zwei polizisten der guardia civil in einer alten und einer aktuellen uniform
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Zwei Beamte der Guardia Civil präsentieren sich in einer alten Galauniform und der aktuellen Dienstkleidung zum 175. Jahrestag der Polizeieinheit bei einem Festakt in Alicante.

Spaniens Polizei mit Dreispitz

Von Ordnung und Freiheit: Die Geschichte der Guardia Civil in Spanien

  • vonMarco Schicker
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Seit 1844 steht die Guardia Civil in Spaniens Diensten. Die spannende Geschichte von der Hilfsarmee zur Bürgerpolizei mit dem markanten Dreispitz war und bleibt voller Widersprüche.

  • Die Guardia Civil wurde 1844 in Spanien gegründet, um Wegelagerei und politische Aufstände zu kontrollieren.
  • Die Guardia Civil war Teil der Unterdrückungsapparate in Dikaturen, wurde aber auch Opfer von Terroristen.
  • Die größte Polizeieinheit Spaniens arbeitet heute in hochspezialisierten Facheinheiten, kontrolliert vom Innenministerium.

Madrid - „Guardia Civil – immer an deiner Seite“. Man könnte ergänzen: Ob Sie wollen oder nicht. Die Guardia Civil präsentiert sich prinzipientreu, modern und bürgernah. Sie nennt sich selbst Benemérita, "die Verdienstvolle" und trägt den Treuschwur "Todo para la patria", - alles für das Vaterland auf ihrer Fahne. Doch die Bürgernähe endete immer dann, wenn die Politik die Guardia instrumentalisierte oder sie nicht ausreichend kontrollierte.

Noch heute sehen sich die rund 85.500 Guardias mitunter unangenehm zwischen die Fronten gestellt. In Katalonien mussten die Polizisten ausbaden, was die Politik nicht lösen konnte oder wollte. Und selbst ihr Chef, der Innenminister, forderte im Mai 2020 durch rigorose Postenbereinigungen das Selbstverständnis der Truppe heraus. Dabei werden die täglichen Herausforderungen technologisch hochgerüsteter und zunehmend globalisierter Kriminalität nicht geringer.

Guardia Civil, die Polizei Spaniens für den ländlichen Raum. Historisches Foto von 1890.

Napoleons Gendarmerie als Gründungspate der Guardia Civil in Spanien

Die Geschichte der Guardia Civil beginnt mit dem Ende des Befreiungskrieges gegen Napoleon 1814. Dessen Bruder, Joseph I., wütete als Besatzer-König grausam, die Spanier wollten sich durch Plünderungen und Standrecht nicht von den Vorzügen des republikanischen Kaisertums überzeugen lassen. Schon 100 Jahre zuvor, beim Erbfolgekrieg, hatten die Spanier gelernt, dass sie von ihrem König oder den Provinz-Granden kaum Hilfe erwarten konnten. Und so waren es vielerorts Freiwillige, die sich zu Korps zusammenschlossen, um sich ihr Land zurückzuholen. Viele dieser Guerilleros konvertierten nach dem Ende des Krieges zu Bandoleros, Wegelagerer aus Not und Gewohnheit.

Die Guardia Civil beschreibt in einer Abhandlung anlässlich des 175. Jahrestages 2019 diese unhaltbaren Zustände als Hauptmotiv für ihre Gründung. Man würde Freischärler integrieren oder mit ihnen aufräumen, Spanien erhielte endlich eine flächendeckende Polizei, ganz ähnlich der französischen Gendarmerie. Was die offizielle Version verschweigt: Die Gendarmerie half entscheidend dabei mit, dass sich die Pariser Julirevolution 1830 nur über einen Sommer erstreckte und nicht wie in Spanien 1820 über fast vier Jahre hinzog.

Kompetenz-Wirrwarr auf spanisch: Ein Vertreter der Guardia Civil, der Nationalpolizei und der katalanischen Regionalpolizei mossos d‘esquadra. Dazu gibt es dann jeweils noch eine Ortspolizei.

Das Trienio Liberal (1820-23) mit seiner liberalen Verfassung von Cádiz bedrohte nämlich ganz erheblich und erneut den Absolutismus. Fernando VII. sollte auf sie schwören, ging aber ins Exil nach Frankreich. Er konnte seine Macht nur durch eine erneute französische Intervention wiederherstellen, den Einfall der „Cien Mil Hijos de San Luis“, ein gemischtes Expeditionskorps, das keine Gnade kannte.

