Umarmungen und Begrüßungen an Flughafen von Madrid.
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Herbstferien haben angefangen. Endlich ermöglicht es die gute Corona-Situation wieder, Angehörige an spanischen Flughäfen abzuholen und zu umarmen.

News aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in der Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick. 

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Dienstag, 19. Oktober

Madrid – Sechs Opfer des Rapsöl-Skandals drohen im Madrider Prado-Museum, sich umzubringen. Der Opferverein „Seguimos Viviendo“ spricht von einem „Hilfeschrei an die Welt“.

La Palma – 30 Tage nach dem Ausbruch des Vulkans auf La Palma steht der zweite Lavastrom kurz davor, das Meer zu erreichen. Der Lavastrom hat bislang über 1.800 Häuser und 700 Hektar unter sich begraben.

Seit einem Monat spuckt der Vulkan auf La Palma Lava.

Madrid – Der Gesetzesvorstoß der Linkspartei Más País zur Legalisierung von Cannabis scheitert. Die Sozialisten stimmen ins „Nein“ von PP und Vox ein und verhindern, dass Cannabis-Konsum grundsätzlich straffrei bleibt und auf eine Stufe mit Alkohol und Tabak gestellt wird.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 18. Oktober

Madrid - Regierungschef Pedro Sánchez spricht sich für die Abschaffung der sogenannten Unantastbarkeit des Königs aus. „Ich glaube nicht, dass dieser Status für das Staatsoberhaupt nötig ist“, sagt Sánchez und kündigt „eine Debatte zur Aktualisierung der Verfassung“ an. Die Unantastbarkeit sei „in einer nach mehr als 40 Jahren konsolidierten Demokratie“ nicht mehr zeitgemäß, sagte Sánchez. Die spanische Verfassung gewährt dem Monarchen komplette juristische Immunität. Immer mehr Menschen fordern aber die Abschaffung des entsprechenden Artikels 56 - vor allem nach den mutmaßlichen Verfehlungen des im Juni 2014 abgedankten Königs Juan Carlos. Zu den schärfsten Kritikern der Monarchie gehört auch Unidas Podemos, der Juniorpartner der Sozialisten in der Regierungskoalition.

La Palma - Der zweite Lavastrom auf der kanarischen Vulkaninsel La Palma erreicht entgegen ersten Voraussagen am Montag nicht das Meer. Der Strom habe sich deutlich verlangsamt und bewegt sich am Rande des Berges La Laguna im Süden La Palmas nur noch mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Stunde vorwärts. Die 1270 Grad heiße Masse ist noch 160 Meter vom Meer entfernt. Am Sonntag floss der Strom noch mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Stunde Richtung Meeresklippen. Es gilt aber als sicher, dass er früher oder später den Atlantik erreichen und eine neue Landzunge bilden wird. Der Hauptstrom ergießt sich schon seit gut zwei Wochen ins Meer und lässt dort eine neue Landzunge entstehen, die bereits mehr als 36 Hektar groß ist. Darauf passen rund 50 Fußballfelder.

San Sebastian - Zehn Jahre nach dem Ende der ETA unternimmt Koordinator von EH Bildu, Arnaldo Otegi, einen weiteren Schritt hin zu einer Versöhnung „mit den Opfern der Gewalt von ETA“ und zwar just im Palacio de Aiete in San Sebastián, wo das Ende der Gewalt verkündet wurde. „Wir möchten ihnen mitteilen, dass wir ihren Schmerz fühlen und sie wissen lassen, dass dieser niemals hätte verursacht werden dürfen (...). Wir hätten damals früher nach Aiete kommen müssen. Leider kann man die Vergangenheit nicht ungeschehen machen und nichts was wir nun sagen, kann das verursachte Leid ungeschehen machen. Wir sind aber überzeugt, dass es möglich ist, das Leid zu linden, mit Gedenken und Respekt. Wir bedauern zutiefst ihr Leid und wir nehmen uns vor, es zu lindern“, sagte Otegi. Die Worte Otegis werden kontrovers aufgenommen. Konservative Opferverbände, die Volkspartei, Ciudadanos und Vox kritisieren, dass die Gewalt von ETA nicht explizit verurteilt wird, im Baskenland immer noch ETA-Terroristen gedacht wird und sie vermissen ein Schuldeingeständnis. Die Rechtspopulisten von Vox verweisen auf angeblich 300 Mordfälle der ETA, die noch immer nicht aufgeklärt seien und fordern die Separatisten auf, die Justiz dabei endlich zu unterstützen. Die linken Parteien werten Otegi Worte als einen Schritt hin zu einer Aussöhnung im Baskenland, zumal sich die radikalen Linksseparatisten erstmals explizit das Leid der Opfer der ETA ansprechen.

