Spanische Königsfamilie auf dem Weg zu einem Festakt
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Die Königsfamilie vergibt die Prinzessin von Asturien Preise an ausgewählte Persönlichkeiten.

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Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

Was ist in der Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick.

Mit uns bleiben Sie auf dem Laufenden: Wir fassen aktuelle Nachrichten aus Spanien kurz und knapp zusammen und berichten über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. 

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 24. Oktober

Madrid - Dutzende Bürgerinitiativen machen sich in Madrid für den Zug stark. Sie fordern mehr Regionalbahnen und weniger Hochgeschwindigkeitszüge und drängen auf eine bessere Anbindung der ländlichen und dünnbesiedelten Gebiete durch die Eisenbahn. Ferner fordern sie eine Wiederherstellung der Fahrpläne wie von der Coronavirus-Pandemie sowie billigere Zugtickets. Die Demonstration endet am Madrider Bahnhof Atocha.

Castellón - Einer Kunstfälscherbande legt die Polizei das Handwerk. Sieben ihrer Mitglieder werden in Castellón verhaftet, weil sie Meisterwerke etwa von Goya oder Nicolás Falcó fälschten und obendrein ihre Echtheit mit ebenfalls gefälschten Zertifikaten vortäuschten. Die Polizei stellt 27 Werke sicher, die den Originalen täuschen ähnlich sehen.

Madrid - 18.000 Teilnehmerinnen nehmen an dem berühmten Frauenlauf „Carrera de la Mujer“ in Madrid teil und laufen die 7,2 Kilometer lange Strecke in rosafarbenen T-Shirts mit dem Slogan „für von uns alle“. Die ehemalige spanische Meisterin im Marathon, Tamara Sanfabio, kommt als erste ins Ziel.

Barcelona - Real Madrid gewinnt das prestigeträchtige Duell mit dem FC Barcelona erneut. Der Rekordmeister siegt am Sonntag im fast ausverkauften Stadion Camp Nou mit 2:1 (1:0). Alaba traf in der 32. Minute zur Real-Führung, die Lucas in der Nachspielzeit ausbaute. Sergio Agüero konnte für Barcelona nur noch verkürzen. Real ist mit 20 Punkten und einem weniger absolvierten Spiel Zweiter hinter Real Sociedad San Sebastián, das 2:2 (1:0) bei Meister Atlético Madrid spielte und nun 21 Zähler hat. Luis Suárez rettete dem Tabellen-Vierten Atlético (18) nach einem 0:2-Rückstand mit zwei Treffern das Unentschieden, für die Basken erzielte der frühere Leipziger Alexander Sörloth das 1:0 (7.).

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 23. Oktober

San Sebastián - Tausende demonstrieren im Baskenland für die Rechte der inhaftierten Mitglieder der aufgelösten Terrororganisation ETA. Die Menschen marschieren am Samstagabend durch San Sebastián und fordern eine heimatnahe Unterbringung aller rund 600 Gefangenen sowie Hafterleichterungen, die allen anderen spanischen Häftlingen zustehen. An der Demonstration nehmen auch ranghohe Separatistenführer aus Katalonien und Politiker der Linkspartei Unidas Podemos teil.

Tausende demonstrieren in San Sebastian für bessere Haftbedingungen für Mitglieder der aufgelösten Terrororganisation ETA.

Palermo – Der Prozess gegen Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini wegen der Blockierung des Seenotretter-Schiffs der spanischen Hilfsorganisation „Open Arms“ mit Migranten an Bord vor der italienischen Insel Lampedusa beginnt. In dem Prozess sind auch aktuelle und ehemalige italienische Regierungsmitglieder und der US-Schauspieler Richard Gere als Zeugen zugelassen. Salvini ist wegen Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung angeklagt. Der Fall geht auf den August 2019 zurück, als der Parteichef der rechten Lega Innenminister im ersten Kabinett der Regierung Conte war. Die Schiffsbesatzung hatte damals Migranten im Mittelmeer aus Seenot gerettet. Gere brachte zusammen mit anderen Helfern Vorräte auf das Schiff. Ab etwa Mitte August lag die „Open Arms“ vor Lampedusa, durfte dort aber nicht im Hafen anlegen. Salvini soll das Einlaufen verhindert haben. Zwischenzeitlich waren immer wieder Menschen aus medizinischen Gründen von dem Boot fortgebracht worden, andere sprangen ins Meer und versuchten nach Lampedusa zu schwimmen. Nach einer Anordnung der italienischen Staatsanwaltschaft konnte die „Open Arms“ am Ende mit den verbliebenen Migranten anlegen. Aus Salvinis Sicht war Italien damals nicht zuständig gewesen. Ein spanisches Schiff mit spanischem Heimathafen fahre nach Spanien, ein italienisches nach Italien, sagte der Politiker. Open-Arms-Gründer Òscar Camps erklärte in einem Video, man sei wieder etwas weiter vorangekommen und über den Lauf der Dinge sehr glücklich. Man versuche die Rechte der Migranten zu schützen, denen 20 Tage unnötiges Leid zugefügt worden sei.