Erster Auftrag der Guardia Civil: Aufstände im Keim ersticken

Als Königin Isabel II., Tochter von König Fernando VII., das königliche Dekret vom 13. Mai 1844 erlässt, die Gründungsurkunde der Guardia Civil, ernennt sie den Granden Francisco Javier Girón y Ezpeleta, Herzog von Ahumada, zum ersten Kommandanten. Dieser wurde mit seinem Generalsvater, Pedro Agustín Girón, von den Liberalen 1821 ins Exil nach Gibraltar gezwungen und kehrte mit den Franzosen und Fernando zurück. Er wollte mit der Guardia nicht nur die Sicherheit der Bürger garantieren, sondern durch flächendeckende Präsenz künftige Aufstände im Keim ersticken helfen. Was er auch tat.

„Den Erhalt der öffentlichen Ordnung, den Schutz der Personen und der Güter und die Hilfe, die bei der Durchsetzung der Gesetze nötig ist“, hieß der Auftrag im damaligen Amtsspanisch. Der kommandierende Herzog erweiterte das königliche Dekret um Grundsätze, wonach „die Ehre die Hauptdevise der Guardia Civil“ sei, die „unbefleckt bleiben muss, denn einmal verloren, bekommt man sie nie wieder“.

Karlisten-Kriege: Polizei wird zur Armee, auch im Ausland

Die Guardia hatte beim Start 5.769 Männer in 14 Divisionen, 232 Offiziere und 14 Kommandeure zur Verfügung. Sie unterstanden dem Kriegsministerium, ihre Aufstellung orientierte sich an den glorreichen Zeiten der Habsburger-Monarchie, als Spanien die halbe Welt regierte. Die Einschreibungsbüros wurden geradezu überrannt, die Aussicht auf ein festes Gehalt und ordentliche Lebensumstände lockte Verzweifelte aus allen Ecken des Landes.

Dokumentation über die Guardia Civil (span.) mit Schwerpunkt auf die Franco-Zeit.

In den ersten Jahren ging es um eine schrittweise Professionalisierung der Einheiten, denen auch die „Verhältnismäßigkeit ihrer Maßnahmen“ eingebläut wurde. Viel Zeit zur Konsolidierung blieb nicht, denn schon 1846 bis 1849, 1854 bis 1856 sowie 1872 bis 1876 brachen mit dem zweiten und dritten Karlisten-Aufstand und der Vicalvarada wieder kriegerische Zustände über das Land, welche die Polizei zur Armee werden ließen.

Untergrundkämpfer verschiedener Ideologien und separatistischer Bewegungen wurden ebenso Herausforderungen wie der marodierende Bandolerismo. Die Guardia Civil rutschte damals zwangsläufig in eine Rolle, die sie heute noch immer zum Teil charakterisiert, ob sie das offiziell zugibt oder nicht: Sie war und ist der militärische Garant von Spaniens innerer Einheit. 1847 gab es aber auch den ersten Auslandseinsatz, Portugals Regent rief Spanien und England gegen einen Bürgeraufstand um Hilfe, die Kavallerie der Guardia Civil half bei der Niederschlagung und besetzte kurzzeitig Porto.

Diese Episoden verkauft die offizielle Geschichtsschreibung der Dreispitz-Truppe noch heute mit „Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Schutz der Institutionen“. Nicht nur einmal drohte ihr die Auflösung. „Dies wurde eine Konstante im Laufe der Geschichte unserer Institution: drohende Auflösung, weil wir loyal geblieben sind“, schreibt die Guardia Civil auf ihrer Homepage. An diese vermeintliche Loyalität wird sie noch zu erinnern sein.

Guardia wird vollständig dem Kriegsministerium unterstellt

Die Revolution 1868 führte zur Ersten Spanischen Republik. Isabel II., Gründerin der Guardia Civil, musste ins Exil. Drei Wahlen und sieben Regierungen später kam 1873 mit Amadeo I. der Reaktionismus zurück und damit endeten auch Versuche, die Guardia einer parlamentarischen Kontrolle zu unterstellen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Land mehr aus Erschöpfung denn Einsicht etwas beruhigt, seine Kolonien verloren und darbte. Alfonso XII. hatte den alternierenden Parlamentarismus zwischen Konservativen und Liberalen ohne wirkliches Wahlrecht eingeführt.

