. Der Ibex-35 sinkt unter 8.800 Punkte und schließt mit dem Wert 8.753,20.

Ciudad Real – Der Vorsitzende der Volkspartei, Pablo Casado, sichert den Land- und Viehwirte die Unterstützung seiner Partei bei den Protesten zu. “Es kommt der Moment, an dem man auf die Straße gehen und sagen muss, bis hierhin und keinen Schritt weiter.” Der Agrarsektor setzt sich zur Wehr gegen die niedrigen Erzeugerpreise, die in einigen Sektoren unterhalb der Produktionskosten liegen.

Cádiz – Die Metallindustrie und die Werftarbeiter demonstrieren in Cádiz für höhere Löhne. Der Sektor befindet sich seit fünf Tagen in einem unbefristeten Streik, Gewerkschaften und Arbeitgeber können bisher keine Einigung für den Arbeitskonflikt in einer der Schlüsselindustrien der andalusischen Provinz erzielen, in der 20.000 Menschen beschäftigt sind.

Granada -Die Volkspartei in Andalusien hält ihren Parteikongress ab, bei dem der regionale Ministerpräsident Juanma Moreno am Sonntag zum Generalsekretär der Partei wiedergewählt werden soll. Die Konklave wird überschattet von den Spannungen in der Koalition und möglichen Neuwahlen sowie der Kritik der Abgeordneten Cayetana Álvarez de Toledo gegen die Parteiführung und den Disput um die Führung in der Region Madrid.

Der Vulkan auf La Palma ist vor zwei Monaten ausgebrochen. Ein Ende der Vulkanaktivität ist nicht in Sicht.

La Palma – Ministerpräsident Pedro Sánchez bringt bei seinem siebten Besuch auf La Palma vier Millionen Euro für die Instandsetzung der Wasserversorgung mit. Derzeit werden die Anbaugebiete mit Wasser aus installierten Entsalzungsanlagen versorgt, das von Schiffen der Marine aus zu den Plantagen transportiert wird, Ferner will die Regierung Hilfe von der EU aus dem Solidaritätsfonds beantragen. Genau zwei Monate seit Ausbruch des Vulkans auf La Palma am 19. September geraten drei Lavaströme erneut in Bewegung. Aufgrund der ins Meer strömenden Lava hat sich Fläche die Insel bereits um 43 Hektar vergrößert, die derzeit langsam fortschreitenden Lavaströme haben die Physiognomik der Insel komplett verändert, Schluchten, Barrancos und andere Einbrüche zugedeckt, neue Erhebungen aufgeworfen und alles, was in ihrem Weg stand, Straßen, Häuser, Infrastrukturen, Anbaugebiete und Naturlandschaften, plattgewalzt. Mehr als 1.020 Hektar Land und damit etwa 1,4 Prozent der Gesamtfläche der Insel liegen bereits unter der Lava begraben, 2.600 Gebäude sind zerstört. Die Schätzungen für die Schäden belaufen sich bereits auf 900 Millionen Euro. Ein großer Teil der Insel ist von einer Asche-Schicht bedeckt. Rund 7.000 der insgesamt 85.000 Insulaner mussten bereits ihre Wohnungen und Häuser verlassen, etliche haben ihr Heim und ihre Existenzgrundlage verloren und warten noch immer auf staatliche Hilfen. Und ein Ende der Vulkanaktivität ist auch nach 5.100 registrierten Erdbeben nicht in Sicht.

Huelva – Bernardo Montoya wird des Mordes an und der Vergewaltigung sowie der Entführung der 26-jährigen Lehrerin Laura Luelmo in El Campillo bei Huelva im Dezember 2018 von den Geschworenen eines Gericht für schuldig befunden. Damit droht dem Angeklagten die Höchststrafe, die lebenslängliche Haft, die nach 25 Jahren nicht abgegolten ist, sondern überprüft wird.

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