frachter stanbrook im hafen von alicante während des spanischen bürgerkrieges
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Der britische Kohledampfer Stanbrook rettete tausenden Menschen aus Alicante das Leben. Die Initiative ging vom Captain aus, die Welt hatte die Spanische Republik längst abgeschrieben.

Spanischer Bürgerkrieg

Apokalypse in Alicante: Die furchtbaren letzten Tage des Spanischen Bürgerkrieges

  • vonMarco Schicker
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1939 verblutet in Alicantes Hafen die Spanische Republik. Der Bürgerkrieg endete, Frieden aber bedeutete das noch lange nicht. Eine Chronik, offene Wunden und Spurensuche heute.

  • Die Lage für die Spanische Republik war Anfang 1939 schon aussichtslos. Interner Streit zwischen Kommunisten, Anarchisten und Gemäßigten verschärfte die Lage.
  • Francos Truppen gewannen mithilfe italienischer und deutscher Faschisten. Der Diktator rächte sich brutal an seinen Gegnern.
  • Exhumierung von Franco und Vox: Der Spanische Bürgerkrieg wurde nie richtig aufgearbeitet und spaltet Spanien noch heute.

Alicante - Der seit zweieinhalb Jahren in Spanien wütende Bürgerkrieg, Folge eines faschistischen Putsches gegen die legitime Regierung des Landes, gilt militärisch und politisch schon längst als entschieden, als der republikanische Regierungschef, Juan Negrín, am 23. Januar 1939 die Generalmobilmachung für ganz Spanien anordnet. Doch viel zu mobilisieren gibt es nicht mehr. Am 26. Januar fällt Barcelona, lange Zentrum des republikanischen Widerstandes, bis 10. Februar der Rest Kataloniens in die Hände der Franco-Faschisten. Negrín und viele militärische und politische Führer der Republik müssen zunächst nach Frankreich fliehen. Nur Madrid, Teile der Mancha und die Levante-Küste von Valencia bis Almería sind noch republikanisch.

Franco lügt ein Friedensangebot: Spanische Republik war schon verloren

Am 18. Februar 1939 bietet Francisco Franco per Radioansprache einen „Frieden“ an, man werde „das Leben all jener schonen, die sich nicht direkt an Bluttaten beteiligt haben“, lügt er ins Mikrofon, während seine Soldaten und Geheimpolizei reihenweise Kriegsgefangene und Zivilisten abschlachten, zigtausende in Lagern verschwinden lassen. Ohne Prozesse. Ohne Rechte.

Die Spanische Republik war Anfang 1939 auf ein kleines Territorium (rosa) reduziert und von Francos Truppen umstellt.

Negrín kehrt nach Spanien zurück, am 26. Februar versammelt er die Reste seiner Minister und Kommandeure in Llanos bei Albacete, viele waren allerdings in Frankreich geblieben. Ihm schlägt offene Opposition entgegen, fast alle Fraktionen sehen keinen Sinn mehr darin, angesichts der offensichtlichen Unterlegenheit weitere Menschen zu opfern. Sie fordern Kapitulationsverhandlungen um jeden Preis.

„In einem Krieg darfst du nie zugeben, dass alles verloren ist. Gibst du es zu, vernichten sie dich.“

Kriegsberichterstatter Ernest Hemingway über Juan Negrín, Regierungschef der Spanischen Republik

An Negríns Entscheidung, den Kampf dennoch weiterzuführen, reibt sich die Geschichtsschreibung bis heute. Er selbst sagte, dass er „über jeden Frieden verhandeln“ wolle, außer über jenen, „in dem Franco 500.000 Männer hinrichten lässt.“ Es gibt keinen Konsens darüber, ob er sich Stalins Sowjetunion unterordnete oder als loyalster Verteidiger der Republik zu beurteilen ist. Jedenfalls waren die Kommunisten die treuesten und zum Schluss die einzigen Gefolgsleute des PSOE-Mannes und Arztes Negrín. 1947 wird der Exilierte aus der PSOE ausgeschlossen, und sollte erst 2006 zaghaft rehabilitiert werden.

