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Formel-1-Deal: Neuer Sponsor bringt Haas finanziell auf Augenhöhe – doch kann Schumacher profitieren?

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Mick Schumacher aus Deutschland vom Team Haas ist auf der Strecke in Spa unterwegs. (Archivbild)
Mick Schumacher aus Deutschland vom Team Haas ist auf der Strecke in Spa unterwegs. (Archivbild) © Hasan Bratic/dpa

Das Formel-1-Team Haas hat einen neuen Sponsor. Dieser katapultiert den Rennstall in neue Finanz-Sphären. Offen ist noch, ob auch Mick Schumacher davon profitiert.

Kannapolis – Von einer „unglaublichen Marke“ sprach Haas-Teambesitzer Gene Haas am Donnerstag. Damit bezog er sich auf einen neuen Sponsoren-Deal des Formel-1-Teams, den man jetzt bekannt gab.

Demnach steigt das US-Finanzunternehmen MoneyGram International, das sich auf weltweite Auslandsüberweisungen spezialisiert hat, ab 2023 als Titelsponsor bei Haas ein. Der Rennstall wird dann offiziell MoneyGram Haas F1 Team heißen.

Haas‘ Sponsoren-Deal bringt Schumacher-Team in neue Formel-1-Sphären

Die Zusammenarbeit dürfte dem bislang chronisch finanzschwachen Team erstmals die Möglichkeit geben, den Budgetrahmen der Formel 1 voll auszuschöpfen. Bislang lag Haas deutlich unter den zuletzt erlaubten 150 Millionen Dollar, nun kann das Team zumindest beim Budget auf Augenhöhe mit den Großen um Red Bull, Mercedes und Ferrari agieren. Gemeinsam wolle man die Ergebnisse „auf und neben der Strecke maximieren“, heißt es in der Pressemitteilung.

Teambesitzer Gene Haas, der seit der Saison 2016 mit dem Rennstall in der Königsklasse des Motorsports vertreten ist, sprach von einer „unglaublichen Marke“ und dass sie bereit seien, „zusammenzuarbeiten, um auf und abseits der Strecke die maximalen Ergebnisse“ zu erzielen. Der Vertrag gilt über mehrere Jahre, wie lange genau, wurde nicht bekannt gegeben.

Haas ändert Teamnamen unter neuem Sponsor – kann Schumacher überhaupt davon profitieren?

Haas und der neue börsennotierte Partner mit Sitz in Dallas wählten den Zeitpunkt passend zum Heimrennen. An diesem Wochenende startet die Formel 1 in Austin, ebenfalls im US-Bundesstaat Texas. 

Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Titelsponsor Uralkali war vorzeitig beendet worden. Dmitri Masepin, Mehrheitseigentümer des Bergbauunternehmens, werden enge Verbindungen zu Kremlchef Wladimir Putin nachgesagt. In Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde die Partnerschaft vor Saisonbeginn beendet, Masepins Sohn Nikita musste auch seinen Platz als Stammfahrer räumen.

Mit dem Geld des neuen Sponsors dürfte Haas seine Weiterentwicklung mit neuer Kraft und Intensität vorantreiben. Ob und inwiefern das die Wahl des zweiten Fahrers und damit die Zukunft von Mick Schumacher beeinflusst, bleibt abzuwarten. Der 23-Jährige hat nur noch einen Vertrag für diese Saison, er fährt im zweiten Jahr für Haas. Als Kontrahent für das Cockpit neben dem gesetzten Dänen Kevin Magnussen im kommenden Jahr gilt Mick Schumachers Landsmann Nico Hülkenberg. Der mittlerweile 35-Jährige fuhr bis Ende 2019 als Stammpilot in der Formel 1, seitdem kam er nur noch als Aushilfsfahrer zum Einsatz, konnte dabei aber jeweils auf Anhieb überzeugen. (rjs/sid/dpa)

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