Beamte der Nationalpolizei brachten den DNI auf Eseln in die Dörfer, hier nach Madarcos. Foto: Fábrica Nacional de Monedas y Timbres

Wichtigstes Dokument der Spanier

Madrid – ck. 1944 wurde in Spanien die Ausstellung der Identitätskarte Documento Nacional de Identid...

Madrid – ck. 1944 wurde in Spanien die Ausstellung der Identitätskarte Documento Nacional de Identidad (DNI) verordnet. Bis dahin galten Passierscheine, Geburtsurkunden, Ausweise der Einheitspartei. Die Nationalpolizei sollte die ersten DNI für Häftlinge und unter Beobachtung stehende Personen ausstellen. Dann für Männer, die aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln, Männer in großen und mittleren Städten, dann in Dörfern, dann für Frauen und alle anderen Spanier, wie Diktator Francisco Franco befahl. Grund für einen einheitlichen Ausweis mit Foto und Fingerabdruck war die Notwendigkeit, in der Nachkriegszeit eine Kontrolle über die Einwohner zu haben. Da die Spanier genau das befürchteten, bemühten sie sich nicht um das Dokument. Ohnehin hatte das Regime erst 1951 genug Geld, um die Ausweise drucken zu können. Den ersten erhielt damals die Frau eines Fotografen aus Valencia. Da der Widerstand gegen die Erfassung anhielt, führte Franco 1962 die Ausweispflicht ein.

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