Eine Frau lächelt hinter einem blumengeschmückten Fenster.
+
Eine Frau lächelt an einem Fenster in Pamplona. Morgen dürfen die Spanier wieder nach draußen.

Ab Samstag wieder Sport und Spaziergänge in Spanien möglich

Spanien in den Startlöchern: Raus geht es nach 48 Tagen Corona-Quarantäne

  • vonStephan Kippes
    schließen

Spanien drückt die Corona-Zahlen weiter in Richtung Normalität. Am Samstag dürfen die Spanier wieder spazieren gehen und Sport treiben.

  • Zahl der täglichen Todesopfer bleibt unter 300.
  • Am Samstag Sport und Spaziergänge wieder möglich.
  • Auto bleibt dafür tabu.

Madrid – Die Zahl der täglichen Corona-Opfer bleibt unter 300. Spanien verliert gemäß dieser makaberen Aufzählungen 281 Mitmenschen in den vergangenen 24 Stunden, etwas mehr als die 268 vom Vortag. Demnach hat das Coronavirus bereits 24.824 Todesopfer in Spanien gefordert.

Das Gesundheitsministerium verzeichnete 1.175 neue Infizierte, was einem Anstieg von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortag auf insgesamt 215.216 Covid-19-Patienten entspricht, die mit der PCR-Testmethode erfasst wurden. Die Zahl der Gesundgeschriebenen kommt auf mehr als 50 Prozent an die der Infizierten heran und erreicht 114.678, was 2.628 mehr als am Vortag sind.

Lockerung der Corona-Ausgangssperre: Ab Samstag geht es raus

Die Spanier stehen schon in den Startlöchern. Am morgigen Samstag, 2. Mai, und zwar schon ab 6 Uhr morgens, dürfen Erwachsene nach 48 Tagen Quarantäne wieder nach draußen, entweder um mit einer Person spazieren zu gehen oder um Sport zu treiben. Dabei hat die Regierung Zeitvorgaben eingeführt und die körperliche Betätigung auf den Wohnort beschränkt. Man darf auch nicht das Auto oder die öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen, um irgendwohin zu fahren und von dort aus Sport zu machen oder spazieren zu gehen.

Sport treiben und spazieren gehen ist für über 14-Jährige ist - einmal am Tag - möglich von 6 bis 10 Uhr und von 20 bis 23 Uhr. Senioren über 70 Jahre und Pflegebedürftige in Begleitung einer Person dürfen von 10 bis 12 Uhr und von 19 bis 20 Uhr an die frische Luft, davon ausgenommen sind allerdings Bewohner von Seniorenresidenzen. Kinder unter 14 Jahren mit einem Erwachsenen zu den bekannten Bedingungen kommen von 12 bis 19 Uhr zum Zug. Der Zeitplan gilt nicht in Gemeinden unter 5.000 Einwohnern.

Spaziergang und Sport nur unter Auflagen

Der Ausgang der Minderjährigen bis 14 Jahre ist auf eine Stunde beschränkt, bei den Erwachsenen gibt es nur den Zeitrahmen als Beschränkung, bei den Spaziergängern kommt der Radius von einem Kilometer von der Wohnung dazu, bei den Individualsportlern das Gemeindegebiet. Und man darf nur einmal am Tag nach draußen, Vorsichtsmaßnahmen wie Mindestabstand zu Passanten sind einzuhalten, Schutzmasken werden empfohlen.

Diese Lockerungen greifen weiteren Erleichterungen vor, die am Montag in der Phase Null des Deeskaltionsplans in Kraft treten. Dann kann man wieder mit Termin den Friseur besuchen oder Essen aus dem Restaurant mit nach Hause nehmen.

Coronavirus-Zahlen in den Regionen

Andalusien verzeichnet derzeit 12.161 Infizierte. Dort liegt die Ansteckungsrate bei 0,9 Prozent. Die Gesamtzahl der Covid-19-Opfer beläuft sich derweil auf 1.238. Die Region Valencia erreicht 10.347 Infizierte. Dort liegt de Ansteckungsrate bei nur 0,2 Prozent, 1.245 Tote hat die Region schon zu beklagen. Und in Murcia erfasst das Gesundheitsministerium 1.488 Infizierte, im Vergleich zum Vortag haben sich 0,1 Prozent mehr angesteckt. Die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen liegt bei 132.

Derweil mussten neben den Exklaven Ceuta und Melilla sechs Regionen keinen neuen Covid-19-Patienten in die Intensivstation einweisen, nämlich Kantabrien, die Extremadura, Navarra, La Rioja, die Balearen und die Kanaren.

Niedrige Fallzahlen und genügend Kapazitäten in den Hospitälern führte Spaniens Chefepidemiologe Fernando Simón als wichtige Parameter bei der Überwindung der Corona-Krise nach den Vorgaben des Deeskalationsplans an. Noch immer gibt es Unterschiede zwischen Regionen wie den Kanaren und Murcia, die seit zwei Wochen sehr niedrige Ansteckungsraten verzeichnen. Angespannt sieht die Lage noch in Kastilien und León, Katalonien und La Rioja aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare