Procés vor Gericht und auf der Straße

Prozess gegen die Separatisten wird von Protesten in Barcelona begleitet

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Oriol Junqueras und elf Mitangeklagte stehen wegen des illegalen Referendums in Katalonien vor Gericht. Foto: dpa

Barcelona – dpa/sk. Zehntausende Menschen haben in Barcelona gegen den Prozess gegen zwölf Separatistenführer protestiert. Die Kundgebung lockte nach Angaben der Polizei 200.000 und laut den Organisatoren eine halbe Million Teilnehmer auf die Straße. „Unabhängigkeit, Unabhängigkeit!“, skandierten die Demonstranten, hielten große Plakate mit den Gesichtern der zwölf Angeklagten in die Höhe. Die Hauptverkehrsader Gran Via war über eine Distanz von rund zwei Kilometern komplett mit Menschen gefüllt.
„Nichts, nichts, überhaupt nichts von all dem, was wir gemacht haben, ist eine Straftat,“ sagte der Hauptangeklagte des Prozesses gegen die Separatisten aus, Oriol Junqueras vor dem Obersten Gericht in Madrid aus. „Abstimmen ist kein Verbrechen. Das steht nirgendwo im Strafgesetzbuch. Eine Abstimmung zu verhindern aber schon“, sagte er in Anspielung auf den Einsatz der Nationalpolizei zur Verhinderung des Referendums im Oktober 2017. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten allerdings Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel im Zuge des Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 vor.

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