Wie geht es weiter?

Kryptische Lewandowski-Botschaft aus dem Urlaub

Verlässt Robert Lewandowski den FC Bayern München? Nun hat er eine Botschaft aus dem Urlaub geschickt. Hasan Salihamidzic verweist erneut auf den Vertrag.

München - Das wird ihm vermutlich so gar nicht schmecken: Robert Lewandowski hat in seinem schier endlosen Urlaubs-Marathon mit Sicherheit mitbekommen, dass Sadio Mané am Dienstag in München gelandet ist. Der Hype um den neuen Superstar ist riesig, am Mittwoch ist eine spektakuläre Vorstellung seitens des FC Bayern geplant. Der Deutsche Meister hat eine neue Attraktion. Und Lewandowski ist nur noch Nebendarsteller!

Seit Wochen hofft der Pole, dass sein Wechsel zum FC Barcelona endlich über die Bühne geht. Er verkündete mehrmals öffentlich, dass er mit dem FC Bayern abgeschlossen habe. Seine neueste Botschaft aus dem Urlaub unterstreicht diese Haltung nun einmal mehr. Zu einem Bild aus den Straßen von Valldemossa schrieb der Weltfußballer: „Look ahead, always.“ Zu Deutsch: „Schau‘ immer nach vorne.“

Robert Lewandowski: Was meint der Bayern-Stürmer mit seiner „Schau-immer-nach-vorne“-Aussage?

Absicht oder Zufall, dass der Post genau zu jener Zeit online ging, als Mané in München gelandet ist? Und überhaupt: Was meint Lewandowski mit diesem Urlaubsbild, das unweit von der eigenen Millionen-Villa auf Mallorca entstanden ist, überhaupt? Nach vorne schauen - im Sinne des sich anbahnenden Wechsels zum FC Barcelona und dem damit verbundenen neuen Lebensabschnitt?

Oder eher: Vergessen wir alles, was war, und starten wir gemeinsam noch einmal einen Neuanfang in München - zusammen mit Superstar Mané? Die Fans können die kryptische Botschaft ebenfalls nicht vollends entschlüsseln. Der Großteil heißt ihn in den Kommentaren schon in Katalonien willkommen. Andere Anhänger wünschen sich, dass er in München bleibt.

Hasan Salihamidzic erneuert Bayern-„Basta“: „Robert hat Vertrag bis zum Sommer 2023“

Ob es unbedingt der Wunsch der Bayern-Bosse ist, ihre Torgarantie zu halten, ist nach den vergangenen Wochen nicht zu erahnen. Sportvorstand Hasan Salihamidzic erneuerte im Interview mit der Sport Bild nun jedenfalls die „Basta“-Ansage von Oliver Kahn bei der Meisterfeier auf dem Marienplatz: „Unsere Haltung ist in dieser Angelegenheit klar: Robert hat Vertrag bis zum Sommer 2023“, sagte Brazzo, als er gefragt wurde, ob die Bayern durch die Mané-Verpflichtung eine Zukunft ohne Lewandowski absichern.

Ich rechne damit, dass wir Robert am 12. Juli an der Säbener Straße zum Training sehen

Hasan Salihamidzic über Robert Lewandowski

Salihamidzic hatte auch eine klare Antwort auf die Frage, was bei einem höheren Barcelona-Angebot - 50 statt 32 Millionen Euro Ablöse - passiert: „Damit beschäftige ich mich nicht. Ich rechne damit, dass wir Robert am 12. Juli an der Säbener Straße zum Training sehen.“

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Lewandowski vor Bayern-Abschied: Mané ist schon da - was wird aus Kalajdzic?

Aktuell ist nur so viel klar: Das letzte Wort im Lewandowski-Poker ist noch lange nicht gesprochen. Und: Sicher melden sich der 33-Jährige oder seine Frau schon bald mit dem nächsten Urlaubs-Bild wieder.

Still geworden ist es dagegen um Sasa Kalajdzic. Die Bayern haben nun England-Konkurrenz im Werben um den Stuttgart-Stürmer. (akl)

Rubriklistenbild: © Screenshot Instagram / Robert Lewandowski

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