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Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in dieser Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick.

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 15. November

Madrid - Sozialversicherungsminister José Luis Escrivá will den Beitragssatz zur Rentenversicherung jetzt sogar um 0,6 Prozent erhöhen. 0,4 Prozent entfallen auf den Arbeitgeber, 0,2 Prozent auf den Arbeitnehmer. Die Volkspartei spricht von einer Steuer auf Arbeit. Daran zerbricht der soziale Dialog, da die Arbeitnehmer diese Erhöhung der Lohnkosten  nicht mittragen, mit denen der Minister die Einnahmen der Sozialversicherung sichern, um die Renten der Generation „Baby Boom“ der Jahrgänge 1948 bis 1977 finanzieren zu können. Für einen Beschäftigten mit Durchschnittsgehalt steigt der monatliche Rentenbeitrag dann um 11,86 Euro. Er übernimmt davon 3,95 Euro, der Arbeitgeber 7,91 Euro. Gelten sollen die höheren Beträge für einen Zeitraum von zehn Jahren. Mit den Mehreinnahmen soll der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge 1948 bis 1977 finanziert werden. Die Entscheidung für einen höheren Beitragssatz ist Bestandteil des neuen Mechanismus für intergenerationale Gleichheit, der wiederum im Zuge der zweiten Phase der Rentenreform beschlossen werden soll.

Madrid - Auf einem vor Gran Canaria treibenden Flüchtlingsboot werden die Leichen von zwei Menschen gefunden. Das Boot mit insgesamt 42 Menschen an Bord wird rund 180 Kilometer südlich der Kanareninsel. Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei Männer. Vier weitere Menschen werden mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Menschen sollten nach Angaben des Sprechers der Küstenwache zum Hafen von Arguineguin im Süden von Gran Canaria gebracht werden. Das Boot startete in der Stadt Ad-Dakhla in der Westsahara.

Madrid/Lissabon - Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen auch in Spanien und Portugal langsam wieder, wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau als in Deutschland. Die 14-Inzidenz für Spanien steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid am Montag auf gut 82, die 7-Tagesinzidenz auf 48 und in Portugal liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei knapp 100.  In Spanien sind fast 80 Prozent, in Portugal sogar bald 90 Prozent vollständig gegen Corona geimpft.

Hamburg - Der Solar- und Windparkbetreiber Encavis ist in den ersten neun Monaten dank neuer Solarparks in Spanien weiter gewachsen. Diese konnten die witterungsbedingten Rückgänge mehr als ausgleichen. Der Umsatz sei um elf Prozent auf 259 Millionen Euro gestiegen, teilt das im SDax notierte Unternehmen in Hamburg mit. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um rund acht Prozent auf 195 Millionen Euro zu. Der Konzern bestätigt die Prognose für das laufende Jahr und die Ziele bis 2025.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 14. November

Sevilla - Spanien bezwingt Verfolger Schweden dank eines späten Treffers von Alvaro Morata mit 1:0 (0:0). Mit dem Zitter-Sieg qualifiziert sich das Team von Trainer Luis Enrique als Gruppensieger dirket für die Weltmeisterschaft in Katar. Als bester Spieler auf dem Platz wird der 17-jährige Gavi gefeiert.  

Valencia – Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigt auf dem Parteitag der Sozialisten in Valencia an, 660 Millionen Euro in die Schaffung von Kinderkrippenn für Kleinkinder von bis zu drei Jahren investieren zu wollen. Die Regierung will bis 2024 rund 64.000 U-3-Plätze in den Escuelas Infantiles schaffen. Ferner bringt der Regierungschef ein Geschenk für Benidorm mit. Die Tourismusmetropole profiztiert von der Politik der Dezentralisierung, gemäß der neue staatliche Institutionen nicht mehr unbedingt wie bisher üblich in der Hauptstadt Madrid angesiedelt werden. Die sogenannte Inteligente Plattform für Tourismusziele soll Digitalisierung des Tourismussektors in Spanien mittels der Datenverarbeitung vorantreiben. 130 Millionen Euro will die Regierung dafür hernehmen.

Madrid – Die kommunistische Partei Spaniens feiert ihren 100. Geburtstag. Die PCE erlebt derzeit eine Blützezeit, da sie mit der Vizeministerpräsidentin Yolanda García und Verbraucherminister Alberto Garzón gleich zwei Kabinettsmitglieder in ihren Reihen hat – was seit 80 Jahren nicht mehr der Fall war und in keinster Weise die politische Bedeutung der Partido Comunista de España widerspiegelt, die weitgehend in Unidas Podemos aufgeht. Es ist aber eine ehrwürdige Partei, die eine entscheidende Rolle bei der Transición, also dem Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie, gespielt hat. Ihre populärsten Führer wie Santiago Carrillo oder Julio Anguita holten bei Wahlen in den 1980er und 1990er Jahren bis zu 20 Abgeordnete, aktuell sind es fünf.

