Menschen tanzen in einem Nachtlokal.
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Viele Menschen nutzen das lange Wochenende, um ins Nachtleben einzutauchen. Die niedrige Coronavirus-Infektionsgefahr macht es möglich.

News aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in der Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick. 

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Mittwoch, 13. Oktober

Madrid/Barcelona – Die Nationalpolizei nimmt in Barcelona und Madrid fünf Dschihadisten fest, die offenbar ein Attentat planten. Für vier der Männer wird U-Haft angeordnet, der fünfte kommt in ein Internierungszentrum für Ausländer.

Madrid - Auftakt im mit Spannung erwarteten Prozess gegen José Manuel Villarejo. Der Ex-Polizeikommissar sollt Eliten aus Politik und Wirtschaft bespitzelt und erpresst haben. Linkspolitiker Pablo Iglesias bezeichnete ihn einst als „Kloake des Staats“.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Dienstag, 12. Oktober

Madrid – König Felipe VI. nimmt am Nationalfeiertag wieder eine Militärparade in Madrid ab. Mehr als 2.600 Soldaten mit 215 Fahrzeugen ziehen am König vorbei. Am 12. Oktober, dem „Día de la Hispanidad“, wird an die Ankunft von Christoph Kolumbus in Amerika 1492 und an die gemeinsamen Wurzeln der spanischsprachigen Welt erinnert.

Toledo - Nach dem Skandal um ein heißes Musikvideo, das in der Kathedrale von Toledo gedreht wurde, tritt der Dekan zurück. Er hatte die Dreharbeiten genehmigt und diese Entscheidung nach Veröffentlichung des Videos auch weiterhin gerechtfertigt.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 11. Oktober

La Palma - Wegen der Gefahr giftiger Dämpfe müssen erneut Ausgangssperren an der Nordflanke des Vulkans Cumbre Vieja verhängt werden, die 3.000 Anwohner auf der Kanareninsel La Palma betreffen. In der Nacht vom Sonntag auf Montag wird zudem das bisher heftigste Erdbeben mit einer Stärke von 4,3 auf der Richterskala und in 39 Kilometer Tiefe registriert.

Madrid - Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigt eine Dezentralisierung staatlicher Institutionen an. Der Staat will künftig vor allem bei neu geschaffenen Instituten und Institutionen stärker in den Regionen präsent sein und nicht mehr wie bisher übliche alle institutionelle Macht in Madrid konzentrieren. Die Ministerpräsidentin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, sprach von einer „Enthauptung Madrids“. Die Regierung aber kommt damit den Forderungen der Regionen entgegen, die mehr föderale Strukturen und einen größeren Einfluss fordern.

Basauri - Das Stahlerzeuger Sidenor lässt wegen der hohen Stromkosten bis zum Jahresende an 20 Arbeitstagen die Produktion ruhen. Die Stromkosten seien pro Tonne Stahl um 200 Euro gestiegen und damit die Produktionskosten um 25 Prozent. Die beschlossene Notfallmaßnahme und Kurzarbeit bedeutet einen Einschnitt von 30 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Produktion. Die für Energie und Umwelt zuständige Ministerin Teresa Ribera räumt ein, dass die spanische Industrie derzeit aufgrund der hohen Stromkosten innerhalb der EU Wettbewerbsnachteile habe und die Regierung an bilateralen Verträgen mit den Energiekonzernen für vernünftige und stabile Strompreise arbeite.