Madrid – Alberto Rodríguez verlässt die Partei Unidas Podemos und zieht sich aus der Politik zurück nachdem Parlamentspräsidentin Meritxell Batet ihm sein Mandat als Abgeordneter entzogen hat. Batet leistete einem Urteil des Obersten Gerichtshof Folge. Rodríguez wurde für die Dauer von 45 Tagen die Ausübung öffentlicher Ämter verboten, weil die ehemalige Nummer drei bei Podemos 2014 bei einer Demonstration einen Polizisten getreten haben soll. Rodríguez kündigt eine Klage gegen Batet wegen Amtsmissbrauchs an. Das Urteil gilt unter Juristen als umstritten wegen seiner möglichen rückwirkenden Anwendung. Es scheint nicht ganz klar, ob Rodríguez für die Dauer von eineinhalb Monaten kein öffentliches Amt annehmen darf oder ob er Ämter abgeben muss, die er bereits ausübt. Der Fall Rodŕiguez erhöht die Spannungen zwischen der Regierungskoalition zwischen Unidas Podemos und den Sozialisten sowie die zwischen Regierung und Justiz.

Madrid – Ministerpräsident Pedro Sánchez schaltet sich in das Tauziehen bei den Verhandlungen um eine neue Arbeitsmarktreform zwischen Arbeitsministerin Yolanda Díaz und Wirtschaftsministerin Nadia Calviño ein. Sánchez überträgt die Verhandlungsführung mit den Sozialpartnern an Calviño , die sich gegen das Primat der Flächentarifverträge über betrieblichen Einigungen ausspricht und eher auf die Forderungen der EU eingeht als Díaz, die vor allem die Rechte der Arbeitnehmer stärken will. Diese Entscheidung kommt bei Koalitionspartner Unidas Podemos nicht gut an.

Die Königsfamilie besucht das Bergdorf Santa María del Puerto in Asturien, das als „vorbildliches Dorf“ ausgezeichnet wurde.

Santa María del Puerto – Die Königsfamilie besucht das Bergdorf Santa María del Puerto, das am Vortag als bei den Prinzessin-von-Asturien-Preisen als Pueblo Ejemplar de Asturias 2021 ausgezeichnet wurde. Das malerische Dorf mit seinen 60 Einwohnern liegt auf 1.500 Meter Höhe, lebt von der extensiven Wanderweidewirtschaft und gilt für das Königshaus “als ein Modell für Bergdörfer, das sich den modernen Zeiten angepasst hat”. Die Hälfte der Viehzüchter ist jünger als 40 Jahre und das Dorf gilt als vorbildhaft was den Erhalt Traditionen und den Landschaftsschutz betrifft.

Barcelona – Mit Spannung erwarten Fußballfans den Clásico am morgigen Sonntag, bei dem Real Madrid um 16.15 Uhr auf den FC Barcelona trifft. Allerdings kann man bei diesem Zusammentreffen der Erzrivalen nur mitnichten von einem Spitzenspiel sprechen, da sich beide Mannschaften in einer Umbruchphase befinden und derzeit nicht wie gewohnt die spanische Liga bestimmen. Die Katalanen stehen in der Tabelle auf dem siebten Platz, bei Real Madrid läuft es besser. Die Madrilenen liegen auf Platz drei. Der Rückstand auf Spitzenreiter Real Sociedad San Sebastian beträgt drei Punkte bei einem Spiel weniger.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 22. Oktober

Alicante – Starke Niederschläge mit mehr als 111 Litern pro Quadratmeter registriert der Kreis Marina Alta an der nördlichen Costa Blanca. In Dénia und Jávea müssen mehrere Straßen gesperrt werden. In Jávea ist vor allem das Hafengebiet betroffen, in Dénia wird die Marineta Cassiana gesperrt sowie die Caminos Llavador, la Bota und Grupo San Andrés, das Gebiet Assagador, die Straßen Melva und Llanxa sowie Abschnitte vom des Camino Fondo de la Xara und Gandia. Mehr Chaos richten die Regenfällen aber in der Vega Baja im Süden der Costa Blanca an, wo mancherorts Straßen überschwemmt werden, die Terrassenbestuhlung von Lokalen regelrecht davon schwimmt und etwa 30 Fahrzeuge vom Wasser erfasst werden. Die Zufahrtstraße CV-905 in Torrevieja auf der Höhe der Urbanisation El Chaparral wird gesperrt, auch das Gebiet Las Torretas steht unter Wasser. Auch in der Urbanisation Dona Inés reicht das Wasser in der Calle Joaquín García fast bis Höhe auf der Motorhauben einiger Autos. Die Ortspolizei muss in der Avenida de Delfina Viudes im Industriegebiet Casagrande die Insassen von vier Autos bergen und vor den Wassermassen in Schutz bringen. Auch eine Mauer in der in der Avenida de Víctimas del Terrorismo hält den Wassermassen nicht stand. Der Tunnel der N-332 auf der Höhe der Playa Flamenca in Orihuela Costa wird unterspült. Torrevieja fallen bei dem Starkregen binnen kurzer Zeit 74 Liter auf den Quadratmeter, in Los Montesinos 93 und in San Miguel de las Salinas 96. Teilstücke der Landstraßen CV-945, CV-940, CV-943 werden gesperrt. In der Grundschule Dama de Guardamar fällt der Unterricht aus und das Gebäude wird geräumt.

