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Autoschlüssel verloren: Ersatz kann sehr teuer werden

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Von: Simon Mones

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Der Verlust des Autoschlüssels ist ärgerlich und kann schnell sehr teuer werden. Doch wie kommt man an einen neuen Schlüssel?

München – Wenn man etwas verliert, ist das oftmals ärgerlich. Entweder weil der Gegenstand einen hohen emotionalen Wert hat oder weil die Sache einfach teuer war. Besonders ärgerlich ist, wenn es der Autoschlüssel ist, der nicht mehr auffindbar ist, immerhin lässt sich der fahrbare Untersatz ohne ihn meist nicht bewegen. Taucht der Schlüssel auch nach einer ausführlichen Suchaktion, muss schnell Ersatz her.

Doch das ist leichter gesagt als getan und obendrein oftmals auch sehr teuer. Immerhin ist aus dem einst simpelen Autoschlüssel inzwischen ein wahrer Hightech-Gegenstand geworden. Funkfernbedienung und Transponder-Chip für die Wegfahrsperre sind längst Standard. Oftmals muss der Schlüssel dank – nicht gänzlich unumstritten – Keyless-Go-System auch gar nicht mehr ins Schloss, sondern kann in der Hosentasche bleiben. Mancher Schlüssel erinnert dank Touchscreen und Display ohnehin längst mehr an ein Smartphone als an den guten alten Autoschlüssel. Bei Tesla lassen sich die Fahrzeuge auch mit dem Handy oder einer speziellen Karte öffnen. Doch auch dieses System lässt sich umgehen.

Schlüssel von älteren Autos können beim Schlüsseldienst nachgemacht werden.
Schlüssel von älteren Autos können beim Schlüsseldienst nachgemacht werden. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Autoschlüssel verloren: Ersatz kann sehr teuer werden

Allerdings ist es durch all diese Funktionen deutlich schwieriger, schnell an einen preiswerten Ersatz für den verloren gegangenen Autoschlüssel zu kommen. Entsprechend sollten Autofahrer laut dem ADAC zunächst einige Dinge berücksichtigen.

Autoschlüssel verloren: Bis zu 20 Euro für einen Schlüssel ohne Elektronik

Handelt es sich um einen klassischen Autoschlüssel ohne Elektronik, lässt sich relativ schnell ein Ersatz beschaffen. Vorausgesetzt, es existiert noch ein Ersatzschlüssel. Mit diesem lässt sich bei jedem Schlüsseldienst ein neues Exemplar beschaffen. Die Kosten liegen bei etwa zehn bis 20 Euro. Gibt es keinen Zweitschlüssel mehr, bleibt nur der Gang zum Vertragshändler beziehungsweise dem Hersteller. Im schlimmsten Fall muss dann sogar das gesamte Schloss ersetzt werden.

Autoschlüssel verloren: Ersatz für moderne Autos dauert

Die meisten Autos in Deutschland lassen sich jedoch inzwischen per Schlüssel oder Schließkarte mit integrierter Funkfernbedienung (Remote Key Entry) öffnen. Hier kann der Schlüsseldienst nicht weiterhelfen, entsprechend müssen sich Autofahrer nach einem Schlüsselverlust an den Vertragshändler, eine Fachwerkstatt oder den Autohersteller wenden., um einen individuellen Schlüssel für das Fahrzeugmodell nachmachen zu lassen.

Bei modernen Autos geht ein neuer Schlüssel schnell ins Geld.
Bei modernen Autos geht ein neuer Schlüssel schnell ins Geld. (Symbolbild) © Westend61/Imago

„Kommen zur Funkfernbedienung, Wegfahrsperre und Zentralverriegelung weitere Daten, wie beispielsweise die von Fehlercodes, Kilometerständen oder das elektronische Serviceheft hinzu, wird das Prozedere noch aufwendiger“, erklärt der ADAC. In diesem Fall kann das Codieren und Anlernen des neuen Schlüssels bis zu fünf Arbeitstage benötigen. Hierbei gibt es jedoch wieder einige Punkte zu beachten:

Autoschlüssel verloren: Vierstellige Summen für Ersatz möglich

Günstig sind die neuen Schlüssel in diesem Fall jedoch nicht. Die Preise variieren je nach Hersteller und Fahrzeugmodell und liegen im dreistelligen Bereich. Im Schnitt kostet der Austausch eines modernen Autoschlüssels ab 150 Euro. Die Kosten für die Codierung schlagen mit weitere 30 bis 50 Euro fällig. Sollte die Kasko-Versicherung den Austausch der Schlösser verlangen, kann sogar eine vierstellige Summe fällig werden. „Der Grund dafür könnte der potenzielle Missbrauch des kleinen mechanischen Notschlüssels sein, der sich aus jedem noch so modernen Schlüssel ´herausfriemeln´ lässt“, erklärt der ADAC. Mit diesem lässt sich das Auto zwar nicht starten, er gibt Kriminellen jedoch die Möglichkeit, das Fahrzeug auszurauben.

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Etwas günstiger sind die Preise bei freien Anbietern im Internet, allerdings kann der Kauf schnell nach hinten losgehen. So sind die Schlüsselbärte teilweise schlampig gefräst oder die Fernbedienung noch nicht programmiert. Diese muss dann – ebenso wie die komplizierte Elektronik – mittels Anleitung aus dem Internet selbst angelernt werden. Oftmals ist dies zudem erst möglich, wenn der Hersteller sie in einer kooperierenden Werkstatt dafür freigegeben hat.

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