Madrid - Kein Lebensmittel soll in Spanien mehr im Müll landen. Das ist der ehrenwerte Wunschgedanke, der hinter dem verabschiedeten Entwurf für Gesetz gegen die Verschwendung von Lebensmittel steht. Damit soll die Lebensmittelindustrie verpflichtet werden, verderbliche Frischwaren, die nicht verkauft werden, entweder Hilfswerken zu spenden. Alternativ dazu, kann Obst auch zur Herstellung von Säften und Marmeladen verwendet werden. Ferner räumt der Gesetzgeber die Möglichkeit ein, die Produkte zur Herstellung von Tierfutter und Brennstoffen zu verwenden. „Kein Lebensmittel ist teurer als das, das im Müll landet“, sagt Landwirtschaftsminister Luis Planas.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 10. Oktober

Mailand - Frankreich gewinnt das Finale der Nations League mit 2:1 (0:0) gegen Spanien. Mikel Oyarzabal bringt de spanische Fußball-Nationalmannschaft in der 64. Spielminute in Führung, doch die Franzosen schlagen schnell zurück. Karim Benzema (66.) erzielt den Ausgleich, ehe Stürmer Kylian Mbappé (80.) der Siegtreffer für das Star-Ensemble von Trainer Didier Deschamps gelingt.

Frankreich gewinnt die Nations League gegen Spanien mit 2:1.

La Palma - Drei Wochen nach Beginn des Vulkanausbruchs besucht Verteidigungsministerin Margarita Robles die Kanareninsel La Palma und würdigt unter anderem die Arbeit der Katastrophenschutzeinheit UME. Robles kündigt an, dass die UME bis zum Ende des Ausbruchs auf La Palma im Einsatz sein wird und die Asche-Schicht von den Dächern der Häuser abtragen wird, um Einstürze zu verhindern. In der Nacht von Samstag und Sonntag ist der Vulkan so laut wie nie zuvor. Viele Bürger in Los Llanos verbringen eine schlaflose Nacht, weil Fenster und Türen ihrer Wohnungen vibrieren. Derweil erreicht einer der Lavaströme Todoque und begräbt einige Häuser unter sich.

Madrid - Am Rande einer großen Straßenparty in Madrid kommt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. 55 Personen werden bei dem Macrobotellón verhaftet. Gewalttätige Gruppen Jugendlicher reißen Verkehrsschilder heraus und richten Sachbeschädigungen an urbanen Mobiliar an.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 9. Oktober

La Palma – Die Fluggesellschaft Binter nimmt den Flugbetrieb von der Kanareninsel La Palma wieder auf. Derweil fließt nach dem Einsturz der Nordflanke des Vulkankegels der neue Lavastrom im Westen der Insel bis zum Meer und begräbt Anbaugebiete und Infrastrukturen unter sich. Experten klären bei Treffen die Anwohner in der Umgebung von Fuencaliente über die aktuelle Situation des Vulkanausbruchs und Evakuierungspläne im Falle unmittelbarer Gefahr auf, die derzeit nicht besteht. Evakuierte Bewohner können kurzfristig in ihre Häuser zurückkehren und Habseligkeiten mitnehmen. Auch hat sich die Luftverschmutzung etwas verbessert. “Wenn ich gestern die Luftqualität als regulär bezeichnet habe, würde ich sie heute als verhältnismäßig gut definieren”, meint Miguel Ángel Morcuende, technischer Leiter des Instituts Pevolca.

Madrid – Ministerpräsident Pedro Sánchez will effizienter psychische Leiden und Krankheiten bekämpfen und kündigt auch mit Hinblick auf die Folgen der Coronavirus-Pandemie einen Gesundheits-Plan gegen psychische Krankheiten und Investitionen von 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2024 an. Sánchez verweist darauf, dass 5,8 Prozent der Bevölkerung unter Angstzuständen leiden und dass bei 13 Prozent der Jugendlichen das Risiko bestehe, eine psychische Störung zu erleiden. Daher führt die Regierung auch eine spezielle psychiatrische Einheit für Kinder und Jugendliche ein. Ferner soll ein Sorgentelefon für suizidgefährdete Menschen eingerichtet werden, das 24 Stunden am Tag operativ sein soll. Selbstmord ist in Spanien die häufigste nicht natürliche Todesursache mit zuletzt erfassten 3,671 Todesfällen im Jahr 2019. Die Ankündigung der spanischen Regierung geht einher mit einer weltweiten Studie, in der Regierungen aufgerufen werden, wegen der Coronavirus-Krise verstärkt gegen psychische Leiden vorzugehen. Laut der im Fachmagazin “The Lancet” veröffentlichten Untersuchung der australischen Universität von Queensland haben im Jahr 2020 die Fälle von schweren depressiven Störungen und Angstzuständen um 28 beziehungsweise 26 Prozent zugenommen. Diese Zunahme wird auf die Coronavirus-Pandemie zurückgeführt.