Kubaner demonstrieren in Madrid für mehr Freiheitsrechte.

Havanna/Madrid - Kurz vor neuen Protesten der Opposition auf Kuba entzieht die sozialistische Regierung allen Journalisten der spanischen Nachrichtenagentur Efe die Akkreditierung. Es sei das erste Mal, dass die Arbeit einer ganzen Nachrichtenagentur auf der Karibik-Insel blockiert wird, schreibt der Efe-Bürochef in Havanna, Atahualpa Amerise, auf Twitter. Für diesen Montag plant die Opposition neue Proteste, obwohl die Regierung solche Kundgebungen verboten hat. Nach Amerises Angaben wurden die fünf Efe-Journalisten am Samstag vom Leiter des Internationalen Pressezentrums vorgeladen. Dann wurde ihnen die Erlaubnis entzogen, auf Kuba als Journalisten zu arbeiten. Offen sei, ob es sich um ein vorübergehendes oder dauerhaftes Verbot handle. Zwei bekamen ihre Akkreditierungen nach Verhandlungen wieder, wie Amerise auf Twitter schrieb. Efe hatte ein Interview mit einem Anführer des für illegal erklärten Oppositionsmarschs veröffentlicht, dem Dramatiker Yunior García Aguilera. Kubanische Sicherheitskräfte umstellen am Sonntag das Haus Garcías, wie der Theaterautor in sozialen Medien mitteilt - kurz bevor er alleine mit weißer Rose in Havanna demonstrieren wollte. Efe-Präsidentin Gabriela Cañas ruft die kubanische Regierung auf, ihre Entscheidung zu „überdenken“. „Die Agentur Efe ist ein objektives und verantwortungsvolles Medium, das seit mehr als 40 Jahren über die Insel berichtet und die Gründe für diese Maßnahme nicht versteht.“

Madrid  - Acht Migranten sterben während der Überfahrt auf einem kleinen offenen Boot von Afrika zu den spanischen Kanareninseln gestorben. Die anderen 54 Bootsinsassen aus Ländern südlich der Sahara können gerettet werden, teilte die Seenotrettung am Sonntag mit. Das Boot wird am späten Samstagabend im Atlantik etwa 75 Kilometer südlich von Gran Canaria von einer französischen Jacht entdeckt, deren Besatzung die Behörden alarmiert. Ein Seenotrettungskreuzer nimmt dann die Überlebenden und die Leichen auf. Drei  Migranten befinden sich in einem so lebensbedrohlichen Zustand, dass sie von einem Hubschrauber abgeholt und in eine Klinik geflogen werden mussen. Von den anderen benötigen weitere neun nach der Ankunft im Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria ärztliche Behandlung. Das Flüchtlingsboot trieb angeblich eine Woche ohne Antrieb auf offener See.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 13. November

La Palma - Der Vulkan auf La Palma fordert erstmals seit dem Ausbruch vor knapp acht Wochen ein Menschenleben. Die Leiche wird im Sperrgebiet im Süden der Kanaren-Insel entdeckt. Der 72-kommt allem Anschein nach ums Leben, als das Dach seines Hauses in Los Llanos de Aridane einbricht. Der Mann hat die Sperrzone am Freitag mit einer Gruppe anderer Anwohner und mit Genehmigung betreten, um Vulkanasche wegzuputzen. Das geschieht meistens unter Aufsicht der Behörden. Die näheren Todesumstände werden noch ermittelt.

Madrid – In mehreren spanischen Großstädten demonstrieren Menschen für eine bessere Altersversorgung. Die Bürger sprechen sich gegen die neue Rentenreform aus, lehnen Privatisierungen ab, fordern eine Mindestrente von 1.80 Euro und nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Inflation eine Kopplung der Rentenbezüge an den Verbraucherpreisindex IPC, die von der Verfassung gedeckt sein soll.

Valencia – Dies könnte der erste große Schritt zu einem Linksbündnis mit großem Potential sein. Die Vizeministerpräsidentin Yolanda García, die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, die stellvertrendende Regionalpräsidentin Valencia. Mónica Oltra, die Sprecherin von Más Madrid, Mónica García und die Politikerin aus Ceuta Fátima Hamed Hossain kommen in Valencia zu einem öffentlichen Akt von Compromís zusammen, um Allianzen für eine neue Politik jenseits von Parteizugehörigkeiten zu knüpfen. “Hier gibt es ein Projekt für dieses Land”, sagt Yolanda García. Die einflussreichste Politikerin von Unidas Podemos, die nicht Mitglied der Linkspartei ist, strickt an einem Bündnis, das politische Kräfte links der PSOE bündelt. Auffallend ist, das einfluchreiche Politikerinnnen von Podemos wie etwa die Ministerinnen Irene Montero und Ione Belarra nicht teilnehmen.

Madrid – Die Fusion von CaixaBank und Bankia ist aus technologischer Sicht vollzogen. Die CaixaBank übernimmt alle Daten von Bankia und ihrer Kunden. Die Operation gilt als die bisher größte technologische Integration im spanischen Finanzwesen.