Die Guardia entwickelte zumindest Ansätze humanistischer Grundnormen, zum Beispiel im Umgang mit Delinquenten. Sie wurde nun auch noch stärker im ländlichen und kleinstädtischen Ambiente verankert und personell stark aufgestockt sowie wieder vollständig vom Kriegsministerium kontrolliert. Um die eigenen Leute kümmerte man sich: 1853 wurde ein Ausbildungsbataillon gegründet, das Waisen von gefallenen Gardisten aufnahm, es gab Invaliden- und Rentenfonds, Guardias bekamen ein eigenes Wohnungsbauprogramm. 1878 wird die Guardia per Verfassung zur „Hilfseinheit der Armee“ bestimmt.

Die Guardia Civil gibt sich bürgernah, patriotisch und prinzipientreu. Hier bei einer Kontrolle am Mercadona in Finestrat, während der Ausgangssperre wegen des Coronavirus in Spanien.

Kugeln gegen Arbeiter - Einsätze im Ausland

„Die Industrialisierung hat eine organisierte Arbeiterklasse aufkommen lassen, was zu einem Anstieg der sozialen Konflikte führte“, schreibt die Guardia Civil und gibt zu, dass sie „häufig“ gegen die „Aufstände von Arbeitern und Bauern“ eingesetzt wurde. Noch heute liegt für sie die Ursache sozialer Konflikte im Kampf der Arbeiter um ihre Rechte, nicht etwa in deren Verweigerung. Immerhin stellt man fest, dass „große Teile der Bevölkerung in schlechten Verhältnissen lebten und ohne politische Vertretung blieben“. Anarchistische Mordserien gegen Pfarrer, eine Reihe von Attentaten wie gegen das Teatro Liceu in Barcelona 1893 erschütterten das Land. Es folgten Racheakte von Milizen, bei denen die Guardia wegschaute.

1909 mussten Gardisten Arbeiteraufstände in Marokko niederschlagen, die in einen Generalstreik und die „Tragische Woche von Barcelona“ mündeten, ab 1917 wurde alles niedergemacht, was sich nach einer Räterepublik sowjetischen Musters sehnte. Auch auf den Philippinen und Kuba wurde „für Ordnung“ gesorgt. Ab 1920 übernahm das die neu gegründete Legion, die später Keimzelle und Stoßbatallion für Francos Putsch wurde - und ihr Jubiläum in diesem Jahr als verehrte Vaterlandsverteidiger feiern darf.

Ein erster Putsch schlägt fehl

Vom Ersten Weltkrieg, an dem Spanien nicht direkt beteiligt war, profitierte die Garde durch modernere Waffen, bis 1925 wurden die eigentlich als Polizisten gedachten Einheiten regelmäßig als Kampftruppen in Afrika eingesetzt. In den 20er Jahren rutscht Spanien in eine faschistische Militärdiktatur unter General Primo de Rivera. 1929 erwischt das Land die Weltwirtschaftskrise, 1930 löst Alfonso XIII. den unhaltbar gewordenen Diktator wieder ab, den er selbst legitimiert hatte, 1931 gewinnen die Republikaner in 41 Provinzhauptstädten die Kommunalwahlen.

Schon 1932 versuchen mehrere Einheiten der Guardia Civil unter General Sanjurjo einen Putsch. Dieser scheitert, die Truppe wird zunächst direkt dem Amt des Regierungschefs unterstellt. 1934 gibt es Streiks und Aufstände im ganzen Land, Asturien, Katalonien und das Baskenland gründen eigene Republiken, es gibt hunderte Tote beim Militär, bei Aufständischen und unter Zivilisten. Die Guardia Civil ist ein Hassobjekt, allein am 19. Oktober sterben 100 Mann, rund 20 Kasernen fallen.

