Umfrage-Institut im Kreuzfeuer

Neuer Direktor des CIS ändert Frage-Methodik und erhält gute Werte für Pedro Sánchez

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Die Madrider Regierung will die Beschilderung auf der Autobahn AP-7 nicht ändern, um das Industriegebiet von Finestrat klarer auszuweisen. Foto: EFE

Madrid – ck. Eine der Neubesetzungen nach Amtsantritt des sozialistischen Regierungschefs Pedro Sánchez im Juni war José Félix Tezanos als Leiter des Soziologischen Forschungsinstituts CIS. CIS ist für Umfragen zuständig – welche Partei man wählen würde, welcher politische Kopf vertrauenswürdig sei, ob man mehr Angst vor Terrorismus, Arbeitslosigkeit oder Immigration habe –  und wird traditionell von Anhängern der Regierungspartei geleitet.
Der 1946 in Santander geborene Soziologieprofessor Tezanos gehörte sogar zum PSOE-Vorstand und änderte flugs die Methodik, um beim ersten CIS-Barometer unter seiner Führung im September Pedro Sánchez mit zehn Punkten Vorsprung vor der zweiten Partei ins richtige Licht zu setzen. Tezanos vereinfachte die Frage, wen man wählen würde in Wahlabsicht plus Sympathie, ohne bestimmte soziologische Filter anzuwenden, was nach Ansicht der Kritiker die Zuverlässigkeit der Umfragen noch mehr herabsetzt.

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