Oviedo - Spaniens König Felipe VI. hebt bei der Verleihung der Prinzessin-von-Asturien-Preise die gemeinsamen Anstrengungen bei der Überwindung schwerer Krisen wie der Corona-Pandemie hervor. Den sogenannten „spanischen Nobelpreis“ nehmen in der Sparte Forschung und Technik die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci zusammen mit fünf weiteren Entwicklern von Impfstoffen gegen das Coronavirus in Empfang. Die Auszeichnung wird jedes Jahr in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50 000 Euro dotiert.Zu den Preisträgerinnen gehört in der Sparte Internationale Zusammenarbeit die Organisation CAMFED für die Bildung von Mädchen und Frauen in Afrika. Den Preis im Bereich Kunst erhält Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die mit ihren Arbeiten durch riskante und komplexe Darbietungen auf der ständigen Suche nach individueller Freiheit „den Grenzen von Körper und Geist“ nachspürt, erklärt die Jury. Die US-Journalistin und Frauenrechtlerin Gloria Steinem erhält den Preis in der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften. Weitere Preise gehen an den indischen Ökonomen und Philosophen Amartya Sen (Sozialwissenschaften), den Starkoch José Andrés und seine Hilfsorganisation World Central Kitchen (Eintracht), den französischen Autoren Emmanuel Carrère (Literatur) und die paralympische Schwimmerin Teresa Perales (Sport).

Badalona – Die Pandora-Papiere fordern ihr erstes politisches Opfer in Spanien. Badalonas Bürgermeister Xavier García Albiol (PP) wird am 8. November mittels eines Misstrauensantrags aus dem Amt gehoben, der am heutigen Freitag im Rathaus eingeht. Die Opposition entschloss sich am Donnerstag Albiol gemeinsam abzusetzen, weil er in den Pandora-Papieren auftaucht und Vermögen in das Steuerparadies Belize geschafft haben soll. Damit brachte der vielleicht prominenteste Politiker der PP in Katalonien und erbitterter Gegner der Separatisten das Fass zum Überlaufen, denn gegen Albiol droht bereits ein Gerichtsverfahren wegen des Vorwurfs, die Installation illegaler Mobilfunkantennen genehmigt zu haben. Ihm droht eine Anklage wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauch, falls seinem Einspruch nicht stattgeben werden sollte. Der charismatische Politiker war 2010 bis 2017 Vorsitzender der Volkspartei in Katalonien und ging bisweilen am äußerten rechten Rand auf Stimmenfang, da im politischen Zentrum in Katalonien wegen der Sozialisten und Ciudadanos nichts zu holen war. So handelte er sich eine Anzeige wegen eines Hass-Delikts ein, da er fremdenfeindliche Flyer bei der Wahlkampagne austeilte, bei der gegen rumänische Roma mobil machte.

Madrid – Unidas Podemos fordert Koalitionspartner PSOE dringend zu Krisengesprächen an den Verhandlungstisch. Ärger scheint es wegen der Arbeitsmarktreform zu geben. Hinter den Kulissen prallen vor allem Arbeitsministerin Yolanda García und Wirtschaftsministerin Nadia Calviño aufeinander. Als großer Streitpunkt gelten die Tarifverträge, García tritt stark für die Rückkehr zu den Flächentarifverträgen ein, Calviño sieht dagegen die Flexibilität der Firmen in Gefahr und will so wenig wie möglich an der Priorität betrieblicher Regelungen gegenüber denen von ganzen Sparten rütteln. Allerdings sieht der Koalitionsvertrag vor, dass die Arbeitsmarktreform der PP abgeschafft werden soll. Hinzu kommt, dass die Zeit drängt, denn eine neue Arbeitsmarktreform muss bis Jahresende präsentiert werden. Obendrein verfolgt die Europäische Kommission die Verhandlungen über die Arbeitsmarktreform ganz genau.