Die Guardia Civil in der Franco-Zeit: Gespalten wie das Land

1936 hat die Einheit 33.500 Personen unter Befehl. Rund die Hälfte schlägt sich beim faschistischen Putsch auf die Seite der Republikfeinde, die andere Hälfte bleibt der Republik treu. „Die Guardia Civil war im Spanischen Bürgerkrieg oftmals entscheidend, der Aufstand gelang dort, wo sich ihre Einheiten auf Seiten der Putschisten einreihten und scheiterte, wo man der Republik treu war“, versucht man heute ungelenk wertfrei zu resümieren. Man hätte auch schreiben können: Rund die Hälfte der Guardia Civil hatte ihr Land verraten. Doch wie will man sich dann als Opfer der eigenen Loyalität darstellen?

Der loyale Teil der Guardia ging in den Armeen der Republikaner auf und mit ihnen unter, der andere wurde von Franco gleichgeschaltet. Dieser war so enttäuscht, dass Gardisten, auf die er eigentlich gesetzt hatte, mithalfen, die Eroberung von Schlüsselstädten wie Madrid, Barcelona oder Valencia zu verhindern, dass er sogar deren Auflösung ins Auge fasste. Er entschied sich dafür, die Institution unter einen Generalstab zu stellen, der exklusiv aus treuen Armeegenerälen bestand. Sie wies dann die gleichen Charakteristiken auf wie Polizeien aller Diktatoren von Stalin bis Pinochet.

Ab Ende der 60er Jahre zeigte das Franco-Regime erste, leichte Anzeichen der Lockerung, verbunden mit ökonomischem Aufschwung, Tourismus und Suche nach internationaler Anerkennung. In dieser Zeit wurden viele der heute noch existierenden Spezialeinheiten gegründet.

Gardisten als erste und letzte Opfer des ETA-Terrorismus

Das erste Opfer der ETA war 1968 der Guardia Civil José Pardines Arcay, „der in Ausübung seiner Pflicht als Gesetzeshüter“ bei einer Verkehrskontrolle erschossen wurde. Der Täter wurde bei der Verfolgung erschossen, kurz darauf rächte sich die ETA am baskischen Chef der Franco-Geheimpolizei Melitón Manzanas. Diese Spirale verfolgte Spanien bis vor wenigen Jahren: Zwei Guardia Civiles 2009 und ein französischer Polizist 2010 waren die letzten Terroropfer. Die Guardia Civil hat tatsächlich die „Ordnung“ aufrecht erhalten, im Sinne Francos. Ihre Angehörigen haben auch gemordet, wie Historiker herausfanden, teilweise nur, um befördert zu werden.

Selbstdarstellung der Guardia Civil anlässlich des 175. Jahrestages der Gründung:

Die als Bürgerschutz geplante Einheit wurde zur Garde eines Mörders, zum Staat im Staate, stützte die Diktatur und profitierte von ihr. Das war nicht anders in der Politik und in der Wirtschaft. Sie war nicht besser oder schlechter als der Rest der Gesellschaft – das ist sie bekanntlich auch heute nicht. Doch die Guardia Civil war und ist bewaffnet und war damals mit einem politisch motivierten Schießbefehl ausgestattet. Dass sie dabei auch selbst Opfer zu beklagen hatte, liegt in der Natur von Kriegen.

Integration in die Demokratie: Teil des Deals des Übergangs aus der Franco-Diktaur

Wie über die gesamte Diktatur wurde auch auf die Verbrechen der Guardia Civil 1978 mit dem Übergang zur Demokratie ein Deckel gestülpt. Die Liste der Taten hätte für mehr als eine Auflösung genügt, doch ihre Integration in das neue System war Teil des Deals.

Die Truppe wurde nicht nur aus der militärischen Befehlsstruktur genommen und dem Innenministerium als eine der Polizeieinheiten unterstellt, sondern bekam neben einer Amnestie auch klare Kompetenzen zugeteilt: „Verteidigung der verfassungsmäßigen Ordnung, Schutz der freien Ausübung der Freiheitsrechte und Garantie der Sicherheit der Bürger“, hieß es nun. Erstmals also hatte die Guardia Civil nicht nur die Ordnung, sondern auch die Freiheit zu bewachen. Nicht nur den Staat vor seinen Bürgern, sondern die auch vor dem Staat zu schützen. Der Weg zu einer wirklichen Polizei und „Bürgerwacht“ war frei. 1981 bedankten sich einige Gardisten durch einen erneuten Putschversuch, diesmal weltweit live im TV, der auch durch das Eingreifen des Königs Juan Carlos I., der ja selbst ein Ziehsohn der Diktatur war, kläglich scheiterte.