Anerkennung Francos: Europa lässt Spanien im Stich

Das Unglück nimmt seinen Lauf: 27. Februar 1939: Frankreich und Großbritannien erkennen offiziell Franco als legitimen Regierungschef an. Der Staatspräsident, Manuel Azaña, übermittelt dem Parlamentspräsidenten Diego Martínez del Barrio daraufhin sein Rücktrittsschreiben. Ein formaler Akt, mehr nicht. Einen republikanischen Nachfolger wird es nicht geben.

Gleichzeitig stellt Stalin seine Unterstützung endgültig ein und gibt die Spanische Republik auf, die für ihn nur als Sowjetrepublik nach Moskauer Muster vorstellbar war. Die Russen opfern Spanien, um mit Hitler einen Nichtangriffspakt auszuhandeln, der auch die erneute Aufteilung Polens und die sowjetische Besetzung des Baltikums beinhaltet. Nachdem Großbritannien sowohl den Einmarsch Nazideutschlands in Österreich als auch die Annexion der Tschechoslowakei hingenommen hatte, schien es Stalin opportun, sich mit der stärksten Macht Europas zu arrangieren. Europa hatte Spanien endgültig abgeschrieben.

Spaniens Diktator Francisco Franco und sein Verbündeter Adolf Hitler, der ihn im Spanischen Bürgerkrieg entscheidend unterstützt hatte, bei ihrem einzigen persönlichen Zusammentreffen am 23. Oktober 1940 in Frankreich. Oben das Original, unten eine Retousche, in der man Franco freundlicher dreinblicken ließ.

28. Februar: Zum zentralen Antipoden des Regierungschefs Negrín wird in diesen Tagen Oberst Segismundo Casado, Chef des zentralen Frontabschnitts, zu dem auch Madrid gehört. Drei der vier Armeen in Casados Zone unterstellt Negrín in diesen Tagen kommunistischen Kommandeuren, um den Gehorsam zu garantieren, was das Fass für den Berufsmilitär Casado zum Überlaufen bringt.

Kuhstall als Ministerium: Regierung flieht ins Hinterland von Alicante

Er versammelt rechte PSOE-Führer um sich und kann auch die damals starken trotzkistisch-anarchistischen Kommandeure, Stalins Todfeinde, auf seine Seite ziehen. Casado verbietet die KP-Zeitung „Mundo Obrero“ in Madrid und lässt über Geheimkanäle mit Francos Leuten sondieren.

2. bis 5. März: Regierungschef Negrín ist mit seinem Stab mittlerweile ins Alicantiner Bergland ausgewichen und installiert sich in Elda. Casado hingegen verschanzt sich an der Puerta del Sol in Madrid, weil er erwartet, dass die Kommunisten ihn verhaften wollen. Er gründet eine Gegenregierung, den Nationalen Verteidigungsrat, in der Nacht lässt er strategische Punkte der Hauptstadt besetzen. Um Mitternacht wird über das Radio die Absetzung Negríns proklamiert, die Republik putscht gegen sich selbst, die Frente Popular zerbricht in ihre Einzelteile, bis 13. März kämpfen in den Straßen Madrids Republikaner gegen Republikaner.

Das Aerodromo von Monóvar in Alicante diente der republikanischen Regierung als Ausweichquartier und Flucht-Flughafen für das Exil.

8. März: Vom kleinen Flugplatz, dem Areodromo de Monóvar setzen sich immer mehr republikanische Führer nach Frankreich oder Marokko ab, darunter auch das Politbüro der Kommunistischen Partei. Negrín macht Petrer zur operativen Hauptstadt Spaniens, so ziehen Ministerien unter anderem in Bars, Molkereien und Autowerkstätten ein. Eine Regierung ohne Volk, ohne Land, ohne Macht.