Madrid – Zahlreiche Haushalte in Spanien haben seit Monaten keine Stromrechnung mehr erhalten, weil einige Stromversorger Schwierigkeiten mit der Umstellung auf das neue Tarifmodell haben. Der Verbraucherschutzbund Facua ruft die spanische Markaufsichtsbehörde auf den Plan, weil viele Haushalte gar keine Kontrolle mehr über ihren Stromverbrauch haben und fürchten, auf einen Schlag für mehrere Monate Strom bezahlen zu müssen. “Hier wird das Recht des Konsumenten auf Information über ihren Verbrauch verletzt”, sagt Facua-Sprecher Rúben Sánchez. Verbraucher können gegenüber ihren Banken Einspruch gegen eine Abbuchung des Gesamtbetrags über mehrere Monate geltend machen und gegenüber dem Stromversorger darauf bestehen, die Rechnung in den Monatsraten entsprechend der Verzögerung nachzuzahlen. Die Stromversorger sprechen von punktuellen Verzögerungen, die nur eine geringe Zahl von Haushalten betreffen.

Valencia – Am valencianischen Landesfeiertag ruft der regionale Mininsterpräsident Ximo Puig zu einer neuen und gerechten Regelung der Finanzierung der autonomen Regionen in Spanien auf. „Wir brauchen eine neue Transición der autonomen Regionen mit neuen Abkommen”, sagt Puig in seiner Ansprache. Dieses Abkommen müsse die regionalen Unterschiede in Spanien stärker berücksichtigen, ohne dabei das Recht auf Gleichberechtigung zu verletzen. Bei dem feierlichen Akt zeichnet Ximo Puig die medizinischen Fachkräfte, die an der Impfkampagne gegen Covid-19 beteiligt sind, mit der “hohen Auszeichnung” der Generalitat Valenciana aus.

Madrid – Altkönig Juan Carlos wird möglicherweise noch dieses Jahr nach Spanien zurückkehren. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Juan Carlos. Der Mitteilung über eine mögliche Rückkehr des sich seit August in den Arabischen Emiraten aufhaltenden Altkönigs geht einher mit Berichten, nach denen die Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofs drei Ermittlungsverfahren gegen Juan Carlos wegen Geldfonds im Ausland und Steuervergehen mangels Indizien für Rechtsverstöße einstellen will. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob Juan Carlos nur einen Besuch oder eine definitive Rückkehr ins Auge fasst und auch nicht, wo er wohnen will.

Madrid – Das Außenministerium plant 200 weitere Menschen aus Afghanistan auszufliegen, die im Dienst der spanischen Streitkräfte in Afghanistan tätig waren. Wie das Außenministerium mitteilt, sollen die Betroffenen in zwei Flugzeugen von einem Nachbarland Afghanistans nach Torrejón de Ardoz bei Madrid gebracht werden. Nähere Details gibt das Außenministerium aus Sicherheitsgründen nicht bekannt. Spanien hat nach der Machtübernahme der Taliban und bis zum 27. August etwa 2.000 Afghanen in zehn Flügen in Sicherheit gebracht.