Madrid – Die 14-Tagesinzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Spanien steigt um vier Punkte auf 71 Fälle unter 100.000 Einwohner. Dies entspricht einem Anstieg von 23 Prozent binnen einer Woche. Damit konsolidiert sich der Anstieg der Neuinfektionen, der allerdings in Spanien weit aus langsamer und schwächer ausfällt als in vielen anderen europäischen Ländern.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 12. November

Madrid – Die Inflation steigt weiter an. Im Oktober sind die Preise um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit wird der höchste Anstieg des Verbraucherpreis-Indexes IPC seit 29 Jahren verzeichnet. Die Preisanstiege bei Strom, Gas und Benzin haben die Verbraucherpreise verteuert.

Madrid – Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, die seit über fünf Jahren mit befristeten Verträgen für eine bestimmte Tätigkeit angestellt sind, sollen ohne ein Staatsexamen in eine Festanstellung überführt werden. Darauf einigen sich die Regierungskoalition unter Führung von Ministerpräsident Pedro Sánchez mit den Linksparteien. Ursprünglich wollten die Sozialisten eine Frist von zehn Jahren festsetzen. Ob es bei der Einigung bleibt ist fraglich. Eigentlich müssen befristete Angestellte nach drei Jahren fest angestellt werden. In Spanien arbeiten viele Sachbearbeiter etwa im Gesundheitswesen seit 20 Jahren und mehr mit befristeten Verträgen, die stets auf ein Neues verlängert werden.

Vor La Gomera wird ein verendeter Pottwal geborgen, der vermutlich von einer Fähre tödlich verletzt wurde.

La Gomera - Vor der Kanaren-Insel La Gomera wird ein in der Mitte zerteilter Pottwal-Kadaver geborgen. Das junge Tier ist mutmaßlich „ein weiteres Opfer der vielen Hochgeschwindigkeitsfähren, welche die Kanarischen Inseln miteinander verbinden“, teilt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte der Organisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) mit. „Es gibt keine andere Erklärung für einen zweigeteilten Wal, als dass er von den scharfen Rümpfen der Fähren erfasst wurde.“

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 11. November

Madrid – Die umstrittene Neubesetzung der Verfassungsorgane geht durch das Parlament. Mit den Stimmen der Regierungskoalition aus PSOE und Unidas Podemos und der Volkspartei werden die Kandidaten für die freigewordenen Stellen im Verfassungsgericht und Rechnungshof in ihre Ämter gewählt. Auch auf einen Ombudsmann einigen sich Volkspartei und Regierung.

Brüssel – Die Europäische Kommission schraubt die Wachstumsprognosen für die spanische Wirtschaft in diesem Jahr drastisch nach unten. Statt der erwarteten 6,2 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt 2021 nur 4,6 Prozent wachsen. Die Regierung hält an ihrer Hochrechnung von 6,5 Prozent fest.

Die spanischen Lkw-Fahrer haben einen Streik für die Weihnachtszeit angekündigt.

Madrid – Die Lkw-Fahrer rufen einen Streik vom 20. bis 22. Dezember aus und setzen die Regierung wegen der ansteigenden Kosten unter Druck. Benzin und Diesel sind im Vergleich zum Vorjahr zwischen 32 und 35 Prozent gestiegen, auch die Aussicht auf Mautgebühren bringt die Spediteure auf die Barrikaden. Nun könnten ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit 300.000 Lkw stillstehen. Die Regierung will in Verhandlungen treten, um Versorgungsengpässe abzuwenden.

Madrid – Der in Spanien viel beachtete und stets sehr rührende Werbespot für die Weihnachtslotterie wird vorgestellt. Der in Navarra gedreht Spot zeigt Anwohner, die anonym ihnen wichtige Menschen zu einem Fest einladen und steht unter dem Motto “Teilen wir das Glück, mit den Menschen, die Teil unseres Lebens sind”. In der Weihnachtslotterie werden in 2,4 Milliarden Euro ausgeschüttet.

La Palma – Die Insel La Palma wird vom bisher stärksten Erdbeben seit Ausbruchs des Vulkans vor 54 Tagen erschüttert. Das Beben erreicht die Stärke fünf auf der Richterskala. Die Aktivität des Vulkans und der Lavaausstoß nehmen stark zu. Die zweite Landzunge wächst weiter und schließt sich an die erste Landzunge an, die am 28. September entstanden ist.

Athen - Die spanische Fußball-Nationalmannschaft profitiert vom Ausrutscher Schwedens und macht mit dem 1:0-Sieg über Griechenland einen großen Schritt in Richtung Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Da Schweden beim Comeback von Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic mit 0:2 (0:0) in Georgien verlor, klettert Spanien in der Gruppe B auf den ersten Platz. Die Entscheidung, welche Nation sich direkt qualifizieren wird, fällt am Sonntag.

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