Rudel von Vergewaltigern

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Frauen versammelten sich in Madrid vor dem Obersten Gerichtshof. Foto: dpa

Madrid – ck. Der Oberste Gerichtshof (TS) in Madrid hat ein historisches Urteil gefällt und einen Präzedenzfall geschaffen. Die Manada (Rudel), wie sich die Täter selbst nennen, hat am 7. Juli 2016 bei den San-Fermín-Feiern in Pamplona die 18-Jährige Frau aus Madrid in einem Hausflur vergewaltigt – und nicht „nur missbraucht“. Die fünf Männer aus Sevilla wurden zu je 15 Jahren Gefängnis verurteilt, zwei Jahre zusätzlich erhielt der Guardia-Civil-Polizist, der dem Opfer das Handy klaute. Gegen das Urteil ist kein Einspruch möglich.
Das Landgericht Pamplona hatte die fünf Männer im April 2018 wegen sexuellen Missbrauchs zu neun Jahren Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht von Navarra bestätigte das Urteil im Dezember. Beide Gerichte sahen „nur Missbrauch“, weil das Opfer sich nicht gewehrt hatte. Betrunken und in einem Zustand der Schockstarre, ließ es alles über sich ergehen.

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