Vulkanausbruch auf La Palma
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Ein Ende des Vulkanausbruchs auf La Palma ist nicht in Sicht. Am Freitag werden wieder Erdbeben registriert.

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Spanien auf einen Blick: Kurznachrichten der Woche

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Was ist in dieser Woche in Spanien passiert? Aktuelle Kurz-Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft im Überblick.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Montag, 8. November

Madrid – Die Regierung reformiert die Wertzuwachssteuer, die vom Verfassungsgericht beanstandet wurde. Die Regierung führt nun zwei zur freien Wahl stehende Berechnungsformeln für die Plusvalía ein. Wichtige Faktoren sind der Grundstückswert, der Zeitwert und der Gewinn.

Madrid – Der Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem für ärmere Menschen wird erleichtert. Die Regierung will mit dem Gesetz der Gleichwertigkeit im Gesundheitswesen Zuzahlungen zu Medikamenten und Prothesen begrenzen. Unidas Podemos bemängelt, dass der Gesetzesentwurf Privatisierungen im Gesundheitswesen nicht verhindert.

Madrid – Die „Diva“ der faschistischen Falange, Isabel Peralta, bekommt es mit der Staatsanwaltschaft wegen eines Hassdelikts bei einer Demonstration vor der Botschaft von Marokko am 18. Mai zu. Die 18-Jährige gilt als neuer Stern am rechtsradikalen Firmament, derzeit absolviert sie ein Praktikum bei der rechtsradikalen deutschen Partei Der III. Weg.

Palma de Mallorca - Zwölf der 24 geflüchteten Immigranten aus dem in Palma de Mallorca notgelandeten Flugzeug müssen sich nicht nur wegen illegaler Einwanderung, sondern auch wegen Aufruhr und Störung der öffentlichen Ordnung verantworten. Diese Anklagepunkte bringt Polizei gegen diese Immigranten vor, die wohl gemeinsam ein Flugzeug am Freitag zu einer Zwischenlandung zwangen, in dem einer von ihnen einen medizinischen Notfall vortäuschte. Ersten Ermittlungen zufolge wurde Aktion von langer Hand in den Sozialen Netzwerken. geplant. Zwölf der Imigranten befinden sich noch auf der Flucht.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Sonntag, 7. November

Cádiz – Die angesehene Landschaftsmalerin Carmen Laffón stirbt am Sonntag, 7. November, im Alter von 87 Jahren in ihrer Wohnung in Sanlúcar de Barrameda bei Cádiz. Die Künstlerin aus Sevilla galt als prägende Figur des zeitgenössischen spanischen Realismus.

San Roque – Die Polizei verhaftet den Mann, der seine 37-jährige Ex-Lebensgefährtin in San Roque in der Urbanización Alcaidesa erstochen haben soll. Die Frau hinterlässt drei Kinder und ist das 37. Opfer von Häuslicher Gewalt in diesem Jahr in Spanien.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Samstag, 6. November

Palma – Der Sturm Blas sorgt für einen sehr windigen Tag an Teilen der östlichen Mittelmeerküste. Auf den Balearen werden Windgeschwindigkeiten von bis zu fast 100 Stundenkilometern gemessen. In der Bucht von Pollença im Nordosten Mallorcas gerät ein Segelboot in Seenot und strandet. In Orten wie Manacor, Son Servera und Alcúdia knicken Bäume um und blockieren Straßen. In den kommenden Tagen soll es kühl an der Mittelmeerküste bleiben, ab Dienstag werden auch Schauer gemeldet.

Lardero – Mit einer bewegenden Trauerfeier nimmt die Kleinstadt Lardero in der Kirche San Pedro Apostel Abschied vom neunjährigen Alex, der am 28. Oktober allen Indizien zufolge von einem Triebtäter ermordet wurde, der 1998 wegen Mordes und Vergewaltigung zu 20 und 10 Jahren Haft verurteilt worden war. An der Trauerzeremonie nehmen neben Familienangehörigen und Freunden die Ministerpräsidentin der Region La Rioja, Concha Andreu, und der Bürgermeister von Lardero, Manuel Vallejo, teil.

La Palma – Der Ausbruch des Vulkans auf der Kanareninsel La Palma tritt in eine “Phase gewisser Stabilität” laut dem technischen Direktor des Krisenstabs für Vulkanausbrüche auf den Kanaren Pevolca, Rubén Fernández, ein. Pevolca spricht von Veränderungen bezüglich der Intensität des Ausbruchs, für ein kurz bevorstehendes Ende des Ausbruchs aber gebe es bisher keinerlei wissenschaftliche Hinweise. Die seismologische Aktivität, die Anzahl, Aufeinanderfolge und Intensität der Erdbeben, ist aktuell ebenso rückläufig wie die Deformation des Vulkans. An der Nordseite des Vulkans sind Schwefelablagerungen sichtbar, der Ausstoß von Schwefeldioxid gilt als “sehr hoch”. Den jüngsten Daten zufolge ist eine Fläche von 983 Hektar vom Vulkanausbruch betroffen, die Lavaströme messen an ihrer breitesten Stelle 3,1 Kilometer und erstrecken sich über 56 Kilometer. Das Katasteramt erfasst 1.446 zerstörte Gebäude, 1.171 sind Behausungen. Das Erdbeobachtungssystem Copernicus erfasst dagegen 2.581 zerstörte Bauten, 133 weitere schweben in Gefahr, unter der Lava begraben zu werden. Ferner sind 63 Kilometer Straßen und landwirtschaftliche Wege zerstört worden sowie Anbaugebiete von einer Fläche von 283 Hektar.

