Biathlon: Franziska Preuß blickt zuversichtlich auf die neue Weltcup-Saison.
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Biathlon: Franziska Preuß blickt zuversichtlich auf die neue Weltcup-Saison.

Franziska Preuß im Gespräch

Biathlon: Ein neues Gefühl - Saisonstart mit besten Voraussetzungen

Franziska Preuß startet am Samstag in den Weltcup 2020/21 im Biathlon. Erstmals seit vielen Jahren blieb Preuß von schweren Rückschlägen in der Vorbereitung verschont. Entsprechend zuversichtlich äußert sie sich im Gespräch mit chiemgau24.de.

Muonio - Der Weltcup 2020/21 im Biathlon beginnt am Samstag mit einem Einzel der Frauen über 15 Kilometer. Mit dabei ist dann auch Franziska Preuß, die auf eine fast reibungslose Vorbereitung zurückblicken kann. Ein Gefühl, dass die 26-Jährige lange nicht mehr erleben durfte.

„Ich bin gut durch die Vorbereitung gekommen und habe im Vergleich zu den Vorjahren keine großen Rückschläge erlebt. Im Herbst war ich eine Woche lang mal etwas kränklich, das hat mich aber nicht aus der Bahn geworfen“, sagte eine zuversichtliche Franziska Preuß gegenüber chiemgau24.de im Trainingslager der deutschen Biathleten im finnischen Muonio.

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Biathlon: Preuß geht mit „gutem Gefühl“ in die neue Saison

In den vergangenen Jahren hatte die Albachingerin oft mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen. Rückenprobleme, grippale Infekte oder Probleme mit den Nasennebenhöhlen: Preuß konnte sich in den vergangenen Jahren nur selten optimal auf den Saisonstart im Biathlon vorbereiten.

In diesem Jahr aber kam sie gut durch den Sommer und geht entsprechend positiv in den neuen Weltcup, der im finnischen Kontiolahti beginnt. „Ich fühle mich gut gerüstet für den Saisonstart, kann meinen Leistungsstand aber nur schwer einordnen. Wie gut man wirklich in Form ist, zeigt sich dann immer erst zum Saisonstart. Grundsätzlich ist mein Gefühl aber gut“, ergänzte Preuß.

Biathlon: Ungewöhnliche Konstellation mit ihrem Freund Simon Schempp

In Muonio absolvierte das deutsche Team eine ungewöhnliche Vorbereitung. Aufgrund der Corona-Pandemie waren viel Abläufe neu für Preuß und ihre Teamkollegen. Preuß hielt sich während der Tage in Muonio in einer Mikro-Bubble auf, mit Anna Weidel und Sophia Schneider wohnte sie auf einer Hütte. Zum Rest des Teams hatte sie nur während der Trainingseinheiten Kontakt, alles immer mit dem entsprechenden Abstand. Biathlon in Kontiolahti: So sehen Sie den Saisonstart live im TV, Livestream und Liveticker

Selbst zu ihrem Freund Simon Schempp musste Preuß auf physische Distanz gehen. „Mit Simon habe ich keinen direkten Kontakt, das fühlt sich schon sehr seltsam an. Aber wir akzeptieren das, gehen professionell damit um und respektieren natürlich das Hygienekonzept“, schilderte sie die Situation in Muonio.

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(von links): Denise Herrmann, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Karolin Horchler gewannen bei der WM 2020 in Antholz Silber in der Staffel und sind auch in der Saison 2020/21 Teil des deutschen Teams.
Denise Herrmann: Geburtsdatum: 20.12.1988; Skiclub: WSC Erzgebirge Oberwiesenthal; Größte Erfolge: Weltmeisterin in der Verfolgung 2019, Vize-Weltmeisterin 2020, Gewinn des Sprintweltcups 2020; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 3.
Karolin Horchler: Geburtsdatum: 09.05.1989; Skiclub: WSV Clausthal-Zellerfeld; Größte Erfolge: Gesamtsiegerin im IBU-Cup 2017/18, Vizeweltmeisterin in der Staffel 2020; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 37.
Franziska Preuß: Geburtsdatum: 11.03.1994; Skiclub: SC Haag; Größte Erfolge: Vizeweltmeisterin in der Verfolgung 2015, Weltmeisterin in der Staffel 2015; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 6.
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Die strengen Auflagen nimmt sie aber in Kauf, Priorität hat die Austragung der Wettbewerbe. „Klar ist das eine ungewohnte Situation, aber wir sind froh, dass wir unseren Sport überhaupt ausüben können. Das ist in diesen Zeiten ein großes Privileg“, betonte die Skijägerin vom SC Haag.

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An den Auftakt-Standort der neuen Saison hat Preuß beste Erinnerungen. In der Vorsaison wurde sie in Kontiolahti Zweite im Sprint und lief auf den neunten Platz in der Verfolgung. Beim ersten von zwei Weltcups in Finnland wird Preuß im Einzel am Samstag und im Sprint am Sonntag an den Start gehen.

Biathlon: Preuß sieht das deutsche Team gut gerüstet

Vor dem Start in den neuen Winter setzt sich die Vorjahres-Sechste des Gesamtweltcups nicht unter Druck. „Ich setze mir keine langfristigen Ziele und will mir auch keine konkreten Zahlen vorgeben. Damit würde ich mich nur selbst unter Druck setzen. Ich will in Kontiolahti gut in die Saison starten und setze mir anschließend kurzfristige Ziele. Damit bin ich in der Vergangenheit gut gefahren“, sagte Preuß im Gespräch mit chiemgau24.de.

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Das deutsche Team sieht sie für die ersten Wettkämpfe gut gerüstet. „Denise Herrmann macht im Training einen sehr starken Eindruck. Ich gehe fest davon aus, dass sie das auch in den Wettkämpfen bestätigen wird.“

Auch über ihre Hütten-Kolleginnen aus Muonio weiß Preuß Positives zu berichten. „Ich trainiere intensiv mit Sophia Schneider und Anna Weidel, die Mädels haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das hat sich auch schon bei der Deutschen Meisterschaft gezeigt.“

Vorfreude und Zuversicht sind bei Preuß also groß, auch wenn die anstehende Saison einen Wermutstropfen mit sich bringt. „Dass mir mein Heim-Weltcup in Ruhpolding fehlen wird, ist natürlich klar. Die Änderungen im Kalender sind aber notwendig und nachvollziehbar“, betonte Preuß.

Die Veränderungen im Weltcup-Kalender 2020/21 im Biathlon bringen für die Vizeweltmeisterin im Single-Mixed und in der Staffel aber auch positive Effekte mit sich. „Wir haben weniger Reisestress und die eine oder andere Strecke, die mir nicht so liegt, kann ich so noch besser kennenlernen“, so Preuß abschließend.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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