Mailand - Einen Tag vor dem Finale der Nations League setzen Spaniens Fußballer ein Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs und absolvieren ihr Abschlusstraining im Camp nahe Mailand mit rosa Leibchen. Man wolle damit den Welttag gegen Brustkrebs am 19. Oktober unterstützen, teilt der spanische Fußball-Verband auf seiner Homepage mit und veröffentlicht ein Mannschaftsfoto, auf dem die Spieler und Trainer Enrique die rosa Leibchen tragen. Die Spanier, die sich in Trezzano sul Naviglio auf das Nations-League- Endspiel an diesem Sonntag (20.45 Uhr/ARD/DAZN) gegen Frankreich vorbereiten, gewannen das Halbfinale gegen Europameister Italien mit 2:1.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 8. Oktober

Madrid – Das erste Brückenwochenende seit langem mit einer geringen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus und kaum noch Restriktionen bis auf die Maskenpflicht in Innenräumen sorgt einen Schub bei den Hotelreservierungen. Demnach steigen die Reservierungen um 14 Prozent im Vergleich zum Pilar-Brückenwochenende von 2019.

Madrid – Die Eisenbahner beenden ihren Streik. Damit kann der reguläre Schienenverkehr rechtzeitig zum Brückenwochenende wieder aufgenommen werden.

Die spanischen Eisenbahner beenden ihren Streik.

Valencia/Torrevieja – Der valencianische Landtag verabschiedet die Verordnung mit der die Angestellten des privat betriebenen Gesundheitsbezirks Torrevieja in den Dienst der Generalitat Valenciana gestellt werden. Ab dem 15. Oktober will die Landesregierung das Hospital Torrevieja gänzlich übernehmen, das von dem privaten Betreiber Ribera Salud in deren Auftrag verwaltet wird.

Madrid – Die Justiz leitet Ermittlungen gegen den Direktor des öffentlichen Meinungsforschungsinstituts CIS wegen Amtsmissbrauchs ein. Anstoß zu den Ermittlungen gibt eine Anzeige der rechts-populistischen Partei Vox, die dem Institut Centro de Investigaciónes Sociológicas und seinem Leiter José Félix Tezanos vorwirft, Umfragen manipuliert zu haben, um den Sozialisten bei Wahlen einen Vorteil zu verschaffen.

Madrid - Der nächste Nato-Gipfel wird im kommenden Frühsommer in der Hauptstadt Madrid organisiert. Wie Generalsekretär Jens Stoltenberg ankündigt, sollen die Staats- und Regierungschefs der 30 Bündnisstaaten bei dem Spitzentreffen am 29. und 30. Juni Entscheidungen zur Umsetzung der Reformagenda „Nato 2030“ treffen. Dabei geht es unter anderem um Pläne zur Erhöhung des Nato-Budgets und zum Ausbau der politischen Konsultationen innerhalb des Bündnisses. Zudem ist die Annahme eines neuen strategischen Konzepts für das Verteidigungsbündnis geplant. „Das strategische Konzept von Madrid wird das neue Sicherheitsumfeld reflektieren (...) und sicherstellen, dass unser Bündnis fit für die Zukunft ist“, erklärt Stoltenberg nach einem Treffen mit dem Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid. Russland handele zunehmend aggressiver und China nutze seine wirtschaftliche und militärische Macht, um andere einzuschüchtern. Hinzu kämen Instabilität und Terrorismusgefahren im Nahen Osten, in Nordafrika und in der Sahelzone.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 7. Oktober

Madrid – Spanien tritt in den Bereich ein, in dem das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus als niedrig eingestuft wird. Die 14-Tagesinzidenz sinkt erstmals seit dem 28. Juli 2020 wieder unter 50 und pendelt sich bei 48,92 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohner ein.

Murcia – Tausende Menschen aus ganz Spanien folgen dem Aufruf von 185 Kollektiven und demonstrieren in Murcia für den Schutz des Mar Menor. Die Demonstranten werfen der Regionalregierung von Murcia und das Wasserwirtschaftsamt des Seguro vor, nichts gegen die Umweltkatastrophe zu unternehmen, unter der das größte Binnenmeer Europas leidet. Sie fordern ein Verbot der Einleitung von Pestiziden und umweltschädlichen Abwässern. Die Organisatoren beziffern die Teilnehmerzahl auf 70.000, über 410.000 Unterschriften für den Schutz des Mar Menor sind gesammelt worden.

