„Sehr emotionales Erlebnis“

VfB Stuttgart: Trainer Pellegrino Matarazzo zeigte nach seinem ersten Spiel eine bemerkenswerte Eigenschaft 

Beim ersten Spiel gelang VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo ein beeindruckender Einstand gegen den 1. FC Heidenheim. Doch der Coach ging mit dem Sieg ungewöhnlich um.

  • Der VfB Stuttgart hat sein Ende Dezember 2019 einen neuen Trainer: Pellegrino Matarazzo
  • Der Coach steht unter Druck, muss mit dem Fußballverein den Aufstieg schaffen
  • Nach seinem siegreichen Einstandsspiel zeigte der VfB-Trainer, wie er tickt

Der neue VfB Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo (BW24* berichtete) war in vielerlei Hinsicht eine ungewöhnliche Wahl. Der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln war vor seiner Verpflichtung in der Fußball-Szene kaum bekannt, arbeitete als Co-Trainer. Bei ihm selbst hat es nie zum Profispieler gereicht. Auch sein ursprünglicher Beruf ist besonders: Pellegrino Matarazzo hat laut BW24* Mathematik studiert, will dem VfB mit seinem Wissen zum Aufstieg verhelfen.

Entsprechend gespannt beobachtete die Fußball-Welt das erste Spiel des neuen VfB-Stuttgart-Trainers. Das Spiel wurde zum Traum-Einstand für den Coach. Der VfB Stuttgart siegte gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:0. Hinterher zeigte Pellegrino Matarazzo eine bemerkenswerte Eigenschaft: Demut und Vorsicht.

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Neuer VfB-Stuttgart-Trainer: Pellegrino Matarazzo reagiert auf seinen ersten Sieg

Pellegrino Matarazzo, der auf den entlassenen VfB-Trainer Tim Walter folgte (BW24* berichtete), bremste die Euphorie von Medien und Fans. Der Absteiger sei zwar „schon einen Tick weiter als gedacht“, sagte der 42-Jährige nach dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim. Außerdem sprach er im Zusammenhang mit seinem ersten Spiel als Coach von einem „sehr emotionalen Erlebnis“. Aber der VfB Stuttgart habe „noch viel Luft nach oben“.

Der Moment des Pressings sei laut Pellegrino Matarazzo noch nicht hundertprozentig stimmig. Der neue VfB-Trainer sagte: „Es hätten auch mehr Aktionen im Sprint nach vorne sein können.“ Es scheint klar: Pellegrino Matarazzo will die Erwartungen dämpfen, lieber tiefstapeln. Anlass zu Optimismus sah der neue Trainer des VfB Stuttgart trotzdem: „Unter dem Strich sind wir offensiv auf einem guten Weg. Das war eine geschlossene Leistung“, sagte Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel gegen den 1.FC Heidenheim.

Für den VfB Stuttgart ist der Aufstieg unter Trainer Pellegrino Matarazzo wieder greifbar

Der VfB Stuttgart kletterte durch den Sieg auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Nach einer enttäuschenden Hinrunde scheint der Aufstieg nun wieder greifbar. Pellegrino Matarazzo muss es gelingen, den VfB wieder in die 1. Bundesliga zu führen. Alternative? Keine. Dennoch hatte sich Matarazzo schon vor dem Spiel vorsichtig geäußert: „Wir geben Gas, werden alles tun. Das kann ich versprechen, mehr aber nicht.“

Die Tore für den VfB Stuttgart schossen Marc-Oliver Kempf (32.), Nicolas Gonzalez (76.) und Mario Gomez (86.) Der 1. FC Heidenheim hatte auf diese Offensive keine Antwort, blieb torlos. Auf dem Erfolg ausruhen wollten sich Trainer Pellegrino Matarazzo und sein Team nicht.. „Ab jetzt heißt es: weitermachen und aufs nächste Spiel vorbereiten“, sagte VfB-Abwehrspieler Pascal Stenzel vor dem Spiel am Samstag, 1. Februar, beim FC St. Pauli.

Der Trainer des 1. FC Heidenheim, Frank Schmidt, zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert. Seine Mannschaft hatte mit zehn Punkten aus vier Spielen vor Weihnachten den Anschluss nach oben gefunden. Seine Erkenntnis: „Für uns ist die Winterpause zum falschen Zeitpunkt gekommen.“

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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