Zehn Jahre ETA-Ende: Unter der Regierung Zapatero wuchs der Widerstand gegen die ETA-Gewalt im Baskenland langsam.

Valencia - Einen Tag nach dem 40. Kongress der PSOE präsentieren die Sozialisten ihre neue Exekutive, die aus 42 Mitgliedern besteht. Vorne dran steht ein Dreigestirn aus Cristina Narbona, die Präsidentin der Sozialistischen Arbeiterpartei, Pedro Sánchez, Generalsekretär und Ministerpräsident von Spanien und Adriana Lastra, neue stellvertretende Generalsekretärin. Die Parteiführung verjüngt sich und auch der Frauenanteil nimmt zu. Parteisprecher wird Felipe Secilia.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 17. Oktober

Madrid – Die Abschaffung der Prostitution, tiefgreifende Änderungen in der Arbeitsmarktreform der PP und in dem Gesetz für Bürgersicherheit – auch als Maulkorbgesetz verschrien kündigt Ministerpräsident Pedro Sánchez in der Rede an, mit der er die Klausur der PSOE in Valencia schließt. Sánchez stellt vor allem sozialdemokratische Werte in den Vordergrund, die sich im Mindestlohn, Sterbehilfegesetz, Grundeinkommen und Rentenreform widerspiegeln würden. Nicht ohne Grund streckt die PSOE die Brust heraus, denn Sánchez sitzt nicht nur in Spanien fest im Sattel, auch in Europa spüren die Sozialdemokraten Auftrieb. 

La Palma - Ein zweiter Lavastrom könnte auf der kanarischen Vulkaninsel La Palma am Montag das Meer erreichen und dort eine neue Landzunge bilden. Die 1.270 Grad heiße Masse ist Sonntagnachmittag rund 200 Meter vom Meer entfernt und bewegt sich in Richtung Meeresklippen mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Stunde. Der Hauptstrom ergießt sich schon seit rund zwei Wochen in den Atlantik und lässt dort eine neue Landzunge entstehen, die sich am Sonntag über 36 Hektar erstreckt. Darauf passen rund 50 Fußballfelder. Die Landkarte La Palmas wird neu gezeichnet werden müssen. Der Flughafen der Insel ist nach Angaben des Betreibers Aena am Sonntag zwar weiter betriebsbereit, doch wegen der für Flugzeuge gefährlichen Vulkanasche wird La Palma den zweiten Tag in Folge nicht angeflogen.

Madrid - Eine Wanderschafherde läuft durch die Straßen der Gemeinde Guadarrama. Die Herde, die von der «Asociación Trashumancia y Naturaleza» und der «Asociación Concejo de la Mesta» geführt wird, erreicht die Region Madrid angekommen und soll am 24. Oktober durch das Stadtzentrum der Hauptstadt ziehen. Die Herde hat sich ihren Weg durch Viehwege und Regionalparks gebahnt, mit dem Ziel, zur Erhaltung der Artenvielfalt beizutragen, Ökosysteme zu schützen und die Nachhaltigkeit von Pflanzenarten in ländlichen Gebieten zu erhalten, sowie das Leben der Tiere in dieser Art von Weidehaltung zu verbessern und die Transhumanz zu erhalten. Noch immer spannt sich ein uraltes Netz von Viehtriebwegen über Spanien, einer der caminos reales führt mitten durch Madrid.

Eine Wanderschaftsherde erreicht die Region Madrid und steuert die Hauptstadt an.

Córdoba – Kardinal Marcello Semeraro spricht in der Kathedrale von Córdoba 127 Geistliche, Ordensmitglieder und Angehörige der katholischen Kirche selig, die während des Bürgerkriegs republikanischen Repression zum Opfer fielen. Auch Papst Franziskus bezieht die 127 als Glaubensvorbilder in das Mittagsgebet am Petersplatz ein. „Möge ihre Treue uns allen und insbesondere den verfolgten Christen in der Welt die Kraft geben, mutig Zeugnis vom Evangelium zu geben“, sagte das Kirchenoberhaupt. Während des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 begingen beide Seiten grausame Kriegsverbrechen. Die Republikaner verfolgten Mitglieder der katholischen Kirche, die Fachisten gingen gegen Gewerkschaftler und Kommunisten vor. Vergangenen Freitag nahmen Mitglieder der katalanischen Landesregierung und Separatisten an der traditionellen Blumenniederlegung zum Gedenken an den 81. Jahrestag der Hinrichtung von Lluis Companys teil. Companys war ein ehemaliger katalanischer Regierungspräsident und Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens, den das Franco-Regime am 15 .Oktober 1940 hinrichtete.

