Darf in Bahrain nicht starten: Fernando Alonso. Foto: dpa

Startverbot für Alonso

Sakhir - dpa. Die Ärzte haben Fernando Alonso kein Grünes Licht gegeben. Der zweimalige Weltmeister ...

Sakhir - dpa. Die Ärzte haben Fernando Alonso kein Grünes Licht gegeben. Der zweimalige Weltmeister aus Spanien darf beim Großen Preis von Bahrain nicht für McLaren starten. Gut anderthalb Wochen nach seinem schweren Unfall beim Formel-1-Auftaktrennen in Australien bestand der 34 Jahre alte Spanier nicht den obligatorischen Medizincheck. „Es waren natürlich harte Tage nach so einem Aufprall, aber ich habe bis zur letzten Sekunde versucht, das Rennen zu fahren. Ich kann die Position der Ärzte aber verstehen“, erklärte Alonso. Die Mediziner entschieden nach zwei durchgeführten Computertomographien des Brustbereichs am Donnerstag, dass ein Start Alonsos auf dem Kurs in der Wüste von Sakhir nicht zu verantworten ist. Für den zweimaligen Weltmeister wird der Belgier Stoffel Vandoorne sein Renndebüt im McLaren geben. „Gerade dabei, an Bord Richtung Bahrain zu gehen“, twitterte der 24-Jährige am Donnerstagmittag: „Ein bisschen früher als wir erwartet hatten.“ Alonso hatte den enormen Crash äußerlich praktisch unverletzt überstanden. Er war aus eigener Kraft in Melbourne aus dem völlig zerstörten Wagen gestiegen und hatte kurze Zeit später schon wieder Interviews gegeben. Auf dem Rückflug hatte er sich mit einer Zeitung mit der Schlagzeile „Luckiest man alive“ fotografieren lassen. „Alles sah okay aus. Ich hatte ihn aber an dem Montag getroffen und er meinte, er spüre die Rippen bisschen“, erzählte Rennrivale Nico Hülkenberg von Force India im Fahrerlager: „Dort Schmerzen zu haben, ist nie besonders angenehm.“ Medienberichten zufolge soll Alonso bei dem Unfall, als er auf den Haas-Rennwagen von Esteban Gutierrez aufgefahren und sich überschlagen hatte, 46 G ausgesetzt gewesen sein. Wie die FIA mitteilte, soll er vor dem nachfolgenden Rennen in China erneut untersucht und über einen Start des Spaniers neu entschieden werden. Alonso hatte vor gut einem Jahr wegen eines Unfalls bei Testfahrten den Saisonauftakt verpasst. Er hatte eine Gehirnerschütterung erlitten und nach dem Crash auf seinem Heimkurs in Barcelona drei Nächte im Krankenhaus verbringen müssen. Auf Anraten der Ärzte ging er in Australien 2015 nicht an den Start. 2013 hatte er nach dem Rennen in Abu Dhabi auf einer Trage fixiert werden müssen. Damals schmerzte der Rücken, nachdem er mit großer Wucht über die Randsteine der Streckenbegrenzung gefahren, sein Wagen abgehoben und wenig sanft wieder gelandet war. Alonso zog sich bei seinem schweren Unfall beim Auftaktrennen in Melbourne Rippenbrüche zu. Das erklärte der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Spanien am Donnerstag im Fahrerlager von Bahrain. Alonso hatte kurz zuvor von den Ärzten nicht die Starterlaubnis für das zweite Saisonrennen erhalten. „Wir sind im Rennwagen extremen Fliehkräften ausgesetzt, und die Gefahr besteht, dass eine Rippe ganz kaputt geht und dann die Lunge gravierend verletzen könnte“, sagte Alonso.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare