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Wird Stürmer Matanovic auf Anhieb Stammspieler bei Eintracht?

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Igor Matanovic sticht in der Vorbereitung von Eintracht Frankfurt heraus. Beißt er sich schneller als gedacht in der ersten Elf est?

Frankfurt - Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen rund um die 25 Grad-Marke warteten Journalisten und noch einige Fans im Stadion des FSV Frankfurt am Bornheimer Hang auf Igor Matanovic. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt hatte erneut bei einem Testspiel überzeugt, er war an drei Treffern beim 5:2-Erfolg direkt beteiligt. Einmal per Abstauber, später als Vorlagengeber, abschließend per Kopfball nach Eckball.

Gelingen Matanovic auch gegen Dortmund, Bayern und Co. Tore und Vorlagen?

Wer den 21-Jährigen in diesen Tagen sieht, der erlebt einen Mann auftreten, der die Eigenschaften Demut, Leidenschaft, Mentalität und Selbstvertrauen miteinander kombiniert. Und dennoch bleibt vor dem Debüt in der Bundesliga die Frage aller Fragen: Kann der Angreifer, der in der zweiten Liga beim Karlsruher SC 14 Treffer erzielte und sieben Assists gab, tatsächlich eine Etage höher funktionieren? Dann, wenn die Gegner nicht mehr FSV, Juarez oder Louisville, sondern Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder FC Bayern München heißen?

Setzt Trainer Dino Toppmöller auf Igor Matanovic?
Setzt Trainer Dino Toppmöller auf Igor Matanovic? © IMAGO/Jürgen Kessler

Matanovic blickte auch deshalb gespannt auf das anstehende letzte Testspiel beim FC Valencia. Die Glanzzeiten des Klubs liegen zwar schon einige Jahre zurück. Und dennoch tragen spannende Spieler wie Pepelu, José Gayà oder Georgien-Schlussmann Giorgi Mamardashvili das Trikot des Traditionsklubs. Matanovic sagte daher voller Respekt: „Das ist ein anderes Level. Es wird für mich eine neue Erfahrung gegen einen internationalen Klub. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Es wird ein anderer Test.“

Matanovic will Wand- und Verbindungsspieler sein

Bislang harmoniere es „sehr gut“ mit den Jungs. Es sei „ungewöhnlich, dass es so schnell“ klappe: „Die Jungs wissen um meine Qualitäten und ich weiß um deren Qualitäten.“ Bei Ansgar Knauff etwa sei es so, dass er am liebsten auf den zweiten Pfosten flanke. Matanovic nahm sich in die Pflicht: „Ich versuche immer da zu sein als Abnehmer. Das fühlt sich schon sehr eingespielt an.“ Trainer Dino Toppmöller habe eine klare Forderung: „Ich soll ein „Linked-Player“ sein.“ Zu Deutsch: Ein Verbindungsspieler.

Matanovic beschrieb auf fussball.news-Nachfrage den vierten Treffer etwas genauer: „Der Angriff wurde über die rechte Seite vorgetragen. Der Trainer erwartet von mir, dass ich einen Laufwege anzeige und mich als Wandspieler anbiete. Diesmal bin ich tief gelaufen und Nathaniel Brown hatte einen prima Laufweg. Gut, dass ich ihn gesehen habe.“ Er hat auch in dieser Aktion bewiesen, eine ernsthafte Alternative sein zu können.

Gewaltige Konkurrenz in der Offensive

Doch der Weg zur Stammkraft? Die Konkurrenz bei der Eintracht ist gewaltig. Rekordneuzugang Hugo Ekitiké hat im Endspurt der vergangenen Saison bewiesen, wie groß seine Qualität ist. Omar Marmoush ist gesetzt, dahinter lauern noch prominente Namen wie Mario Götze, Farés Chaibi und natürlich das neue „Juwel“ Can Uzun oder Sprinter Knauff. Für Matanovic wird es darauf ankommen, Stück für Stück in der Beletage anzukommen. Ob es dann schnell für die erste Elf reicht? Die Zeit wird es zeigen.

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