Tausende Menschen demonstrieren in Murcia für den Schutz des Mar Menor.

Madrid – Die Regierung schiebt den Kulturbetrieb mit einer Direkthilfen in Höhe von bis zu 400 Euro an, die jungen Menschen zum 18. Lebensjahr erhalten. Diesen Bono Cultural können die jungen Erwachsenen ausgeben, um Bücher zu kaufen oder Kunstausstellungen, Theater oder Musikdarbietungen zu besuchen. Stierkämpfe aber fallen aus dieser Kulturförderung heraus, obwohl die Toros als Kulturgut deklariert sind. „Wir müssen Prioritäten setzen was die Kulturbereiche angeht, denen wir helfen wollen”, sagt Finanzministerin María Jesús Montero. Noch ist nicht entschieden, in welche Sektoren die Gelder des Bono Cultural fließen dürfen. Dass der Stierkampf von vornherein außen vor bleibt, bedauert nicht nur der Sektor. Volkspartei und insbesondere die Rechtspopulisten von Vox sprechen von einer ideologisch geblendeten Kulturförderung, die darauf abzielt, sich die Wahlstimmen der Jungen zu sichern.

Madrid – Die Regierungskoalition aus Sozialisten und Unidas Podemos einigen sich auf den Staatshaushalt. Ministerpräsident Pedro Sánchez und Vize Yolanda Díaz sichern damit die “Regierungsfähigkeit”. Allerdings brauchen die beiden Koalitionspartner noch die Unterstützung der kleineren und regionalen Parteien, darunter die Separatisten ERC aus Katalonien und Bildu aus dem Baskenland. Im Umkehrschluss heißt das, dass weder Vox, noch Ciudadanos noch die PP auch nur daran denken, den Haushalt zu unterstützen.

La Palma - Der Flugverkehr zur Kanareninsel La Palma wird wegen Vulkanasche auf dem Rollfeld für unbestimmte Zeit unterbrochen. Die Betreibergesellschaft Aena stellt den Flughafenbetrieb ein. Damit bleibt Reisenden nur der Seeweg. Die Fähren sind etwa vier Stunden zur Nachbarinsel Teneriffa unterwegs, wo der Flugverkehr normal weiter läuft. Derweil rufen Behörden Menschen in der Nähe des Vulkans auf, wegen des Ascheregens möglichst zuhause zu bleiben und im Freien eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille zu tragen. Die Qualität der Luft verschlechtert sich, da die Windrichtung sich geändert hat und die Aschewolke nicht mehr auf den Atlantik, sondern über die Insel geblasen wird. Ein relativ starkes Erdbeben und ein neuer Lavastrom sorgen zudem für neue Unruhe. Mit einer Stärke von 4,3 gilt der in 35 Kilometer Tiefe registrierte Erdstoß als der heftigste seit dem Vulkanausbruch vor zweieinhalb Wochen. Unterdessen entsteht nach Mitteilung der Regionalbehörden ein Nebenstrom der Lava, die in Mitleidenschaft gezogenen Anbaugebiete gelten aber nicht sehr groß. Plantagenarbeiter und Wissenschaftler müssen allerdings in aller Eile in Sicherheit gebracht werden.

