Töten muss ein Ende haben

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Protestdemo in Madrid gegen die Ermordung von Frauen durch ihre Partner oder Ex-Männer. Foto: dpa

Madrid – ck. In vielen Städten sind die Menschen am Freitag auf die Straße gegangen, um gegen die Gewalt an Frauen durch ihren Partner zu protestieren. Sie folgten dem Aufruf einer Initiative aus Alicante, Emergencia Feminista (Feministischer Notfall), und fordern die Umsetzung der Maßnahmen des Staatspakts gegen Häusliche Gewalt, der vor zwei Jahren von allen Parteien außer Podemos verabschiedet wurde, dann aber der politischen Untätigkeit und dem Geldmangel zum Opfer fiel. Seit Einführung des Registers 2003 sind in Spanien 1.019 Frauen von ihren Lebensgefährten oder Ex-Partnern ermordet worden. 263 Kinder wurden seit 2013 zu Halbwaisen.
Die Proteste fanden in einer Woche statt, die besonders tragisch war. Am Montag hatte ein Mann in Valga, in der galicischen Provinz Pontevedra, seine Ex-Frau, deren Schwester und die Mutter beider getötet. Die beiden kleinen Kinder des Paares, das seit zwei Jahren getrennt lebte, mussten die Tat mit ansehen. Ebenfalls in Gegenwart ihrer beiden Kinder wurde am Dienstag in Madrid eine Frau von ihrem ehemaligen Partner erstochen. Eine der Töchter rief die Polizei. Der Mann und Vater der Mädchen hatte ein Näherungsverbot, weil die Mutter ihn mehrmals wegen Misshandlungen und Drohungen angezeigt hatte.

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