Die Guardia Civil nimmt ein Flüchtlingskind in Empfang, das auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet wurde.

Ist die Guardia Civil heute gesetzlich einwandfrei definiert? Staatsrechtler schütteln den Kopf: Das Ley Orgánica 2/1986 bestimmt, dass Beförderungen bei der Guardia vom Verteidigungsministerium zu genehmigen sind. Das Gesetz 1438/2010 besagt, dass die Guardia auch „Aktivitäten von militärischem Charakter“ durchführen kann und dann unter Kommando des Verteidigungsministeriums stünde. Das geht in anderen demokratischen Ländern ausschließlich unter der Wirkung des Ausnahme- also zum Beispiel des Kriegsrechts. Diese Abgrenzung aber gibt es in Spanien noch nicht.

Struktur und Abteilungen der Guardia Civil

Die Hundestaffel der Guardia Civil, unidad canina.
  • Sozusagen die Infanterie der Guardia Civil ist die Seguridad Ciudadana, die für das Tagesgeschäft in den Einsatzgebieten zuständig ist.
  • Hochspezialiserte Abteilungen unterstützen sie: Pafif, Patrulla Fiscal und Fronteras. Beobachtung und Sicherung der Landesgrenzen zu Lande und zu Wasser.
  • Servicio Marítimo. Dieser ist mit Rettungs- und Patrouillenbooten sowie Jagdbooten ausgestattet.
  • Die Protección del Puerto, die Hafenpolizei, ist eine der exklusiven Zuständigkeiten der Guardia Civil.
  • Die Kollegen der Geas, der Grupo Especial de Actividades Subacuáticas, sind die Spezialtaucher.
  • Auch die Protección del Aeropuerto gehört zu den Spezialitäten der Guardia.
  • Lässt ein Passagier einen Koffer unbeaufsichtigt, kommt die Tedax zu Hilfe, die Sprengmittelneutralisierer.
  • Zuvor kommt allerdings oft erst die Unidad Canina zum Einsatz, die Hundestaffel.
  • Seit 1983 verfügt die Guardia über eine eigene Kriminalpolizei, die Policía Judicial.
  • Wird man Verbrechern weder zu Lande noch Wasser habhaft, startet der Servicio Aéreo mit Hubschraubern durch, seit 1973 gibt es die fliegenden Guardias.
  • Zu Unfällen oder Staus auf den Straßen eilt die Agrupación de Tráfico, die Verkehrspolizei.
  • Verletzte oder ausgelaugte Touristen und Kletterer aus Bergwänden schälen, dafür gibt es die Greim, Grupo Especialista de Intervención Montaña.
  • Die Einheit Seprona, Servicio de Protección de la Naturaleza, bewacht die natürlichen Ressourcen, Wasserquellen wie Wälder, spürt illegale Brunnen auf und stellt Obst- und Gemüseräuber sowie Wilderer, schreitet aber auch bei Tierquälerei ein oder kontrolliert, ob Fischer illegalen Fang vermarkten.
  • Eine Antwort auf die Globalisierung und Digitalisierung bieten die Spezialisten der GDT, Grupo de Delitos Telemáticos, also die Cyberpolizei.
  • Taktisch besonders wichtig sind: Das COS, Centro Operativo de Servicio, das unter der Nummer 062 für alle Bürger zu erreichen ist und die Einsätze der genannten Truppen koordiniert und mit den anderen Exekutiveinheiten von Rettung bis Feuerwehr verbunden ist
  • Die Unidad des Seguridad Ciudadana de Comandancia, Usecic, ist die Eingreifreserve der Guardia Civil, eine kasernierte Bereitschaft, die allein auf Anweisung des regionalen Kommandeurs ausschwärmt.
  • Mindestens ebenso wichtig ist der Bürgerservice, Servicios al Ciudadano, der vom Ausstellen von Waffenscheinen bis zur Beratung in Fällen Häuslicher Gewalt oder Mobbing da ist und manchmal einfach auch nur einem älteren Menschen zuhört.

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