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Der höchste Weihnachtsbaum Europas mit LED-Beleuchtung steht in Sevilla.

News aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in dieser Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft im Überblick.

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 9. Dezember

Madrid - Die Lebenserwartung in Spanien ist vergangenes Jahr um 1,25 Jahre auf 82,33 Jahre gesunken. Zuletzt hat das Institut für Statistik einen so prägnanten Rückfall der Lebenserwartung in der Zeit des Bürgerkriegs ausgemacht. Als Gründe nennt das Institut nicht nur die hohe Zahl der Todesfälle in der Pandemie, sondern auch den starken Geburtenrückgang. Die Bevölkerungszahl in Spanien ging vergangenes Jahr um 150.000 zurück.

Canet del Mar - Wegen des Unterrichts in Spanisch wird ein Kind in der Grundschule Canet del Mar in Katalonien gemobbt. Die Eltern haben Nötigung zur Anzeige gebracht, nachdem sie darauf bestanden haben, dass ihr Kind mindestens 25 Prozent des Unterrichts auf Spanisch vermittelt bekommt. Dabei berufen sich die Eltern auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts von Katalonien. Der Fall schlägt paradoxerweise außerhalb Kataloniens und insbesondere in Madrid hohe Wellen. Justizministerin Pilar Llop kündigt eine Prüfung der Vorfälle ein, die katalanische Landesregierung knurrt, weil die Gerichte angeblich das Zusammenleben in Katalonien stören.

Madrid - Die linke Regierung Spaniens startet mitten im Weihnachtsgeschäft eine Aktion gegen sexistisches Spielzeug gestartet. So werden in den Metropolen Madrid, Barcelona und Sevilla zahlreiche Plakate aufgestellt. In einem Video seines Ministeriums rufen mehrere Spielzeugfiguren kämpferisch zu einem „Streik“ auf, um „Sexismus und Geschlechterrollen endlich ein Ende zu bereiten“. Eine der Figuren sagt: „Selbst wenn wir aus Plastik oder Plüsch bestehen, haben auch wir ein kleines Herz. Es ist an der Zeit, Basta zu sagen.“ Für Sonntag ruft das Ministerium für Verbraucherschutz Eltern und Kinder zu einem Protest gegen Spielzeug auf, das Geschlechterstereotype produziert oder verstärkt. Die Veranstaltung soll um 11 Uhr im Retiro-Park in Madrid beginnen. Minister Alberto Garzón sorgte bereits mit einem Verbot von Süßigkeitenwerbung und einem Aufruf zur Reduzierung des Fleischkonsums für Aufsehen.

Ceuta/Madrid - Fünf Hilfswerke aus der spanischen Exklave Ceuta prangern die Abschiebung zweier unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge nach Marokko an. Die Rückführung durch die Guardia Civil sei „illegal“. Ferner gehörten der 15- und 16-Jährige der Gruppe von zwölf Jugendlichen an, deren Rückführung das Gericht im August aussetzte. Bis zu diesem Richterspruch hatten die Behörden 55 Minderjährige abgeschoben, ohne bei dem Vorgehen dem Protokoll für Rückführungen Folge zu leisten.

Brüssel - Verbraucher in der EU werden weitere zehn Jahre vom Wegfall der Roaming-Gebühren profitieren. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigen sich darauf, die populären Regeln über Juni 2022 hinaus zu verlängern. Die Roaming-Gebühren entfallen seit dem 15. Juni 2017 in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Somit können Verbraucher auf Reisen mit ihrem Handy zu den gleichen Kosten telefonieren, im Internet surfen oder SMS schreiben wie zu Hause. Ein Foto im Familien-Chat vom griechischen Strand zu senden, oder ein Anruf aus Paris bei Freunden in der Heimat birgt also kein Risiko von Mehrkosten. 

Bergamo - Der FC Villarreal erreicht die nächste Runde der Champions League. Der Fußball-Erstligist schlägt am Donnerstagabend im Nachholspiel der Gruppe F Atalanta Bergamo mit 3:2 (0:2). Villarreal wird damit Zweiter hinter Manchester United, während der italienische Erstligist als Dritter im kommenden Jahr in der Europa League spielt. Am Tag zuvor wurde die Partie abgesagt, weil der Schneefall in Bergamo zu stark war.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Mittwoch, 8. Dezember

Ein Kirchturm der Familia Sagrada wird von einem Weihnachtsstern gekrönt.

