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„Für Struktur wichtig“: Baut Eintracht eine „deutsche Achse“?

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Eintracht Frankfurt ist für Multikulti-Teams bekannt. Doch still und heimlich könnte sich eine deutsche Achse bei den Hessen bilden.

Frankfurt – Als Deutschland am Freitagabend einen begeisternden Start in die Europameisterschaft im eigenen Land feierte, war auch Markus Krösche zu Gast in der Allianz-Arena. Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt hat dabei nicht nur Adler-Träger Robin Koch besucht. Krösche hat schon länger ein Auge auf Pascal Groß von Brighton geworfen. Und der zeigte als Einwechselspieler eine grundsolide Leistung. Ob die Eintracht ihn holen kann? Das wird sich wohl erst nach der EM entscheiden.

Eintracht achtet auf die „richtige Balance“

Für die Hessen wäre es ein Coup, der vor allem nach dem Karriereende von Sebastian Rode von großem Wert wäre. Krösche hat mit dem Umbau schon begonnen. Der Eintracht-Macher erklärte exklusiv bei fussball.news: „Wir achten bei der Kaderzusammenstellung auf die richtige Balance. Deutschsprachige Spieler sind für unsere Struktur wichtig, denn sie geben vor allem jungen Spielern aus dem Ausland eine gewisse Stabilität.“

Die Eintracht-Spieler Koch, Götze, Trapp und Max (von links nach rechts) sind wichtig für die Achse.
Die Eintracht-Spieler Koch, Götze, Trapp und Max (von links nach rechts) sind wichtig für die Achse. © IMAGO/Jan Huebner

Baut sich die Eintracht still und heimlich eine „deutsche Achse“ auf? Torhüter Kevin Trapp, Abwehrboss Koch, Spielmacher Mario Götze, Linksverteidiger Philipp Max, Flügelflitzer Ansgar Knauff und Kabinen-Papa Timothy Chandler sind wichtige Ansprechpartner für Trainer Dino Toppmöller. Krösche zählte weitere Akteure auf, die dazukommen: „Mit Igor Matanovic, Auerele Amenda und Nathaniel Brown haben wir in der neuen Saison drei junge deutschsprachige Spieler neu hinzugewonnen.“

Krösche will Pascal Groß holen

Der aus dem türkischen EM-Kader gestrichene Can Uzun fällt ebenfalls in diese Kategorie. Der Transfer sollte Anfang Juli vor Beginn der Vorbereitung endgültig verkündet werden. Und natürlich Omar Marmoush, der hervorragend Deutsch spricht. Kommt dann Groß noch mit hinzu? Klar ist: Die Eintracht wird ihr Gehaltsgefüge nicht sprengen, es gibt bei den Verhandlungen Grenzen. Krösche betonte: „Auch wenn wir natürlich gerne deutsche Spieler verpflichten möchten, muss es qualitativ und wirtschaftlich passen.“

Deutsche Nationalspieler sind, unabhängig von ihrem Alter, teuer. Groß hat zwar zuletzt seinen 33. Geburtstag gefeiert. Der Mittelfeldspieler von Brighton blieb aber in seiner Karriere weitestgehend verschont von größeren Verletzungen, er kann mindestens noch zwei bis drei Jahre auf höchstem Niveau mitspielen. Mit diesem Transfer wären die Planungen der Hessen größtenteils abgeschlossen. Und die weiterhin mit vielen Nationen bestückte Mannschaft hätte ein klares Gerüst.

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