Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez berät sich
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Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez will den Notstand nochmal verlängern.

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Sánchez zum Vier-Stufen-Plan: Ab Montag Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

  • vonMelanie Strauß
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Ab Montag tritt Spanien in die sogenannte Phase 0 des Vier-Stufen-Plans zum Ausstieg aus den strikten Anti-Corona-Maßnahmen ein. Sánchez plant, den Notstand nochmal zu verlängern.

  • Maskenpflicht in öffentlichen Verlehrsmitteln ab 4. Mai.
  • Regierung verteilt Mundschutz.
  • Verlängerung des Notstands um weitere 14 Tage.

Madrid - Jetzt kommt die Maskenpflicht in Spanien - zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer TV-Ansprache. Ab Montag, 4. Mai, wenn das Land offiziell in die sogenannte Phase 0 des Vier-Stufen-Plans zum Ausstieg aus den strengen Anti-Corona-Maßnahmen eintritt, wird der Mund-Nasen-Schutz in Bus und Bahn spanienweit Pflicht sein.

Um die Einhaltung zu unterstützen, werde die Regierung ab Montag sechs Millionen Schutzmasken an Verkehrsknotenpunkten verteilen, sagte Sánchez. Weitere sieben Millionen Mundschutze werden an die Gemeinden und Provinzen zur Weiterverteilung an die Bürger übergeben, genauso wie 1,5 Millionen weitere an Hilfsorganisationen wie Caritas oder Rotes Kreuz.

Desweiteren dürfen ab Montag Restaurants und Cafeterías - nach vorheriger telefonischer Bestellung - Speisen zum Abholen anbieten. Viele kleinere Geschäfte dürfen wieder öffnen und einzelne Kunden bedienen. Profisportler dürfen wieder ohne Zeitlimit trainieren, Personen aus demselben Haushalt wieder in einem Auto unterwegs sein.

Sánchez will Notstand nochmals verlängern

Sánchez verkündete außerdem, den Notstand, der offiziell am 10. Mai endet, um weitere 14 Tage verlängern zu wollen. „Wir beginnen den Ausstieg aus den Maßnahmen mit enormer Unsicherheit“, betonte der Ministerpräsident, „aber wir haben Gewissheit, dass Spanien in der Lage ist, das Virus zu besiegen“. Spanien habe die Ausbreitung des Coronavirus mit den strengsten Regeln in der westlichen Welt gestoppt. „Vielleicht haben wir uns das ein oder andere Mal getäuscht, aber wir mussten Entscheidungen treffen, die zuvor noch niemand in unserem Land treffen musste“, verteidigte Sánchez das auch kritisierte Krisenmanagement seiner Regierung.

Weitere wirtschaftliche Maßnahmen für Regionen

Am Sonntag sollen zudem weitere wirtschaftliche Maßnahmen bekannt gegeben werden, darunter eine Sondersubvention für die Autonomen Gemeinschaften über 16 Milliarden Euro zur Ankurbelung der Wirtschaft und eine Kreditlinie von 30 Milliarden Euro für Kleine- und Mittelständische Unternehmen. Details folgen.

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