40 Jahre Verfassung

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Das Parlamentsgebäude in Madrid am Tag der offenen Tür zur Feier der Carta Magna. Foto: EFE

Madrid – ck. Der 6. Dezember ist als Día de la Constitución, Verfassungstag, in ganz Spanien Feiertag. An diesem Donnerstag jährte sich das Referendum, in dem 1978 die Spanier mit großer Mehrheit für ihre Carta Magna stimmten, zum 40. Mal. Nicht nur König Felipe VI. und Königin Letizia, auch Altkönig Juan Carlos mit der emeritierten Königin Sofía nahmen zusammen mit den noch lebenden, sogenannten „Verfassungsvätern“, Miquel Roca, José Pedro Pérez Lorca und Miguel Herrero, sowie den Regierungschefs Felipe González, José María Aznar, José Luis Rodríguez Zapatero und Pedro Sánchez am zentralen Akt im Parlament teil.
Am 31. Oktober 1978 hatte das Parlament die Verfassung mit überwältigender Stimmenmehrheit verabschiedet. Am 6. Dezember wurde sie vom Volk in einem Referendum ratifiziert. Am 27. Dezember unterzeichnete sie König Juan Carlos I. Zwei Tage später wurde sie im Staatsanzeiger veröffentlicht und trat in Kraft.
Zum 40. Jahrestag der Verabschiedung im Parlament feierte Kronprinzessin Leonor ihren 13. Geburtstag und hielt ihre erste kleine Rede. Am 31. Oktober 2018 las sie im Madrider Hauptsitz des Cervantes-Instituts mit selbstbewusster Stimme den Artikel 1 der Verfassung vor. Der endet mit dem Satz: „Die politische Form des spanischen Staats ist die parlamentarische Monarchie.“
Leonors Großvater, König Juan Carlos I., hatte die Verfassung unterzeichnet und berief sich auf sie, als er den Putschversuch des franquistischen Militärs 1981 beendete. Sein Sohn Felipe VI. nannte die Carta Magna bei seinem Staatsbesuch im November in Peru den Garanten der Demokratie. Er bezog sich bei seiner Rede am 3. Oktober 2017 – zwei Tage nach dem verbotenen und dennoch durchgeführten Referendum in Katalonien – auf sie und verurteilte die katalanische Unabhängigkeitsbewegung auf das Schärfste.

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