Barcelona - Auf dem zweithöchsten Turm der Sagrada Familia in Barcelona wird ein riesiger Leuchtstern eingeweiht. Vor Tausenden Menschen auf den Straßen um das Gotteshaus erteilt der Kardinal und Erzbischof von Barcelona, Joan Josep Omella, dem „Stern von Betlehem“ am Mittwochabend nach einer heiligen Messe den Segen. Anschließend wirde das helle Licht im Inneren des zwölfzackigen Sterns aus Stahl und Glas, der fünfeinhalb Tonnen wiegt und von Punkt zu Punkt 7,5 Meter misst, kurz vor 20.00 Uhr in 138 Meter Höhe angezündet. Antoni Gaudí verfolge die Zeremonie „mit Sicherheit vom Himmel aus tief bewegt“, sagt Kardinal Omella bei der Einweihung. Der 1926 von einer Straßenbahn überfahrene katalanische Architekt hatte die römisch-katholische Basilika entworfen. Der 1882 begonnene Bau konnte allerdings bis heute nicht vollendet werden. Nach jüngsten Schätzungen wird die Basilika nicht vor 2030 fertiggebaut sein. Der etwa 1,5 Millionen Euro teure Stern auf dem Turm, der der Jungfrau Maria gewidmet ist, soll tagsüber das Sonnenlicht einfangen und reflektieren. Abends werden Scheinwerfer den Koloss aus Stahl und Glas von innen beleuchten - und so die Skyline von Barcelona „für immer und ewig verändern“ und dazu beitragen, „die große Dunkelheit der Pandemie“ zu beenden, wie Omella erklärt.

Barcelona/Madrid - Bayern kann, Barça muss – so stellt sich die Ausgangslage für das Spiel Barcelona gegen Bayern München am Mittwochabend um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League dar. Die Münchner machen den Katalanen klar, dass sie derzeit auf dem Rasen nicht viel können und schicken sie mit 3:0 in die Europe League. Am Vortag konnten sich Atlético Madrid - wie immer episch - und Real Madrid - wie derzeit üblich spielerisch leicht - qualifizieren. Der Champions-League-K.o. von Barcelona mag den neuen Trainer Xavi Hernández wohl schwer, hätte ihm vom Ergebnis aber höher treffen können. „Es tut weh. Es ist eine harte, sehr traurige Situation“, sagte der 41-Jährige. „Wir müssen versuchen, den Verein wieder dahin zu führen, wo er hingehört.“ Für ihn mag das Europas Spitze und die Champions League sein. Ohne weitere Millionen-Einnahmen in der K.o.-Phase der Königsklasse dürfte das schwer werden, wie Bayern-Coach Julian Nagelsmann anmerkte. Es sei nicht so, über eine Milliarde Euro Schulden im Tagesgeschäft auszublenden.

Bilbao - Das Sturmtief Barra erschwert vielen Kurzurlaubern die Rückreise. Im Norden schneit es, an den Küsten ist es stürmisch. Aufgrund der relativ milden Temperaturen fürchten die Basken die Schneeschmelze und Überschwemmungen. In Bilbao etwa fallen seit 17 Tagen täglich Niederschläge.

Heftige Schneefälle im Norden Spaniens sorgen für Probleme beim Rückreiseverkehr.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Dienstag, 7. Dezember

Madrid – Spanien und Portugal genehmigen die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19. Damit wollen beide Länder die steigenden Infektionszahlen noch vor Weihnachten bremsen.