Paula Badosa gewinnt das Tennis-Masters von Indian Wells.

Indian Wells - Paula Badosa gewinnt nach mehr als drei Stunden das Finale beim Tennis-Masters in Indian Wells. Die 23-jährige Katalanin bezwingt die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, Viktoria Asarenka aus Belarus, am Sonntag (Ortszeit) 7:6 (7:5), 2:6, 7:6 (7:2). Für die in New York geborene Badosa ist es der größte Erfolg ihrer Karriere, sie hatte zuvor nur das WTA-Turnier in Belgrad im Mai gewonnen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 16. Oktober

Madrid – Tausende Rentner und Bürger demonstrieren in Madrid für das öffentliche Rentensystem und gegen weitere Einschnitte. Ferner fordern sie eine Mindestrente von 1.084 Euro und eine Rechnungsprüfung der Konten der Seguridad Social, um festzustellen, wie viel Geld aus der Rentenkasse für andere Zwecke entnommen wurde. Gewerkschaftler sprechen sich auch gegen die aktuellen sowie gegen die Pläne für die neue Rentenreform aus und lehnen die Arbeitsmarktreform ab. Wieder wird der Rücktritt des Ministers für die Seguridad Social, José Luis Escrivá, gefordert Seine Äußerung, man könne bis zum 75. Lebensjahr arbeiten, hat man ihm noch nicht verziehen.

Cádiz – Die Zahl der Todesopfer nach einem Bootsunglück vor der Südküste Spaniens steigt auf acht nachdem die Küstenwache die Leichen von vier weitere Migranten bergen kann. 17 Menschen gelten noch als vermisst. Das Flüchtlingsboot sank am Donnerstag etwa 70 Kilometer westlich von Kap Trafalgar. Überlebende sprachen von 28 Menschen, die an Bord des Boots waren.

Militärangehörige der UME säubern ein Haus in Las Manchas von der Asche des Vulkans.

La Palma – Der Lavafluss auf der Kanareninsel La Palma hat bis zum heutigen Tag 1.817 Häuser zerstört, 269 mehr als bei der vorausgegangenen Zählung vom Donnerstag. Weiterhin werden mehrere Erdbeben registriert, den Samstag über 40 an der Zahl. Dies gilt als ein Indiz dafür, dass der Ausbruch des Vulkans unvermindert anhält. Der Flughafen auf La Palma bleibt zwar geöffnet, allerdings fallen am Samstag zahlreiche Flüge wegen des hohen Ascheanteils in der Luft aus.

Valencia – Beim Parteitag der PSOE in Valencia demonstrieren die Sozialisten weiterhin Einheit und Geschlossenheit nicht zuletzt durch die Anwesenheit und Reden der beiden sozialistischen Expräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero und Felipe González. Beide hatten in der Vergangenheit zu den innerparteilichen Kritikern von Ministerpräsident Pedro Sánchez gezählt. Neben sozialdemokratischen Idealen und einer Steuerpolitik zugunsten der Mittelklasse will die PSOE sich zum Abschluss der Klausur als “feministisch” und “okologisch” präsentieren.

Valencia – Mitarbeiter des öffentlichen Diensts nutzen den Parteitag der Sozialisten und demonstrieren in Valencia für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Unter den Demonstranten sind auch Feuerwehrleute. In der Kritik stehen vor allem die Stellen, die oft seit Jahren mit befristeten Angestellten besetzt werden, deren Verträge immer wieder verlängert werden. Diese Stellen müssen in Festanstellungen umgewandelt werden, allerdings will die Regierung das über Staatsexamen regeln, womit sie Betroffene, die oft viele Jahre die Tätigkeit ausüben, vor den Kopf stößt.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 15. Oktober

Barcelona - Überraschung beim Planeta-Buchpreis. Der erstmals mit einer Million Euro dotierte “wertvollste” Literaturpreis der Welt geht an Carmen Mola und den historischen Thriller “La bestia” über einen Serienmörder in Madrid in Zeiten der Cholera-Epidemie. Hinter diesem Phänomen der spanisch sprachigen Literatur, dessen Trilogie über die Inspektorin Elena Blanco sich über 400.000 mal verkaufte, steckt gar keine Frau. Das Pseudonym hat bis heute die Identität von drei Männern verborgen, die von König Felipe VI und Königin Letizia im Museo Nacional de Arte de Cataluña in Montjuïc den Buchpreis des renommierten Verlags überreicht bekommen. Carmen Mola sind Jorge Díaz, Agustín Martínez und Antonio Mercero. In deutscher Sprache ist “Er will sie sterben sehen” erschienen.