Madrid – Die Regierung und die führende Oppositionspartei PP einigen sich auf die Besetzung vier vakanter Stellen im Verfassungsgericht. Da die beiden politischen Kräfte nur gemeinsam über eine Dreifünftel-Mehrheit im Parlament hinauskommen, gelten ihre Vorschläge fast wie Ernennungen. Die Einigung ändert nichts an der konservativen Ausrichtung des Verfassungsgerichts, da weiterhin sieben Richter dem rechten Flügel und fünf dem linken Flügel zugeordnet werden. Bei den künftigen Verfassungsrichtern  soll es sich um die konservative Concepción Espejel, die linksliberale Inmaculada Montalbán sowie um den konservativen Enrique Arnaldo und linksliberalen Ramón Sáez Valcárcel handeln. Nur drei der Obersten Verfassungshüter sind Frauen.    

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 22. Oktober

La Palma – Die Lava tritt in das Viertel La Laguna ein und begräbt Häuser, Straßen und alles, was dieser bis zu zehn Metern hohen Walze im Weg steht. Wegen des Vulkanausbruchs auf der Insel La Palma werden seit Mitternacht 38 Erdbeben erfasst, das stärkte mit 4,3 auf der Richterskala.

Sicherheitsbeamte helfen bei der Evakuierung einer Gemeinde auf La Palma.

Madrid – Das Parlament könnte Ärger mit dem Obersten Gericht wegen des Abgeordneten von Unidos Podemos, Alberto Rodríguez. bekommen. Die Parlamentskommission fragt ihrerseits das Supremo, welche Folgen die Verurteilung von Rodríguez für sein Mandat hat. Rodríguez wurde zu eineinhalb Jahren verurteilt, weil er vor sieben Jahren und vor seiner Zeit als Abgeordneter bei einer Demonstration einen Polizisten getreten hatte. Er kommt mit einer Geldstrafe von 540 Euro und einem Berufsverbot von 45 Tagen davon. Unterschiedliche Auffassungen gibt es, ob und wie sich das Berufsverbot auf sein Mandat als Abgeordneter auswirkt.

Barcelona - Eine Wildschweinherde entschlossen, einen Tag im Park von Barcelona zu verbringen. Am hellichten Tag versuchen Ordnungshüter mit anfänglich nicht allzu großem Erfolg, die Herde einzufangen. Die Bilder laufen in den Nachrichten und das Land lacht über die Szenen. Die Rathaus Barcelona aber beschreibt die Lage als ernst, die Klagen über Wildschweine hätten sich in letzter Zeit verdoppelt. Man suche nach einer Lösung.

Madrid – Die Polizei zerschlägt eine Mafia, die Kinder nötigte, Kunden an Bankautomaten zu berauben. Meist kamen zwei Minderjährige zum Einsatz, einer lenkte die Person am Bankautomaten ab, der andere bestahl ihn. Über 200 Diebstähle sollen auf diese Weise in der Region Madrid begangen worden sein. Die Polizei verhaftet 26 Personen und erfasst 37 Minderjährige unter 14 Jahren.

Madrid – Die Regierung und Volkspartei einigen sich auf Ángel Gabilondo als Ombudsmann. Der frühere sozialistische Bildungsminister wird Bürgeranwalt oder Defensor del Pueblo, ein wichtiges und prestigeträchtiges Verfassungamt. Für die Dauer von fünf Jahren hat er den Auftrag die Grundrechte und Bürgerfreiheiten der Bevölkerung zu verteidigen und dafür die öffentliche Verwaltung und ihre Aktivitäten zu überwachen. Er untersteht keiner Institution, er ist unparteiisch, unabhängig, unkündbar und unantastbar. Der spanische Ombudsmann erhält sein Mandat vom Parlament und dafür ist eine Dreifünftel-Mehrheit notwendig. Mit der Ernennung Gabilondos würdigt die spanische Politik die Laufbahn des 72-jährigen Professors für Metaphysik, der sein Leben weniger in den Dienst der Philosophie als in den am Bürger stellte. Gabilondo trat zuletzt als Spitzenkandidat der PSOE bei der Landtagswahl in Madrid auf und verlor so kläglich gegen Isabel Díaz Ayuso, dass er sich aus der aktiven Politik zurückzog. Der PP dürfte die Zustimmung leicht von der Hand gegangen sein, zumal Gabilondo als ein Politiker der alten Schule gilt und stets auch gute Beziehungen zur PP pflegte. Phrasendrescherei lag ihm nie, Gabilondo gilt als ein Politiker, der Einigungen über den Dialog sucht und vor allem in der Bildungspolitik sich um parteiübergreifende Abkommen bemühte. „Mich mögen die Leute, ohne dass ich die Zähne zeige“, sagte er einmal. „Was haben wir gestritten! Aber er ist eine großartige Person“, meinte seine Rivalin Isabel Díaz Ayuso.

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