Spanien aktuell: Die wichtigsten Kurznachrichten vom Freitag, 5. November

Barcelona/Doha - Barça-Fans können aufatmen: Das Club-Idol Xavi Hernández wird neuer Trainer des FC Barcelona. Das teilt der FC Barcelona offiziell mit. Demnach ist Xavi für die laufende Spielsaison und die beiden anschließenden verpflichtet worden. Bei den Gesprächen in Doha ist es um die Zahlung von fünf Millionen Euro gegangen, die Al Sadd im Falle einer vorzeitigen Beendigung des eigentlich bis 2023 laufenden Trainervertrages zustehen. Die Summe soll nun zu gleichen Teilen vom FC Barcelona und Xavi aufgebracht werden. Xavi spielte zwischen 1998 und 2015 für Barca und gewann mit dem Club vier Mal die Champions League. Mit der Nationalmannschaft von Spanien wurde er Welt- und Europameister. Nun tritt er die Nachfolge des geschassten Trainers Ronald Koeman an. Auf den 41-Jährigen wartet die schwere Aufgabe, den Traditionsclub aus der sportlichen Krise nach dem Weggang von Superstar Lionel Messi zu führen.

Palma de Mallorca - Der internationale Flughafen von Palma de Mallorca wird am späten Freitagabend nach einem vorgetäuschten medizinischen Notfall für mehr als drei Stunden lahmgelegt. Eine Maschine einer marokkanischen Fluggesellschaft auf dem Weg von Casablanca nach Istanbul hat wegen eines medizinischen Notfalls eine unplanmäßige Zwischenlandung eingelegt. Den Berichten der „Mallorca Zeitung“ und von „El Pais“ zufolge gehen die Behörden davon aus, dass es sich um eine gezielte Aktion handelte, um illegal nach Spanien zu gelangen. Als ein Krankenwagen eintrifft, um einen angeblich unter einem Diabetesschock stehenden Passagier und dessen Begleiter abzuholen, laufen etwa 20 andere Passagiere auf das Flugfeld von Son Sant Joan, so dass der Flugbetrieb eingestellt werden muss.

13 anfliegende Maschinen werden umgeleitet, unter anderem nach Ibiza, Menorca oder Barcelona. Sicherheitsbeamte nehmen daraufhin fünf der Passagiere in einer nahe des Flughafens gelegenen Gemeinde fest, die. Ermittler gehgen davon aus, dass es auch den übrigen Personen gelungen ist, über den Flughafenzaun zu klettern. Bei dem Passagier mit dem angeblichen medizinischen Notfall werden im Krankenhaus keine Beschwerden festgestellt, er hat ein diabetisches Koma offenbar nur simuliert. Sein Begleiter ist schon beim Eintreffen beim Krankenhaus verschwunden. Der angebliche Patient ist wegen des Verdachts der Begünstigung illegaler Einreise festgenommen worden.

Der Flughafen von Mallorca wird nach einem Zwischenfall vorübergehend gesperrt.

Vélez-Málaga – Bei dem Absturz eines Sportflugzeugs nahe des Flugplatzes Leoni Benabú in Vélez Málaga an der Costa del Sol kommt einer der beiden Insassen ums Leben. Der Flieger des Typs Bücker Bu-131 Jungmann vom Real Aeroclub de Málaga stürzt kurz nach dem Start gegen 17.30 Uhr ersten Meldungen zufolge möglicherweise aufgrund eines Motorschadens in eine Avocado-Plantage in Nähe von Behausungen nördlich des Flugplatzes, Polizeimeldungen zufolge überlebt der Co-Pilot die Kollision nicht, der Pilot zieht sich dabei Verletzungen zu.

Madrid - Die 14-Tagesinzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemessen an 100.000 Einwohnern steigt leicht weiter auf 53,77 und befindet sich damit über dem Grenzwert, der ein niedriges Infektionsrisiko ausweist. Unter diesem Wert liegen Andalusien mit 34,39 und Murcia mit 49,50, die Region Valencia meldet 59,97, Katalonien 64,71 und die Balearen 92,70.

