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Watzke räumt gnadenlos auf! Bundesliga schmeißt Chefin Hopfen raus - die tritt nach

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Von: Patrick Mayer

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Geschäftsführer des BVB, Aufsichtsratsboss der DFL und DFB-Vizepräsident in einer Person: Hans-Joachim „Aki“ Watzke.
Geschäftsführer des BVB, Aufsichtsratsboss der DFL und DFB-Vizepräsident in einer Person: Hans-Joachim „Aki“ Watzke. © IMAGO/Inderlied/Kirchner-Media

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) trennt sich auf Betreiben des Aufsichtsratsbosses Hans-Joachim Watzke von der umstrittenen Geschäftsführerin Donata Hopfen. Ihr folgen zwei Männer interimsweise nach.

München/Frankfurt am Main - Hans-Joachim Watzke greift im deutschen Fußball weiter gnadenlos durch. Auf Betreiben des DFL-Aufsichtsratsbosses muss die bisherige Chefin der Deutsche Fußball Liga, Donata Hopfen, gehen. Die Geschäftsführerin der Interessenvertretung der Fußball-Bundesliga muss ihren Job nach nicht mal einem Jahr räumen.

Deutsche Fußball Liga: DFL trennt sich von Geschäftsführerin Donata Hopfen

Das ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung vom Mittwoch, welches die DFL am Abend mitteilte. Laut Medienberichten sollen die Klubmanager Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) den Profiverband vorerst interimsweise führen, bis die Hopfen-Nachfolge geregelt wird. Dazu gab es am Mittwoch zunächst allerdings keine Bestätigung.

Die 46 Jahre alte Hopfen hatte am 1. Januar die Nachfolge des langjährigen Chefs Christian Seifert als Vorsitzende der Geschäftsführung angetreten, der Vertrag der früheren Unternehmensberaterin lief ursprünglich bis Ende 2024. Das Engagement muss nun als Missverständnis gewertet werden. Große Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs waren mit der Arbeit Hopfens unzufrieden.

Im Video: Watzke greift in der DFL durch - Geschäftsführerin Donata Hopfen muss gehen

Das lag vor allem daran, dass sie bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht entscheidend vorangekommen ist.

Der Freiburger Finanzvorstand Leki (49 Jahre) und der Frankfurter Vorstandssprecher Hellmann (51), die beide bereits wichtige Positionen in DFL-Gremien besetzen, könnten die Probleme lösen, so die Hoffnung der Mitglieder. Für beide Funktionäre spricht ihre gute Vereinsarbeit. Sowohl der Sport-Club als auch die Eintracht stehen für sportlichen Erfolg und solides Wirtschaften.

DFL und DFB: „Aki“ Watzke schlägt härteren Kurs im deutschen Fußball ein

In den vergangenen Tagen hatte sich angedeutet, dass DFL-Chef Watzke im deutschen Fußball einen härteren Kurs einleiten wird. Als Geschäftsführer des BVB, Vizepräsident des DFB, Aufsichtsratsboss der DFL und Abgesandter des DFB beim europäischen Fußballverband Uefa gilt der 63-Jährige als derzeit einflussreichste Person im deutschen Fußball. Watzke war am selben Tag auch am DFB-Krisengipfel beteiligt, bei dem Hansi Flick trotz des WM-Desasters als Bundestrainer bestätigt wurde. Zuvor musste allerdings DFB-Manager Oliver Bierhoff gehen, der frühere Nationalspieler kam einer möglichen Entlassung per Rücktritt zuvor.

Keine gemeinsame Linie: DFL-Boss Hans-Joachim „Aki“ Watzke und Ex-Geschäftsführerin Donata Hopfen.
Keine gemeinsame Linie: DFL-Boss Hans-Joachim „Aki“ Watzke und Ex-Geschäftsführerin Donata Hopfen. © IMAGO/Kirchner/Marco Steinbrenner

Donata Hopfen: Ex-DFL-Chefin tritt bei Social Media nach

Die gefeuerte Hopfen trat indes nach ihrer Demission bei Social Media gegen die DFL nach. „Ich bin mit dem Aufsichtsrat der DFL übereingekommen, meinen Vertrag einvernehmlich zu beenden“, postete die Hanseatin laut Sport1 am Mittwochabend bei LinkedIn in einem Beitrag, der inzwischen gelöscht ist. Der Schritt sei für sie „nach vielen Gesprächen in den vergangenen Tagen unausweichlich. Zu unterschiedlich sind die Ansichten auf die zukünftige Ausrichtung und Transformation der Liga“. (pm/SID)

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