Unerwartete Wende in Andalusien

0
309
Vox-Anhänger feiern den Erfolg der rechtsradikalen Partei bei der Regionalwahl. Foto: dpa

Sevilla – dpa/lk. Die rechtsradikale Partei Vox ist mit einem zweistelligen Ergebnis bei der andalusischen Landtagswahl am Sonntag ins Parlament eingezogen. Zum ersten Mal seit dem Ende der Franco-Diktatur ist eine rechtsextreme Partei in einem Landtag vertreten. Vox kam auf knapp elf Prozent der Stimmen – und damit zwölf von 109 Mandaten.
Kommentatoren sprachen von einem „politischen Erdbeben von historischer Tragweite“. Umfragen hatten ergeben, dass die 2013 gegründete Partei, die gegen illegale Einwanderung und gegen die Unabhängigkeit Kataloniens kämpft, gerade einmal vier bis fünf Sitze ergattern wird.
Lange galt Spanien als immun gegen rechtspopulistische Bewegungen. Politische Beobachter machen den Migrantenstrom für den Aufstieg der Ultras verantwortlich. Dieses Jahr sind erstmals mehr illegale Einwanderer in Spanien als in Italien angekommen. Laut der Internationalen Organisation für Migration erreichten bis Ende November über 58.800 Afrikaner Spanien, mehr als doppelt so viele als 2017.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.