Grünen-Politiker zeigt Mazraoui an und bezeichnet FC Bayern als „armselig“
Noussair Mazraoui brachte den FC Bayern mit seinem Pro-Palästina-Post in Zugzwang. Weil die Münchner keine Konsequenzen zogen, gärt der Fall weiter.
München – Der Frust ist riesig an der Säbener Straße – schließlich kann man als FC Bayern nicht geräuschlos bei Drittligist Saarbrücken aus dem DFB-Pokal ausscheiden. Die Blamage sitzt den Münchnern tief in den Knochen, Thomas Müller watschte nach Abpfiff seine Kollegen ab. Auch abseits des Platzes gab es schon zuvor ein Störfeuer.
| Noussair Mazraoui | |
|---|---|
| Geboren: | 14. November 1997 (Alter 25 Jahre), Leiderdorp, Niederlande |
| Verein: | FC Bayern München |
| Position: | Rechtsverteidiger |
| Länderspiele für Marokko: | 26 |
Fall Mazraoui: FC Bayern zog keine Konsequenzen
Der Rekordmeister bekommt die Diskussionen um Noussair Mazraoui einfach nicht eingefangen. Der Marokkaner erhitzte mit einem geteilten Video in den sozialen Medien die Gemüter. Darin wird den Palästinensern im Krieg mit Israel der Sieg gewünscht.
Der FC Bayern bestellte den praktizierenden Moslem zum Rapport. Das Ergebnis: Die Bayern-Spitze verkündete unter anderem, Mazraoui verurteile „jede Art des Terrorismus und jede Terrororganisation“. Sanktionen gab es keine. Insbesondere von jüdischer Seite ernteten die Münchner in der Folge scharfe Kritik.

Politiker zeigt Bayern-Star Mazraoui an
Der Grünen-Politiker Volker Beck hat nun bei der Münchener Polizei Anzeige gegen den Bayern-Profi erstattet. „Die Aussage ‚hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina, damit sie den Sieg erringen‘ kann man nach dem Massaker vom 7. Oktober nur als Billigung der Taten der Hamas verstehen“, sagte Beck.
Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft verurteilte sowohl den FC Bayern als auch Mazraoui aufs Schärfste. „Die Billigung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist strafbar. Auch nach den verbalen Ausflüchten von Mazraoui kann es kein einfaches ‚Schwamm drüber!‘ geben. Der Umgang des FC Bayern ist hier armselig.“
Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatten am 7. Oktober in Israel ein Massaker unter Zivilisten angerichtet. In dem Konflikt starben bisher auf beiden Seiten Tausende Menschen. Zuletzt erhob unter anderem ein Bayern-Fanclub die Stimme und schoss scharf gegen die Vereinsführung des FC Bayern. (epp/dpa)
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