Christopher Richards, Joshua Zirkzee, Omar Richards, Dayot Upamecano
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Joshua Zirkzee (2.v.r.) zeigte zuletzt beim Anderlecht starke Leistungen.

Nagelsmann setzte nicht auf ihn

Bayern-Leihgabe begeistert mit starker Trefferquote – doch reicht das für eine Rückkehr?

Der FC Bayern verlieh im Sommer insgesamt sechs Spieler, einer machte nun mit Toren auf sich aufmerksam. Beachtlich ist vor allem die Torquote des Youngsters.

München - Junge Profis aus dem eigenen Nachwuchs haben es beim FC Bayern* angesichts der großen Konkurrenz nicht leicht. In der vergangenen Transferperiode gab der Rekordmeister gleich sechs Youngster leihweise ab, um die jeweilige Entwicklung der Spieler entsprechend zu fördern. Während sich Spieler wie etwa Adrian Fein in ihrer neuen Rolle schwer tun, kommen andere bei ihren Leihstationen in Fahrt. Stürmer Joshua Zirkzee spielte sich mit seinen Toren nun wieder zurück in den Vordergrund.

FC Bayern: Leihspieler Joshua Zirkzee zeigt sich treffsicher – Niederländer sticht auch als Joker

Der Niederländer, der 2016 aus der Jugend von Feyenoord Rotterdam nach München wechselte, konnte Julian Nagelsmann während der Sommervorbereitung nicht überzeugen. Nachdem der 20-Jährige in der Vorsaison enttäuschte und auch bei seiner halbjährigen Leihe zu Parma Calcio blass blieb, gaben ihm die Verantwortlichen eine zweite Chance. So wurde Zirkzee erneut ausgeliehen, diesmal zum RSC Anderlecht*.

Bei den von Vincent Kompany trainierten Belgiern spielte der Offensivspieler zunächst mehrmals von Beginn an, früh gelang ihm dabei sogar ein spielentscheidender Doppelpack*. Allerdings setzte ihn sein Trainer nach einer 0:1-Pleite gegen Genk Ende August wieder auf die Bank, worauf Zirkzee umgehend eine sportliche Antwort lieferte. Am folgenden Spieltag erzielte er beim 7:2-Sieg seines Teams über Mechelen einen Treffer und bereitete einen weiteren vor – obwohl er nur sieben Minuten auf dem Feld stand.

Trotz seiner Erfolgserlebnisse saß er in den darauffolgenden beiden Ligaspielen ebenfalls nur auf der Bank und wurde jeweils in den letzten Spielminuten eingewechselt. Am vergangenen Sonntag (26. September) wurde Zirkzee für seine Geduld belohnt, als er gegen Oostende in die Startelf zurückkehrte. Trotz eines 0:2-Rückstands und einer 43-minütigen Unterzahl holte Anderlecht an der Nordseeküste noch ein 2:2-Remis, auch weil Zirkzee zum zwischenzeitlichen 1:2 einnetzte.

FC Bayern: Zirkzees Torquote kommt fast an Lewandowskis Rate ran – kehrt der Leihspieler überhaupt wieder zurück?

In sieben Einsätzen in der belgischen Jupiler Pro League erzielte der Lockenkopf am Wochenende bereits seinen vierten Treffer. Dies ist aufgrund seiner vergleichsweise geringen Nettospielzeit von 292 Minuten beachtlich, alle 73 Minuten sorgt der niederländische U21-Nationalspieler für ein Tor. Mit dieser Quote kommt Zirkzee sogar beinahe an Robert Lewandowski heran, der in der Bundesliga statistisch gesehen alle 70 Minuten ein Erfolgserlebnis feiert.

Doch hätte Zirkzee bei anhaltender Leistung auch Chancen auf einen Platz im Bayern-Profikader? Bis Ende Juni ist der Stürmer noch an Anderlecht ausgeliehen, ein Jahr später läuft sein Vertrag bei den Münchnern aus. Die Verträge von Robert Lewandowski und Eric Maxim Choupo-Moting laufen ebenfalls im Juni 2023 aus, zuletzt wurde der Kontrakt von Malik Tillman sogar bis 2024 verlängert. Der Platz im Bayern*-Sturm ist also schon sehr knapp, im kommenden Sommer wird wohl eine Entscheidung über die Zukunft des talentierten Torjägers gefällt. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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