Brüssel - Die EU-Länder dürfen künftig für bestimmte Dienstleistungen und umweltfreundliche Produkte niedrigere Mehrwertsteuersätze anwenden. Die Finanz- und Wirtschaftsminister der EU einigen sich bei einem Treffen einstimmig auf flexiblere Vorgaben für die Mehrwertsteuer. Laut einer Mitteilung können etwa digitale Dienstleistungen wie ein Internetzugang oder Waren, die zum Klimaschutz beitragen - zum Beispiel Solaranlagen oder Fahrräder - niedriger besteuert werden. Auch Güter zum Schutz der Gesundheit wie Gesichtsmasken fallen unter die neuen Regeln. EU-Länder nutzen bereits niedrigere Mehrwertsteuersätze als den Standardsatz für eine Reihe von Produkten. Diese Liste wurde nun überarbeitet. Güter wie Medikamente oder Lebensmittel, die Grundbedürfnisse abdecken, können künftig ganz von der Mehrwertsteuer ausgenommen werden. Ziel sei vor allem, den Gesundheitssektor, die Digitalisierung und den Wandel zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft voranzubringen, heißt es in der Pressemitteilung.

Madrid - Das durchschnittliche Monats-Bruttogehalt ist im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent gestiegen. Damit erreichte es 2.038,6 Euro. Das ist der höchste Wert seit 2006, als das Nationale Statistikinstitut (INE) mit der Berechnung des Durchschnittsgehalts angefangen hatte. Im vierten Jahr in Folge verzeichnet INE einen Anstieg, nachdem 2016 erstmals nach zehn Jahren ein Rückgang erfasst wurde. 40 Prozent der Gehaltsempfänger (6,44 Millionen) kassierten im vergangenen Jahr zwischen 1.336,6 und 2.295,2 Euro. 30 Prozent (4,8 Millionen) erhielten mindestens 2.295,2 Euro brutto im Monat. Ebenfalls 30 Prozent (4,8 Millionen) hatten ein Gehalt von weniger als 1.336,3 Euro.

Madrid - Die Regierung verabschiedet das Dekret, das die spanischen Autorenrechte in digitalen Medien an die europäischen Richtlinien angepasst. Damit ebnet die Regierung den Weg für den Informationsdienst Google News, der bis dato in Spanien wegen des Urheberrechts verboten ist.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 6. Dezember

Madrid - Die spanische Verfassung feiert ihren 43. Geburtstag. Parlamentspräsidentin Meritxell Batet fordert in ihrer Rede vor dem Eingang des Parlaments Konsens, Staatspakte und Respekt vor den Institutionen.

Zaragoza - Schneefälle im Norden Spaniens begleiten den Auftakt der Skisaison. In den Pyrenäen fällt binnen 24 Stunden ein halber Meter Neuschnee, zahlreiche Straßen vor allem in der Provinz Huesca in Aragón müssen gesperrt werden.

Viele Spanier nutzen die Feiertage für einen Skiurlaub in der Sierra Nevada.

Madrid - Im Streit mit seiner dänischen Ex-Geliebten Corinna zu Sayn-Wittgenstein beruft sich der ehemalige König Juan Carlos I. sich vor einem britischen Zivilgericht auf Immunität. Der nach müssten jegliche Anschuldigungen gegen ihn vor den Obersten Gerichtshof Spaniens gebracht werden. Sayn-Wittgenstein hatte den Ex-Monarchen in London auf Schadenersatz wegen Körperverletzung verklagt. Juan Carlos weist die Anschuldigungen "aufs Schärfste" zurück. In den Gerichtsdokumenten wird geschildert, dass er und Sayn-Wittgenstein zwischen 2004 und 2009 eine "intime Liebesbeziehung" hatten und dass der König sie mit Geschenken überhäufte, selbst nachdem sie sich getrennt hatten. Als Sayn-Wittgenstein sich weigerte, die Beziehung wieder aufleben zu lassen, hätte er ein "Verhaltensmuster" an den Tag gelegt, das "Belästigung gleichkam". Die 57-jährige Klägerin schildert, sie sei bedroht worden, in ihre Immobilien sei eingebrochen worden, und der jetzt in Abu Dhabi lebende ehemalige König habe "die Rückgabe von Geschenken verlangt". Weitere "verdeckte und offene Überwachungsmaßnahmen", sowie "Hausfriedensbruch und kriminelle Beschädigung" ihres Anwesens in England hätten sie in "Angst und Schrecken" versetzt. Es seien Schüsse abgefeuert und Sicherheitskameras am Eingangstor des Anwesens beschädigt worden. Der Anschuldigungen unbenommen argumentieren die Anwälte des spanischen Ex-Staatsoberhaupts, dass das englische Gericht gar nicht für den Fall zuständig sei. Der 83-Jährige stehe dabei "nicht über dem Gesetz" - Juan Carlos sei aber "aufgrund seiner verfassungsmäßigen Stellung (...) nur der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs von Spanien unterworfen". Die Anwälte von Sayn-Wittgenstein erklären hingegen, dass Juan Carlos seinen Status als Staatsoberhaupt aufgegeben habe, als er abdankte, und als solcher keinen Anspruch auf Immunität habe. Ein Urteil in dem Verfahren wird zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.

La Palma - Ein neuer Lavastrom zerstört auf der Vulkaninsel La Palma weitere Häuser. Es handele sich um eine „erhebliche Anzahl“ von Wohnhäusern, zitierte der öffentlich-rechtliche TV-Sender RTVE den Leiter des örtlichen Notfall-Komitees Pevolca, Miguel Ángel Morcuende. Genaue Zahlen nennt er nicht. Die mehr als 1000 Grad heiße Lava speist sich aus einer neuen Erdspalte und fließt am südlichen Rand des bereits 1155 Hektar großen Lavafeldes Richtung Küste im Westen. Die betroffene Gegend ist schon seit längerem evakuiert. Die Erdbebentätigkeit hat etwas nachgelassen. Am Montag werden bis zum Mittag rund 20 leichtere Erdstöße in Tiefen von etwa 14 Kilometern registriert.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 5. Dezember

Málaga – Ein Coronavirus-Ausbruch unter medizinischen Fachkräften des Krankenhauses Carlos Haya in Málaga konfrontiert die Gesundheitsversorgung an der Costa del Sol mit einem Personalnotstand. Bei 22 Mitarbeitern der Intensivstationen (UCI) des Universitätskrankenhauses wird eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Das betroffene Personal - Ärzte, Pfleger und Hilfskräfte - muss nun in die Quarantäne. Der Ausbruch wird auf ein Weihnachtsessen zurückgeführt, an der 173 Mitarbeiter der UCI teilgenommen haben sollen, die auf das Coronavirus getestet werden müssen. Das Krankenhaus Málaga führt seinen normalen Betrieb weiter und mobilisiert bisher kein neues Personal.

La Palma - Nach elf Wochen Vulkanausbruch auf Kanareninsel La Palma schätzt die Regionalregierung die bisherigen Schäden auf mehr als 842 Millionen Euro. Seit dem 19. September hat die bis zu 1300 Grad heiße Lava fast 2800 Gebäude zerstört und 100 weitere schwer beschädigt. Vor der Küste bildete sich eine neue, mehr als 40 Hektar große Landzunge aus erkalteter Lava. Rund 1140 Hektar sind mit Lava oder meterdicker Asche bedeckt. Das entspricht rund 1.600 Fußballfeldern. 7.000 Menschen mussten schon vor Wochen ihre Häuser verlassen, Schulen, Kirchen, Supermärkte sowie zahlreiche Straßen, Stromleitungen, Bewässerungsanlagen und Bananenplantagen sind zerstört. Ein Mensch kam auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas ums Leben. Vulkanologen betonen, dass ein Ende des Ausbruchs weiter nicht absehbar ist.

Valencia – Rund 16.000 Läufer und rund 180 Elite-Wettkämpfer laufen den Marathon von Valencia. Sieger wird der Kenianer Lawrence Cherono in 2:05:12 Stunden vor Chalu Deso aus Äthiopien (2:05:16) und Philemon Kacheran aus Kenia (2:05:19). Schnellste Frau ist die Kenianerin Nancy Jelagat, die mit 2:19:31 Stunden als einzige unter 2:20 Stunden bleibt. Der baskische Läufer Hamid ben Daoud stellt den spanischen Rekord ein mit 2:06:35, nur eine Sekunde weniger und er hätte ihn gebrochen. Der Wattenscheider Amanal Petros verbessert seinen deutschen Marathon-Rekord mit 2:06:27 Stunden und erreicht Platz elf.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 4. Dezember

Barcelona - Der FC Barcelona kassiert im dritten Spiel die erste Niederlage unter der Regie seines neuen Trainers und Club-Idols Xavi. Barcelona verliert sein Heimspiel gegen Real Betis Sevilla mit 0:1 (0:0) und verpatzt damit die Generalprobe für das abschließende Gruppenspiel in der Champions League am Mittwoch beim FC Bayern München. Juanmi (79.) schloss einen Konter der Gäste mit dem entscheidenden Treffer in dem Abschlussspiel seines Teamkameraden Joaquín ab, der mit 40 Jahren seine Karriere als Profifußballer beendet. Durch die Niederlage bleibt das Team des deutschen Nationaltorhüters Marc-André ter Stegen nach 15 Spielen auf dem siebten Platz mit 16 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid. Sevilla verbessert sich auf den dritten Rang .Real Madrid setzte sich am Samstagabend dank der Treffer von Vinicius Junior (47.) und des Ex-Frankfurters Luka Jovic (57.) mit 2:0 bei Real Sociedad San Sebastián durch.

Barcelona verliert das erste Spiel unter Regie des neuen Trainers Xavi Hernández.

Valencia – Ein 62-jähriger Mann muss in Untersuchungshaft, weil er vor einem Jahr seine Frau getötet und die Wohnung in Mislata bei Valencia in Brand gesteckt haben soll. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen pensionierten Ortspolizisten. Autopsie und Untersuchungen der Spurensicherung deuten darauf hin, dass die Frau bereits vor dem Brand erwürgt worden war.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 3. Dezember

Madrid/Hamburg - Eine der drei meistgesuchten Personen Spaniens wird in Hamburg gefasst. Das mutmaßliche Oberhaupt eines vor allem in Spanien tätigen Menschenhändlerrings wird von Zivilfahndern in einer Wohnung verhaftet, teilte die spanische Polizei mit. Demnach handelt es sich um „La Diabla“, „Die Teufelin“ - eine in Spanien bekannte Transfrau, die auch auf der Europol-Liste der meistgesuchten Personen steht. Die Behörden werfen ihr neben Menschenhandel Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Organisation vor.

Madrid - Der von Korruptionsvorwürfen bedrängte Altkönig Juan Carlos muss wohl zum zweiten Mal in Folge das Weihnachtsfest fern seiner spanischen Heimat verbringen. Die Ermittlungen gegen den 83 Jahre alten Vater von König Felipe VI. (53) werden entgegen der Erwartungen doch nicht bald eingestellt werden. Generalstaatsanwältin Dolores Delgado unterzeichnet ein Dekret zur Verlängerung der Ermittlungen um sechs Monate. Die Ermittlungsfrist wäre sonst am 17. Dezember abgelaufen. Es wird dennoch weiterhin erwartet, dass keine Anklage erhoben wird. Die spanische Behörden leiteten gegen Juan Carlos insgesamt drei Ermittlungen ein. Es geht unter anderem um den Verdacht der Geldwäsche und des Steuerbetrugs, um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in Saudi-Arabien, um angeblich nicht deklarierte Spendeneinnahmen und auch um geheime Bankkonten im Ausland. Zur Abwendung eines Strafverfahrens wegen Steuerbetrugs zahlte Juan Carlos Ende 2020 zunächst gut 678 000 Euro, im Februar dieses Jahres weitere knapp 4,4 Millionen an Steuerschulden nach.

Valencia – Der Covid-Pass tritt in der Nacht vom Freitag auf Samstag in der Region Valencia in Kraft. Dem regionalen 3G-Regelwerk nach müssen Personen einen Nachweis über die Schutzimpfung gegen das Coronavirus, einen negativen Test oder den Nachweis einer Genesung von der Infektion vorweisen, die Lokale mit einem Fassungsvermögen für mehr als 50 Personen betreten oder an Veranstaltungen wie Konzerten mit mehr als 500 Personen teilnehmen, bei denen die Maskenpflicht nicht gewährleistet ist. In acht Regionen Spaniens wird bereits ein Covid-Pass verlangt.

Madrid – Viel los auf den Straßen Spaniens: Die Oberste Verkehrsbehörde prognostiziert acht Millionen Verkehrsbewegungen für die Reisewelle Operación Salida vom heutigen Freitag ab 15 Uhr bis zum Feiertag La Inmaculada am 8 Dezember. Das Verkehrsaufkommen soll 1,05 Prozent über dem des Dezember-Brückenwochenendes von 2019 vor der Pandemie liegen.

