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Neue Bayern-Wege bei Trainersuche: Eberl gibt Details preis – und legt gegen Nagelsmann nach

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Der FC Bayern sucht Mitte Mai noch immer einen Trainer für die neue Saison. Max Eberl äußert sich nun zum aktuellen Stand – und legt gegen Ex-Kandidaten nach.

München – Vier Tage nach dem Drama von Madrid stand für den FC Bayern noch der Heim-Abschluss gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga auf dem Plan.

Einen besonderen sportlichen Wert hatte die Partie für beide Teams nicht. Daher war klar, dass es nach dem Spiel um das ganz große Thema bei den Bayern geht: Wer wird in der kommenden Saison der neue Trainer?

Max Eberl wollte – wie gewohnt – zwar keine Namen nennen, verriet aber dennoch ein spezielles Detail. „Wir haben jetzt Mitte Mai und es ärgert uns auch, dass es bislang noch nicht funktioniert hat, so wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte der Sportvorstand in der Mixed Zone der Allianz Arena.

Wer wird neuer Trainer beim FC Bayern? Eberl nennt keine Namen – aber Aussagen lassen tief blicken

Zur Info: Eberl hatte im März angekündigt, dass man Ende April, spätestens aber Anfang Mai den Nachfolger von Thomas Tuchel bekannt geben werde, um zeitig die kommende Spielzeit zu planen. Das ging nicht auf!

„Jetzt ist es noch immer so, dass wir versuchen müssen, den Besten noch zu finden. Da führen wir Gespräche“, so Eberl, der dann eine Aussage tätigte, die einiges verrät: „Nicht nur mit einem. Aber wir führen welche. Wir versuchen, so schnell wie möglich einen neuen Trainer zu finden, um die Kaderplanung voranzutreiben.“

Bislang war das Credo bei Bayerns Trainersuche so, dass man lediglich mit einem Top-Kandidaten Gespräche führte. Dies ging aber bei Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick gehörig in die Hose. Weshalb man sich offenbar jetzt breiter aufstellt.

Max Eberl (l.) wundert sich über das Verhalten einiger Ex-Trainer-Kandidaten beim FC Bayern.
Max Eberl (l.) wundert sich über das Verhalten einiger Ex-Trainer-Kandidaten beim FC Bayern. © Imago-Images

FC Bayern geht neuer Wege in der Trainersuche: Gespräche mit mehreren Kandidaten

Die Zeit drückt! Eine weitere Absage, ohne jemanden in der Hinterhand zu haben, können sich die Bayern nicht mehr leisten.

Wie sehr Eberl die ganze Trainersuche beschäftigt, zeigte sich am Sonntagabend in den Katakomben der Arena. Der 50-Jährige legt nämlich anschließend noch gegen die Ex-Kandidaten nach.

„Das Ganze wird ja sehr viel begleitet. Nicht nur von Euch, sondern auch von den Protagonisten selber“, holte Eberl aus: „Gerade unsere Gegenpartei präsentiert sich häufig sehr offensiv. Ich kenne das ein bisschen anders. Man spricht hinter verschlossenen Türen. Man einigt sich oder man einigt sich nicht. Aber dann geht man auseinander. Dem ist jetzt nicht so. Das macht es alles nicht leichter“.

Und weiter: „Ich mache auch nicht alles richtig, aber ich bin keiner, der jetzt hier steht und eins nach dem anderen erzählt. Das ist nicht mein Interesse“, so Eberl: „Wenn man übereinkommt, kommt man überein. Und wenn nicht, ist das auch legitim. Es ist ja nicht so, dass, wenn wir fragen, alle sofort stramm stehen. Dann gibt‘s eben keine Einigung, dann geht man auseinander und dann war‘s das. Das ist nicht mehr ganz so. Man redet danach nicht mehr drüber. So kenne ich das.“

Trainersuche beim FC Bayern: Eberl gibt neue Details preis – und legt gegen Nagelsmann nach

Wen genau Eberl mit seinen Aussagen meinte, ist nicht dokumentiert. Sowohl bei Nagelsmann, der am Ende beim DFB seinen Vertrag verlängerte, als auch bei Rangnick gab es im Nachhall noch viel Details, die ans Tageslicht kamen. Das stieß Eberl offensichtlich auf.

Ob die Absagen der anderen Trainer, wie beispielsweise Roberto De Zerbi von Brighton, der als Wunschlösung von Eberl gelten soll, lediglich Lippenbekenntnisse seien, wurde der Bayern-Boss ebenfalls gefragt. Auch da ließ seine Antwort tief blicken: „Das eine ist, was in der Öffentlichkeit gesagt wird und das andere ist, was Realität ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Um es mit den Worten von Max Eberl zu sagen: Man darf gespannt sein, wann die Trainersuche endlich Thema bei Markus Lanz sein wird. Ein steht aber fest: Langweilig wird‘s in den kommenden Wochen an der Säbener Straße nicht. (smk)

Aus der Allianz Arena berichtet Florian Schimak

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