Madrid – Am fünften Streiktag der Eisenbahner kommt es wieder zu Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr, vor allem in Madrid, Katalonien und Valencia. Die Eisenbahngesellschaft Renfe kritisiert erneut, dass die für einen Streikfall vereinbarten Mindestleistungen bei weitem nicht erbracht werden und beziffert die Verluste auf eine Million Euro. In der Region Madrid seien nur 50 Prozent der Züge, in Valencia 75 und in Katalonien 80 Prozent verkehrt, die trotz des Streiks hätten fahren müssen. Von dem Bahnstreik sind bisher vor allem Pendler betroffen. Allerdings könnte sich das wegen des Feiertags “Dia de la Hispanidad” am Dienstag, 12. Oktober ändern. Traditionell nutzen viele Spanier und Wochenende und Feiertag für einen Kurzurlaub.

Die Werke der deutschen Künstlerin Irma Blank sind in Valencia zu sehen.

Valencia – Die Werke der deutschen Künstlerin Irma Blank sind in Valencia im Bombas Gens Centre d‘Art zu sehen. Die Ausstellung «Blank, Irma Blank» wählt Werke der Künstlerin von ihren Anfängen im Jahr 1968 bis zu den jüngsten Arbeiten aus, die unter verschiedenen Gesichtspunkten oder mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstanden sind. Irma Blank hat in ihrem Schaffen stets Bezüge zur Schrift und zum Raum des Buches als Konstante verwendet. Durch unterschiedliche Formen und Konnotationen entwickelt sich ihr gesamtes Werk aus den Beziehungen, die zwischen Schrift, Zeichnung und Malerei entstehen.

Pamplona – Der Anführer der Manada gibt erstmals zu, dass er sein Opfer bei der Gruppenvergewaltigung in Pamplona 2016 vergewaltigt hat. Der inhaftierte José Miguel Prenda entschuldigt sich in einem Schreiben bei dem Opfer, an dem er sich mit vier weiteren rechtskräftig verurteilten Mitgliedern des “Rudels” bei den Sanfermines-Fiestas verging. Das Video der Gruppenvergewaltigung wurde per Whatsapp verbreitet. Die Tat sorgte in Spanien für Entsetzen, stärkte aber das Bewusstsein für Frauenrechte und Gleichberechtigung, beeinflusste das Gesetz zur sexuellen Selbstbestimmung und fand leider auch Nachahmer. Der Brief des Prenda dagegen stößt auf keinen großen Widerhall, zumal der zu mehr als 15 Jahren verurteilte Manada-Häuptling nicht nur seine Reue zum Ausdruck bringt, sondern auch seine Hoffnung auf Strafminderung.

Madrid – Spanien genießt im Ausland wieder einen besseren Ruf als im Inland. Dies ermittelt das Real Instituto Elcano in der jährlichen Ländervergleichsstudio in Zusammenarbeit mit der Rep Track Compania. Dieser Mangel an Selbstbewusstsein führen die Sozialforscher auf die Coronavirus-Krise zurück. Unter G-8 Ländern zählt Kanada mit 79 von 100 möglichen Punkten als das Land, das den besten Ruf unter 24.000 befragten Menschen aus 24 Ländern genießt, gefolgt von Australien, Norwegen, der Schweiz und Schweden. Mit dem 14. Rang und 73,1 Punkten steht Spanien nicht schlecht da, noch vor Italien, Portugal, Deutschland, Frankreich und England. Spanien punktet sowohl als Reiseziel als auch als Wohnort, muss aber Federn lassen als Arbeitsort und gilt als kein gutes Land, um zu investieren und Geschäfte zu machen. Die Befragten schätzen die Spanier selbst und ihre Freundlichkeit hoch ein, ebenso wie die Lebensart, die Natur und Freizeitangebote. Schwachstellen machen die Befragten in den Institutionen, im Bildungswesen und in den Bereichen Technologie und Innovation aus. Die Spanier selbst schätzen sich kritischer ein und geben sich nur 71,9 Punkte. Sozialforscherin Carmen González Enríquez vom Instituto Elcano spricht von einem “depressiven Klima” aufgrund der Coronavirus-Krise. In den vorausgegangenen Studien schätzen die Spanier sich selbst und ihrer Land besser ein als die Ausländer.

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