Republikaner gegen Republikaner: Showdown in Madrid

10. März: Die Kommunisten gewinnen in Madrid zunächst kurz die Oberhand, doch die Anarchisten setzen Truppen von Guadalajara aus in Marsch, sie haben noch eine Rechnung offen: das stalinistische Massaker an ihren Kameraden in Barcelona im Mai 1937. Die Kommunisten exekutieren derweil drei Casado-Offiziere, müssen aber noch am selben Tag kapitulieren. Casado lässt den Kommandeur Luis Barceló Jover sowie dessen Politkommissar Conesa umgehend hinrichten.

11. bis 13. März: Die Front ist indes kaum noch als solche zu bezeichnen. Manche Militärführer wissen nicht einmal, welche Stadt gerade in wessen Händen ist. So schiffen sich am 11. März über 2.000 Soldaten der Franco-Flotte in Castellón ein, um die Garnison in Cartagena zu verstärken. Doch dort hatten loyale republikanische Marineeinheiten den Hafen von den Franquisten nochmals zurückerobern können. 1.500 Mann starben im Feuer der Kanonen beim Einlaufen in Cartagena. Der Nationale Verteidigungsrat versendet über die britische Botschaft und den Vatikan Signale zu Waffenstillstandsverhandlungen an Franco. Darin werden Abzugsgarantien und Amnestien gefordert. Die Vorschläge werden rundweg abgelehnt.

Noch heute findet die Guardia Civil Relikte aus dem Spanischen Bürgerkrieg, wie diese Fliegerbombe der deutschen Nazi-Luftwaffe.

14. März 1939: Casado taktiert. Eigentlich will er nicht mehr kämpfen, kündigt aber in einer internationalen Pressekonferenz an, im Falle einer „nationalen Initiative bis zum Erreichen von Garantien zu kämpfen“. Franco fordert die „bedingungslose Kapitulation“.

21. bis 22. März: Nach einer Woche Geheimverhandlungen akzeptiert der Nationale Verteidigungsrat die „bedingungslose Kapitulation ohne Repressalien“. Doch das einzige Zugeständnis, das Franco eingeht, ist, den republikanischen Führern die Flucht ins Ausland zu gestatten.

27. März: Franco startet mit der „Siegesoffensive“, nach nur einem Tag fällt Madrid, die Stadt des „No pasarán!“ (Sie kommen nicht durch) praktisch ohne Gegenwehr. Eine Menschenmenge begrüßt Francos Truppen jubelnd als Befreier; Republikaner, zivile wie militärische, werden gelyncht, erschossen, gefoltert.

Zusammenbruch an allen Fronten: Über Alicante weht die Flagge Italiens

29. März: Zusammenbruch an allen Fronten. Die britische „Telegraph Press“ kabelt nach London: Radio Burgos habe am Nachmittag das Ende des Krieges vermeldet, Madrid ist gefallen, Radio Valencia funkt, die Stadt sei unter der Kontrolle der Falange, Radio Almería berichtet: Die Stadt ist gefallen. Die republikanische Marine in Cartagena hat kapituliert, in den Straßen wird gekämpft. Jaén, Guadalajara, Cuenca und Ciudad Real fallen an Franco.

30. März: Über der Burg von Alicante, Santa Barbara, weht die italienische (!) Flagge. Die Alicantiner haben die Mussolini-Truppen noch in böser Erinnerung, 1938 bombardierten ihre Flugzeuge die Markthalle von Alicante mit dutzenden zivilen Opfern. So wie etliche andere Orte von deutschen Bombern in Schutt und Asche gelegt wurden. 5.000 deutsche Soldaten mordeten in der Legion Condor im Auftrag Hitlers in Spanien, die deutsche Rüstungsindustrie erprobte neues Gerät.

Rettung bleibt aus: Die Republik verblutet in Alicantes Hafen

Massen von Flüchtlingen stauen sich am Hafen von Alicante, darunter rund 15.000 republikanische Soldaten, die Franco in eine Falle lockte. Er hatte Casado zugesagt, die restlichen Truppen könnten über Alicante nach Großbritannien ausreisen, er habe Schiffe besorgt. Doch nur einige Tausend gelangen auf britische und marokkanische Frachter, auf private Entscheidung der Kapitäne. Die meisten nimmt der Kohlendampfer „Stanbrook“ an Bord. Aus England kommt keine organisierte Hilfe. Etliche nehmen sich das Leben. Die republikanische Führung setzt sich zu Luft und zu Wasser ab, auch Casado und Negrín fliehen.