Molan: Jorge Díaz (r-l), Agustín Martínez und Antonio Mercero, gewinnen den Planeta-Preis. Die drei Schriftsteller schreiben unter dem Pseudonym Carmen Mola.

Valencia – Die PSOE hält ihre 40. Klausur in Valencia. Bei dem dreitägigen Parteitreffen wollen die Sozialisten um den Regierungspräsidenten Pedro Sánchez Einheit und Geschlossenheit demonstrieren – was der PSOE auch gelingen dürfte, denn die turbulenten Episoden wie der interne Machtkampf mit Susana Díaz oder die Furcht, die Sozialisten könnten von Unidas Podemos mit Pablo Iglesias an der Spitze überrollt werden, sind lange vorbei. Neben zahlreichen Ministern, Regionalpräsidenten und Bürgermeistern nimmt auch die neue französische Kandidatin für das Präsidentenamt und Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, am Parteitreffen teil. Am ersten Tag wird der andalusische Parteiführer Juan Espadas beauftragt, in den kommenden Monaten den kleinsten gemeinsamen Nenner unter den spanischen Regionen auszuloten, auf dem ein neues Modell der Länderfinanzierung basieren könnte.

Madrid – Eine Vergleichsstudie über die Tarife für Erdgas der Verbraucherschutzorganisation Facua kommt zu dem Ergebnis, dass die Preise auf dem freien Markt weit über dem staatlich regulierten Tarif liegen. Die Regierung hat für die kommenden sechs Monate die Erhöhungen für den staatlich regulierten Tarif für Erdgas auf 4,4 Prozent beschränkt. “Die Preise auf dem freien Markt liegen 14 bis zu 103 Prozent über denen des regulierten Tarifs”, sagt Rubén Sánchez, Sprecher von Facua.

Zorita de las Canes – Statt Fiesta gibt es Strom: Das Dorf Zorita de las Canes musste wegen der Coronavirus-Pandemie auf seine Fiesta verzichten. Nun können sich die 180 Bürger zwar kein Festbier an der Theke holen, dafür aber die Stromrechnungen an der Rezeption des Rathauses vorlegen. Der Bürgermeister José Andrés Nadador hat entschieden, mit dem Fiesta-Etat von 26.000 Euro rund 90 Prozent der fünf jüngsten Stromrechnungen des Dorfs in der Provinz Guadalajara zu bezahlen. “Die Renten hier sind nicht sehr hoch”, sagt er. Rund 500 Euro “Fiesta-Entschädigung” stehen jedem Bürger zu.

Die Corona-Epidemie ist ein Spanien auf dem Rückzug. Zahlreiche Einschränkungen können gelockert werden.

Madrid – Auf 40,85 gesunken ist die 14-Tagesinzidenz der Neuinfizierten mit dem Coronavirus unter 100.000 Einwohnern in Spanien. Erstmals seit langem sinkt die Auslastung der Intensivstationen in den spanischen Krankenhäusern mit Covid-19 Patienten unter fünf Prozent auf 4,86. Das Krankenhaus San Carlos in Madrid etwa, das in der fünften Welle immer wieder für Schlagzeilen sorgte und bis zu 80 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation versorgen musste, hat nur noch neun Kranke in der UCI, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Madrid – Auf dem Schwarzmarkt blüht nach Angaben des Instituts für Nationale Sicherheit der Verkauf von gefälschten Covid-19-Impfzertifikaten. Die gefälschten Dokumente werden über Gruppen in Online-Diensten wie Telegram für 150 bis 250 Euro gehandelt, die ebenso schnell wie sie entstehen wieder verschwinden. Gezahlt wird in Bitcoins, oftmals wird das gefälschte Dokument nicht einmal ausgestellt. Bei diesen Betrügereien geben die Käufer nicht nur ihre privaten Daten preis, sondern es wird oft auch ein QR-Code generiert, der Betrügern Zugang zu allen Informationen auf dem Handy des Käufers verschaffen kann.

