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Cristiano Ronaldo der Grund für Tuchel-Aus beim FC Chelsea? „Er zerstört den Spirit“

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Von: Stefan Schmid

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Der FC Chelsea entlässt Trainer Thomas Tuchel nach der Champions-League-Niederlage gegen Dinamo Zagreb. Wütende Reaktion aus Deutschland folgt auf den Fuß.

Update vom 7. September, 18.55 Uhr: Ist etwa Cristiano Ronaldo mit ein Grund dafür, dass Thomas Tuchel beim FC Chelsea entlassen wurde? Offenbar schon! Denn Christian Falk, Reporter der Sportbild, behauptet, dass sich der Coach gegen eine Verpflichtung von CR7 ausgesprochen habe und daher den Unmut des neuen Bosses Todd Boehly auf sich gezogen haben soll.

„Er zerstört den Spirit in meiner Kabine“, soll Tuchel demnach zu einer möglichen Ronaldo-Verpflichtung der Blues zum neuen Eigner der Klubs gesagt haben. Ronaldo wollte Manchester United in diesem Sommer verlassen, weil die Red Devils nicht in der Champions League dabei sind. Unter anderem wurde der 37-Jährige auch dem FC Bayern angeboten, der sich damals tatsächlich Gedanken über einen Transfer machte. Am Ende entschied sich CEO Oliver Kahn aber gegen CR7-Verpflichtung.

Chelsea feuert Thomas Tuchel: Trainer-Aus nach Niederlage in Champions League

Erstmeldung vom 7. September

London - Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer des FC Chelsea. Nach dem schwachen Start in der Premier League und der 0:1-Auftaktpleite in der Königsklasse in Zagreb, trennten sich die Blues vom deutschen Coach. Die Entscheidung des Londoner Klubs stößt auf Unverständnis und sorgt für erste wütende Kommentare.

Chelsea mit knapper Stellungnahme

Die Mitteilung auf der Homepage von Chelsea könnte kaum kürzer sein. „100 Tage sind vergangen, seit die neue Eigentümergruppe den Club übernommen hat“, hieß es in der Stellungnahme und weiter: „Die neuen Inhaber arbeiten weiter hart, um den Klub voranzubringen, und glauben, dass es der richtige Zeitpunkt für diesen Wechsel ist.“

Der überraschenden Trennung ging ein durchwachsener Saisonstart in der Premier League voraus, mit dem Negativ-Höhepunkt des Trainer-Streits zwischen Tuchel und Tottenham-Trainer Antonio Conte. Nun misslang auch der Start in die Champions League, was für die neuen Chelsea-Besitzer rund um Todd Boehly – der russische Milliardär Roman Abramowitsch musste aufgrund der Sanktionen durch die britische Regierung verkaufen – wohl das Fass zum Überlaufen brachte. Spekulationen, die vor wenigen Wochen lanciert wurden, wonach Thomas Tuchel seinen Vertrag vorzeitig verlängern sollte, sind damit hinfällig.

Todd Boehly: Neu-Besitzer des FC Chelsea und wohl für die Entlassung von Tuchel verantwortlich.
Todd Boehly: Neu-Besitzer des FC Chelsea und wohl für die Entlassung von Tuchel verantwortlich. © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock

Kommentator Uli Hebel schäumt: „Unfassbar dämliche Entscheidung“ von Chelsea

Erste Reaktionen aus Deutschland auf die Entlassung von Thomas Tuchel ließen nicht lange auf sich warten und hatten es durchaus in sich. Sportjournalist und -kommentator Uli Hebel lässt auf Twitter seinen Frust freien Lauf und spart nicht mit deutlichen Worten. Die „katastrophalen Neuigkeiten“, wie sie Hebel bezeichnet, lässt er in keinem guten Licht dastehen. Weiter teilt er gegen Neu-Besitzer Boehly aus und bezeichnet diesen als „Teil des Problems“ bei den Blues.

Thomas Tuchel hingegen hält er für „Teil der Lösung“ und bewertet die Entlassung des Deutschen durch den FC Chelsea als „unfassbar dämliche Entscheidung.“ Diese Einschätzung unterlegt Hebel mit dem Hinweis darauf, dass die Londoner zwar auf dem Transfermarkt aktiv waren, aber nicht nur Spieler geholt hätten, die auch von Tuchel gewünscht gewesen wären.

Auch Tuchel wähnte sich als Teil der Lösung

Die Erfolge von Thomas Tuchel beim FC Chelsea können sich durchaus sehen lassen. 2021 holte er mit den Blues die Champions League, den Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft und wurde daraufhin zum FIFA-Welttrainer des Jahres gewählt. So bedankte sich auch der Verein in der Entlassungs-Stellungnahme beim Trainer: „Thomas wird zu Recht seinen Platz in der Chelsea-Geschichte haben.“

Mit der Entlassung nach der Auftakt-Niederlage in der Champions League ist das erfolgreiche Kapitel von Tuchel in London nun beendet. Nach dem enttäuschenden Spiel wirkte Tuchel zwar zerknirscht, schien aber der festen Überzeugung, das Ruder selbst noch herumreißen zu dürfen. „Es gibt so viel zu analysieren. Ich bin ein Teil davon“, so der Deutsche nach der Niederlage in Zagreb. Diese Hoffnung hat sich schnell zerschlagen. Genauso wie Trainer-Kollege Tedesco in Leipzig, wurde er nur einen Tag nach dem missglückten Champions-League-Auftakt entlassen. (dpa/sch)

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