Valencia/Palma – Über Teile der Costa Blanca gehen am Freitag Hagelschauer nieder. In Dénia fallen bei einem kurzen, aber heftigen Schauer gegen 20 Uhr Hagelkörner teilweise so groß wie Murmeln nieder und verwandeln die Straßen in wässrige Matschpisten. Zuvor bekommt auch Mallorca einen heftigen Hagelsturm ab, vor allem an der Ostküste in Cala Ratjada und Son Servera bildet sich kurzzeitig eine 30 Zentimeter dicke weiße Schicht. Am Leuchtturm von Capdepera wird binnen zehn Minuten 20 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen.

Auf Mallorca und an der Costa Blanca hat es am Freitag gehagelt.

Igualada – Das 16-jährige Mädchen, das in der Halloween-Nacht nach einem Disko-Besuch von Unbekannten brutal vergewaltigt wurde, wird aus der Intensivstation des Krankenhauses Sant Joan de Déu de Barcelona entlassen, in dem es nun stationär wegen eines Schädel-Hirn-Traumas und Verletzungen im Genitalbereich behandelt wird. Die 16-Jährige wurde in den frühen Morgenstunden des 1. November bewusstlos und halbnackt von einem Lkw-Fahrer in einem Industriegebiet gefunden. Die Polizei sucht nach dem oder den unbekannten Tätern. Der Fall hat in Katalonien große Bestürzung ausgelöst, die Mutter des Opfers hat in einem offenen Brief an Ministerpräsident Pedro Sánchez ein härteres Vorgehen gegen Sexualstraftäter und mehr Sicherheitsmaßnahmen in den Ausgehbezirken gefordert, die von Teenagern aufgesucht werden. Nach Angaben der Landesregierung von Katalonien gehen in der Region täglich im Schnitt drei Anzeigen wegen sexuellen Aggressionen ein.

Zamudio - Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa rechnet auch im neuen Geschäftsjahr mit Problemen in der Lieferkette sowie der Logistik. Wegen des schwierigen Umfelds geht die Tochter des Dax-Konzerns Siemens Energy im Geschäftsjahr 2021/22 von einem Umsatzrückgang aus. Dieser dürfte sich zwischen 2 und 7 Prozent bewegen, teilte das Unternehmen in Zamudio mit. Siemens Gamesa hat die Störungen in der Lieferkette im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 vor allem im letzten Quartal zu spüren bekommen: Die Engpässe von bestimmten Komponenten, Projektverschiebungen, Logistikprobleme und hohe Transport- sowie Rohstoffkosten lasten auf dem Ergebnis. Dazu kommen höhere Anlaufkosten für eine neue Windanlage. Dies führte zu einem um Sondereffekte wie Umbaukosten bereinigten operativen Verlust (Ebit) von 96 Millionen Euro 2020/21. Allein im vierten Quartal liegt der bereinigte operative Verlust bei 177 Millionen Euro. Unter dem Strich summierte sich der Fehlbetrag im vergangenen Geschäftsjahr auf 627 Millionen Euro, nach einem Minus von 918 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg hingegen um 7,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, wobei der Erlös im letzten Quartal leicht gesunken ist.

Madrid – Die Polizei fängt acht Zirkus-Kamele und ein Lama nach nächtlichem Zug durch die Straßen Madrids ein. Die Tiere weerden gegen 5 Uhr morgens im südlichen Stadtbezirk Carabanchel entdeckt und sicher dem Zirkus Quiros zurückgebracht. Zirkus-Verantwortliche Mati Muñoz zeigt sich erleichtert. „Gottseidank ist nichts passiert“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Ihren Angaben zufolge ist der Elektrozaun um das Gehege der acht Kamele und des Lamas durchtrennt worden. Sie gehe von einem Sabotageakt von Tierschützern aus. „Die kommen jedes Jahr zum Protestieren“, sagt sie. Der Zirkus erstattet Anzeige.

Madrid - Die Erholung des Flugverkehrs bringt dem Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT im Sommer den ersten Quartalsgewinn seit Ausbruch der Pandemie ein. Unter dem Strich steht im dritten Quartal ein Überschuss von 9 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Ein Jahr zuvor erlitt es noch einen Verlust von fast 160 Millionen Euro. Unternehmenschef Luis Maroto zeigt sich mit Blick auf den Rest des Jahres zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung dank der wieder steigenden Fluggastzahlen fortsetzt. Im dritten Quartal zählte Amadeus in seinen Systemen fast doppelt so viele Flugpassagiere wie im Corona-Sommer 2020. Die Zahl der Buchungen vervierfachte sich sogar. Dennoch liegen die Zahlen nicht einmal halb so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Der Umsatz des Unternehmens steigt im Vergleich zum dritten Quartal 2020 um fast 77 Prozent auf 739 Millionen Euro, liegt damit aber nur gut halb so hoch wie zwei Jahre zuvor. Der Quartalsgewinn von neun Millionen Euro liegt sogar 97 Prozent niedriger als im Sommer 2019.

Aktuelles zum Vulkanausbruch auf La Palma

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