La Palma - Der Lavafluss aus dem Vulkan auf der Kanareninsel La Palma wird heftiger und wesentlich schneller. Das vulkanologische Institut der Kanaren, Involcan, spricht angesichts beeindruckender Videoaufnahmen in einem Tweet von einem „Lava-Tsunami“. Der Geologe José Mangas, Professor an der Universität Las Palmas de Gran Canaria, rückt das schiefe Bild wieder gerade. „In diesem Fall kann nicht von einem Tsunami gesprochen werden, sondern von mehr als 1.200 Grad heißen Lavaströmen, die wegen des steil abfallenden Geländes sehr schnell werden“, sagte er im TV-Sender RTVE. Das Magma laufe nun ohne Hindernisse aus dem Vulkan, bis der Druck nachlasse. Dies könne ein Indiz dafür sein, dass die Lage sich stabilisiere. Derweil erschüttern weiter Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 4,5 die Insel mit rund 85 000 Einwohnern. Seit Beginn des Vulkanausbruchs in der Cumbre Vieja im Süden von La Palma mussten mehr als 7000 Menschen ihre Häuser unterhalb des Vulkans verlassen. Die Auswertung der Daten des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus ergab, dass bisher 1.548 Gebäude von der Lava zerstört und eine Fläche von 700 Hektar von Lava und Asche bedeckt ist. Das entspricht etwa 980 Fußballfeldern.

Cádiz - Vor der Südküste Spaniens werden nach einem Bootsunglück die Leichen von vier Migranten gefunden. Nach Angaben der Küstenwache konnten bei einem Rettungseinsatz, der am Donnerstagabend begann, zwei Männer und eine Frau lebend gerettet werden. Das Flüchtlingsboot sank rund 70 Kilometer westlich von Kap Trafalgar und war nach Angaben der Überlebenden mit 28 Insassen Richtung Spanien aufgebrochen. Nach den 21 Vermissten wurde noch gesucht.

Vigo - Der spanische Zoll stellt auf einer Jacht unter deutscher Flagge im Hafen von Vigo zwei Tonnen Kokain im Wert von etwa 200 Millionen Euro sicher. Das Segelboot sei nach Angaben der Polizei schon vor einer Woche bei den Azoren gestoppt und am Freitag bis in den Hafen von Vigo geschleppt worden.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 14. Oktober

Indian Wells - Angelique Kerber scheitert beim Tennis-Masters in Indian Wells im Viertelfinale an Paula Badosa aus Spanien nach 86 Minuten mit 4:6, 5:7. Badosa trifft im Halbfinale auf die Tunesierin Ons Jabeur.

Yuste – Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit dem Europapreis Karl V. ausgezeichnet. Bei ihrer Rede in den historischen Gemäuern des Klosters Yuste, in dem Karl V. seine letzten Lebensjahre verbrachte, spricht Merkel vor König Felipe VI und Ministerpräsident Pedro Sánchez von Errungenschaften und Herausforderungen der EU.

Madrid - Der Abwehrspieler Lucas Hernández könnte beim FC Bayern München wegen eines möglichen Haftantritts länger ausfallen. Der 25-Jährige muss am 19. Oktober vor dem Strafgericht 32 in Madrid erscheinen. Dort solle Hernández angeben, in welchem Gefängnis seiner Wahl er eine sechsmonatige Haftstrafe spätestens zehn Tage später antreten will. Die Haftstrafe war schon 2019 vom Strafgericht 35 in Madrid verhängt worden. Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit im Februar 2017 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau. Beide wurden damals wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt. Sie versöhnten sich jedoch schnell und verreisten noch während der sechs Monate gemeinsam, berichtete die Sportzeitung „As“. Bei der Rückkehr wurde dieser Verstoß gegen das Kontaktverbot aktenkundig und Hernández später wegen Missachtung der Auflage zu der Haftstrafe verurteilt. In Spanien bleibt ein Kontaktverbot auch dann bestehen, wenn es eine Versöhnung gegeben hat, damit niemand zu einer solchen Aussöhnung genötigt werden kann.

Bayern-Spieler Lucas Hernández hat Probleme mit der Justiz in Spanien.

Weinsberg/Barcelona - Nach den jüngsten Ausbrüchen aus der psychiatrischen Klinik in Weinsberg bei Heilbronn werden zwei der vier flüchtigen Patienten in Barcelona festgenommen worden. Die Polizei habe die 28 und 36 Jahre alten Gesuchten zuvor verdeckt und mit Hilfe der Zielfahndung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg verfolgt und ausfindig gemacht. Das Duo sei auf dem Weg nach Spanien durch mehrere europäische Länder gefahren, bevor es den Behörden ins Netz gegangen sei, teilte Heilbronner Polizei mit.

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