Dieses von der spanischen Guardia Civil zur Verfügung gestellte Bild zeigt Werkzeug neben dem Grenzzaun, das von Migranten genutzt wurde, um nach Ceuta zu gelangen. Foto: Guardia Civil/dpa

Spanien schiebt die 115 Migranten ab

Ceuta/Madrid - tl. Die Regierung Sánchez hat die unverzügliche Abschiebung der 115 afrikanischen Mig...

Ceuta/Madrid - tl. Die Regierung Sánchez hat die unverzügliche Abschiebung der 115 afrikanischen Migranten nach Marokko angeordnet, die am Mittwoch in Ceuta gewaltsam den Grenzzaun überwunden hatten und auf spanischen Boden gelangt waren. Dabei hatten sie die Grenzbeamten der Guardia Civil unter anderem mit Ätzkalk und Exkrementen beworfen. Die Abschiebung, die von der Regierung als "außergewöhnliches Verfahren" bezeichnet wurde, sei inzwischen in die Wege geleitet worden, berichtet die Zeitung "El País". Marokko hat die Rücknahme der Migranten akzeptiert. Grundlage ist ein bereits 1992 geschlossenes Abkommen zwischen beiden Ländern, das die Rücknahme von illegalen Einwanderern aus Drittstaaten innerhalb von zehn Tagen vorsieht, wenn sie von Marokko nach Spanien gelangt sind. Der Rücknahme muss ein formeller Antrag der spanischen Grenzbehörden vorausgehen. In der Vergangenheit wurde aber nur in Ausnahmefällen von dem Abkommen Gebrauch gemacht.    

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