Spanien würdigt seine KZ-Opfer spät

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Szene aus dem, Film „El fotógrafo de Mauthausen“, unten das historische Bild der Befreiung. Foto: Archiv

Madrid – ck. Das Kabinett hat den Vorschlag der Justizministerin Dolores Delgado angenommen, den 5. Mai zum Gedenktag für die spanischen Opfer des Nationalsozialismus zu erklären. Am 5. Mai 1945 befreiten die Alliierten das KZ Mauthausen und 2.335 Spanier, die das Inferno überlebt hatten. Delgado wird am Sonntag in Österreich bei den Feierlichkeiten dabei sein.
Damit will Spanien seine Opfer des Nationalsozialismus, die von der Franco-Diktatur verraten und totgeschwiegen wurden, ehren. Die Sozialisten verwirklichen damit eine Initiative von 2015, als der Vorschlag einer Hommage an die Opfer von Mauthausen von allen Parteien im Parlament einstimmig angenommen worden war. Die Regierung Mariano Rajoys hatte diesen aber nie umgesetzt. Ein Detail, das zeigt, wie schwer sich Spanien mit der Vergangenheitsbewältigung tut.

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1 KOMMENTAR

  1. In dem Zusammenhang darf auch nicht vergessen werden, das „rund 10.000 Spanier“ in deutschen Konzentrationslagern als fest angestellte Kräfte tätig waren, also mutmaßlich bei Holocaust und Ermordung anderer behilflich waren. Quelle: „Das Franco-Regime lieferte die Juden freiwillig aus“,
    Mallorcazeitung vom29.03.2019.

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