Brüssel – Spanien soll als erstes Land der EU die Fördergelder zur Überwindung der Covid-19-Krise in Höhe von 10 Millionen Euro erhalten. Dies gibt die EU-Kommission bekannt mit Verweis darauf, das Land habe genügend Fortschritte bei der Umsetzung seines nationalen Aktionsplans “Next Generation EU” gemacht. Die Freigabe der ersten Zahlung aus dem EU-Fonds hängt noch von der Autorisierung der restlichen EU-Mitglieder ab.

Spanien erhält zehn Milliarden Euro aus dem EU-Fonds für die Überwindung der Coronavirus-Krise.

Tarragona – Bei einem Brand in einer Industriehalle in Tarragona werden 13 Personen verletzt, drei davon schwer. Der Brand in dem Werk für die Wiederaufbereitung von Wertstoffen bricht nach einer Explosion in einem Bereich aus, in dem Verdünnungsmittel und andere leicht brennbare Stoffe gelagert werden. Bei dem Brand werden neben der Halle auch mehrere Fahrzeuge beschädigt, es ist bereits das zweite Mal in einem Jahr, dass die Wertstofftrennungssanlage in Brand gerät.

Teneriffa – Die Polizei nimmt einen Mann fest, der Sach- und Lebensmittelspenden von Hilfsorganisationen für die Bevölkerung der von einem Vulkanausbruch betroffenen Vulkaninsel La Palma gestohlen hat. Der Mann, der sich als Transporteur ausgab, wird beschuldigt drei Containerladungen entwedet und versucht zu haben, die für die Bevölkerung bestimmten Waren im Wert von 15.000 Euro auf dem Gebrauchtwarenmarkt zu verkaufen.

La Palma – Die Kanareninsel La Palma rechnet über die Brückentage mit einer Reisewelle wegen des Vulkanausbruchs. 80 Prozent aller Hotels sind ausgebucht. Spanienweit liegen die Hotelreservierungen 20 Prozent über denen des Brückenwochenendes im Oktober, beliebtes Reiseziel ist Madrid und die spektakuläre Weihnachtsbeleuchtung, als sehr gefragt erweist sich auch der Tourismus in abgelegeneren Regionen auf dem Land. Derweil wird mit Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage die Forderung nach mehr Personal an Flughäfen laut, die Grenzkontrollen für internationale Reisende durchführen.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Donnerstag, 2. Dezember

Madrid - Das kommt nicht alle Tage vor: Die Tiere holen im Parlament die Mehrheit und werden vor dem Gesetz nicht mehr als “Dinge” behandelt, sondern als “Lebewesen mit Gefühlen” beziehungsweise “seres sintientes”. Mit weitreichenden Folgen im Zivilrecht, Tiere dürfen künftig nicht mehr bei Zahlungsverzug beschlagnahmt werden, nicht mit einer Hypothek belegt werden und auch nicht ausgesetzt, misshandelt oder im Falle einer Trennung einem der Besitzer weggenommen werden, ohne ihren Schutz und ihr Wohlbefinden zu berücksichtigen. Dieses neue Tierschutzgesetz, nueva ley del régimen jurídico de los animales, stößt auf die Zustimmung aller Abgeordneten mit Ausnahme der der Rechtspopulisten von Vox und erfordert Änderungen im Zivilrecht, im Hypothekengesetz und im Zivilprozessrecht. Das Gesetz bezieht sich nicht nur auf Haustiere, sondern schließt auch Wild- und Nutztiere ein, die sich unter menschlicher Obhut befinden.

Madrid - Die Hoffnungen der spanischen Fußball-Liga (LaLiga) auf Austragung eines Spiels der Primera División in den USA erleiden erneut einen kräftigen Dämpfer. Das Oberlandesgericht in Madrid bestätigt ein Justizurteil von März 2020, wonach keine Begegnung der spanischen Meisterschaft im Ausland stattfinden darf. Der Fußballerband RFEF, der sich den Liga-Plänen widersetzt hat, feiert das Urteil. Auch viele Clubs haben das Vorhaben als „Wettbewerbsverzerrung“ kritisiert.

Madrid - Die Zahl der Arbeitslosen ist in Spanien November um mehr als 74 000 gesunken. Insgesamt waren nach Angaben des Statistikamtes 3,18 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Der Rückgang ist so stark wie noch nie in einem November Allerdings liegt die Arbeitslosenquote mit mehr als 14 Prozent immer noch hoch. Von der Jugendarbeitslosigkeit sind 30 Prozent der unter 25-Jährigen betroffen. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt seit Februar kontinuierlich, als noch vier Millionen Menschen arbeitslos waren. Nicht enthalten in der Arbeitslosenstatistik sind 125 000 Menschen, die sich noch in Kurzarbeit befinden. Die guten Nachrichten zum Arbeitsmarkt kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Industriestaatenorganisation OECD ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum für Spanien in diesem Jahr von 6,8 Prozent auf 4,5 Prozent und für 2022 von 6,6 Prozent auf 5,5 Prozent gesenkt hat.

Brüssel – Die Umweltkatastrophe im Mar Menor könnte der spanischen Regierung noch teuer zu stehen kommen. Die Europäische Kommission will Spanien verklagen, weil ihre Gewässer nicht ausreichend vor den Nitraten aus der Land-und Viehwirtschaft schützt. Als Beispiel für die Klage vor dem Europäischen Gericht wird das Binnenmeer Mar Menor in der Region Murcia angeführt. Im Falle einer Verurteilung drohen Geldstrafen, vor allem dann wenn Spanien weiterhin gegen europäische Richtlinien bezüglich des Gewässerschutzes verstößt.

Madrid – Das Skiggebiet Navacerrada kann trotz der Klage der Zentralregierung seinen Betrieb in dem Naturpark aufnehmen. Das Oberlandesgericht von Kastilien-León sieht keine Dringlichkeit gegeben den Wintersportbetrieb sofort über die Brückentage einzustellen. Nun muss das Verwaltungsgericht in dem Rechtsstreit zwischen der Landesregierung und der Madrider Regierung entscheiden, die die ausgelaufene Konzession nicht verlängert hat und aus Umweltschutzgründen keinen Wintersport mehr in dem Gebiet bei Segovia dulden möchte. Das Skigebiet liegt in einem Naturpark, deren Verwaltung dem Umweltministerium unterliegt. Der Betreiber nimmt aber mit Unterstützung der Landesregierung trotzdem den Skibetrieb auf und rechtfertigt dies mit den Verdienstausfällen der vergangenen beiden Jahre aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Dies Landesregierung von Kastilien-León macht sich für den Wintersport in der strukturschwachen Region um die Sierra de Guadarrama stark, weil sie darin eine Maßnahme gegen die Landflucht sieht. Trotzdem liegt ein klarer Rechtsbruch vor, da das Umweltministerium die Einstellung des Betriebs nach 25 Jahren und den Abbau der Anlagen angeordnet hat, allerdings zu spät und ohne Nachdruck.

Valencia – Das Krankenhaus Marina Baixa in Villajoyosa wird ausgebaut. Die Landesregierung in Valencia beschließt das Krankenhaus, das auch die benachbarte Tourismusmetropole Benidorm versorgt, mit einem 60 Millionen teueren Anbau zu erweitern. Damit fällt endgültig die Entscheidung zu Ungunsten eines Bau eines eigenen Krankenhauses für Benidorm. Mit den Bauarbeiten in Villajoyosa soll im Sommer 2022 und nach Ablauf der Ausschreibung beginnen, die sechs Monate dauern wird.

Valencia – Vallibona verfügt als erstes Dorf der Region Valencia über einen der 135 automatischen Bankautomaten, mit denen die Landesregierung die Folgen der Landflucht in abgelegenen Dörfern lindern will. Bis Weihnachten sollen ein Dutzend weiterer dieser Geldautomaten in ausgewählten Orten der Provinzen Alicante, Valencia und Castellón installiert werden. Bis April 2022 sollen alle 135 in Betrieb sein. Die Maßnahme in Kooperation mit der Bank La Caixa kostet 7,8 Millionen Euro.

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