Sternstunde auf Eis

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Weltmeister Javier Fernández zeigt seine Goldmedaille, links der Silbermedaillengewinner und Japaner Yuzuru Hanyu, rechts der Chinese Boyang Jin, der die Bronzemedaille holte. Foto: dpa

Boston – dpa/tl. Olympiasieger Yuzuru Hanyu fiel vor seinem Trainingskameraden Javier Fernández auf die Knie. Der Japaner zollte dem Titelverteidiger bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften eine Menge Respekt. Es war eine außergewöhnliche Leistung, die der Spanier am vergangenen Freitag in Boston mit einem fehlerlosen Programm zu Klängen von Frank Sinatra abrief. Zwei Tage konnte der viermalige Europameister wegen einer schmerzhaften Fersenverletzung nicht trainieren, dann zwängte er sich in den engen Schlittschuh und wuchs über sich hinaus.
„Ja, wie soll ich das erklären? Manchmal ist man einfach stark und merkt den Schmerz nicht“, sagte der 24-Jährige, nachdem er den Rivalen und haushohen Favoriten mit 314,93 zu 295,17 Punkten klar geschlagen hatte. Dabei war Hanyu mit zwölf Zählern Vorsprung in die Kür gegangen. Er stürzte und leistete sich mehrere Wackler – die 4.000 Japaner unter den 17.000 Zuschauern im ausverkauften TD Garden waren geschockt.

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