„Am heutigen Tage, die roten Truppen sind vernichtet und entwaffnet, haben die nationalen Einheiten ihre letzten Ziele erreicht. Der Krieg ist beendet.“

Francisco Franco am 1. April 1939 im spanischen Rundfunk.

31. März: Italienische und Franco-Truppen marschieren zum Hafen von Alicante, es kommt zu Kämpfen mit den letzten 2.000 Soldaten, die dort eingekesselt ausharren. Nach und nach geben sie auf oder sterben, werden erschossen oder in die Stierkampfarena abgeführt und anschließend in Konzentrationslager wie Los Almendros oder auf der Burg von Alicante

Alicante fällt als letzte große Stadt Spaniens. Nur ein kleines Denkmal am Hafenbecken, wo heute die Jachten der Besserverdiener liegen und ein Casino steht, erinnern an das Schlachten dieser Tage. Erhalten geblieben und wieder belebt sind hingegen die Refúgios, die Schutzbunker gegen Luftangriffe, in denen es heute Führungen gibt.

Von der Kultstätte für Diktator Franco zur Gedenk- und Versöhnungsstätte für ein ganzes Land? Im Tal der Gefallenen bei Madrid.

Massaker und andere Racheakte - Franco installiert seine Diktatur

Am 1. April 1939 erscheint das berühmte pathetische Bulletin des „Generalíssimo“: „Am heutigen Tage, die roten Truppen sind vernichtet und entwaffnet, haben die nationalen Einheiten ihre letzten Ziele erreicht. Der Krieg ist beendet.“ Tatsächlich leisteten in einigen Dörfern Almerías noch zwei Wochen lang Menschen Widerstand, für die sich Franco mit Massakern auch an zivilen Flüchtlingskolonnen rächte.

Der Krieg war beendet, aber es sollte keinen Frieden geben. Der Konflikt kostete mindestens eine halbe Million Menschen in Spanien das Leben, mindestens 150.000 davon durch Exekutionen auf beiden Seiten. Hunger- und Seuchenopfer, also mittelbar „Gefallene“ wurden noch nicht einmal seriös gezählt. Viel ist darüber gesagt und geschrieben worden, ob die Republik nicht mehr an sich selbst und ihren inneren Widersprüchen als am faschistischen Putsch zerbrach und sie, vor allem wegen der internationalen Gemengelage, eigentlich nie eine Chance hatte.

Die Sieger schrieben die Geschichte weiter: Franco installierte seelenruhig seine Diktatur, auch auf den Säulen der Kirche und der Reichen, schaltete alle Institutionen gleich, darunter auch die Guardia Civil und rächte sich mit weiteren rund 50.000 Hinrichtungen und „Todesfällen“ und führte noch 40 weitere Jahre Krieg gegen sein eigenes Volk. Gegen all jene, die sich seiner faschistischen Ideologie nicht unterordneten. Am 1. September 1939 startete Hitler einen Weltkrieg, in dessen Schatten Verbündeter Franco sein System etablieren konnte.

Francos Tod - Juan Carlos I. wird Nachfolger - Blutiger Übergang in die Demokratie

Hunderttausende gingen ins Exil. Die letzten politischen Todesurteile in Spanien wurden 1974 vollzogen, an Salvador Puig Antich und dem Deutschen Georg Michael Welzel. 1975 stirbt Franco, dessen Ziehsohn, Juan Carlos I., wird zum König gekrönt und übernimmt die Amtsgeschäfte als Staatschef. Doch er steht der Transicíon, dem Übergang in die Demokratie nicht im Wege, im Gegenteil, er wirkt aktiv daran mit. Das hatte Franco anders geplant.

Deutschsprachige Dokumentation über den Spanischen Bürgerkrieg:

Sanft geht die Wend nicht von statten. Rechte Todesschwadronen erschossen noch 1977, beim „Massaker von Atocha“, fünf Gewerkschaftsführer, ETA mordete bereits seit Jahren auch von „links“. Seit dem Tode Francos bis zum Verfassungsreferendum 1978 starben weitere hunderte Menschen gewaltsam.

1978: Verfassung, Referendum, wieder ein König als Identifikations-Fetisch und freie Wahlen. Der Übergang zur Demokratie gelingt, in dem man einen Deckel auf die Diktatur presst. Keine Verurteilungen wegen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mord, Folter, kaum Wiedergutmachung und Zigtausende Opfer bleiben noch immer in anonymen Massengräbern verscharrt. Den Druck im historischen Kessel spürt man heute noch. 1981 putschten Teile der Guardia Civil, stürmen mit Schüssen das Parlament. Doch dieser Putsch scheitert. An Juan Carlos I., der als Staatsoberhaupt erkannte, dass Spanien frei sein wollte. Spanien fand nun nach Europa und so einen vorläufigen Frieden.

Alte Wunden reißen auf: Franco spaltet das Land auch heute - Exhumierung

Die Wunden reißen von Zeit zu Zeit auf, nicht nur in Debatten zwischen den politischen Lagern oder das Auferstehen einer Partei, Vox, die nicht nur die Franco-Zeit verklärt und ihre Verbrechen relativiert oder negiert, sondern die bewusst an die Symbolik, die Parolen und sogar die politischen Ziele Francos anknüpft und ihren gefährlichen Populismus mit der Hoffnung auf ein wieder "großes Spanien" verkauft und dezidiert jene kriminalisiert, die ihrer Meinung nach nicht dazugehören.

Führung durch ein refúgio, ein Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung von Alicante während des Spanischen Bürgerkrieges.

Auf der anderen Seite: Die Regierung Pedro Sánchez setzte um, was lange niemand für möglich gehalten hatte. Die Exhumierung der sterblichen Überreste Francos 2019 aus dessen durch Zwangsarbeiter errichteten Mausoleum im Tal der Gefallenen bei Madrid. Die Benedektiner-Mönche dort weigerten sich zunächst, den teuren Toten auszuliefern, doch selbst der Vatikan, der sich nach 1945 über die Rattenlinie beim Verstecken von Nazis in Südamerika zweifelhaften Ruhm erwarb, hatte dafür kein Verständnis mehr. Das Vorhaben der Familie, Francos Reste per Staatsbegräbnis in eine Privatkapelle in die Almudena-Kathedrale von Madrid zu überführen, wurde von der Regierung verhindert, ein kleiner Friedhof am Rande der Stadt soll die endgültig letzte Ruhestätte des Massenmörders sein.

Badespaß und Erinnerung an das Grauen: Reste von Bunkern aus dem Spanischen Bürgerkrieg in Les Deveses bei Jávea und Dénia.

Nicht verhindern konnte man, dass die Familienmitglieder, die Enkel Francos, den Sarg mit einer Nationalflagge belegt medienwirksam aus der Kathedrale im Valle de los caídos trugen, dem Tal, in dem die Gefallenen beider Lager nun ohne den caudillo ruhen, der einen Großteil der damaligen Verbrechen zu verantworten hat. Möglicherweise wird irgendwann eine richtige, lehrreiche Gedenkstätte daraus. Doch auch denkbar, dass dafür weitere 40 Jahre ins Land gehen müssen.

Die Refugios, die Schutzbunker aus der Zeit des Bürgerkrieges in Alicante kann man heute im Rahmen von Führungen besuchen. Die Stadt gedenkt auch regelmäßig des Bombenangriffes auf die Markthalle 1938. Auch in Almería werden Führungen durch die Luftschutzbunker angeboten. Die valencianische Landesregierung sucht seit Anfang des Sommers nach Widerstandskämpfern und Oppositionspolitikern in Alicante, Valencia und Castellón.

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