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Führerscheinprüfung: Fragenkatalog ändert sich noch 2022

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Von: Simon Mones

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Die Führerscheinprüfung wird immer weiter angepasst. Neben einem neuen Fragenkatalog kamen 2022 auch Fahrassistenzsysteme hinzu.

Für viele Jugendliche und junge Erwachsene bedeutet der Führerschein trotz hoher Kosten ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit. Bis man ihn jedoch in der Hand hält, gilt es zahlreiche Fahrstunden und Prüfungen zu absolvieren. Zuletzt wurden jedoch einige Veränderungen vorgenommen, auf die sich die Prüflinge und Fahrlehrer einstellen müssen.

Führerscheinprüfung: Fragenkatalog ändern sich 2022

So gilt seit dem 1. April 2022 beispielsweise ein neuer amtlicher Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung mit 52 neuen oder überarbeiteten Fragen, die das Wissen der Führerschein-Anwärter auf die Probestellen. Neben neuen Video- und Bildfragen wurden auch inhaltliche Anpassungen vorgenommen.

Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung auf einem Tablet.
2022 wurde der Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung angepasst. © Kaufmann&Kaufmann/Imago

In folgenden Bereichen gibt es seit dem 1. April 2022 neue Fragen:

Führerscheinprüfung: Fahrassistenzsysteme werden Teil der Fahrprüfung

Doch die neuen Fragen sind nicht die einzigen Anpassungen, die 2022 in Kraft getreten sind. Seit dem 1. Juni ist die Nutzung moderner Fahrassistenzsysteme ebenfalls Teil der praktischen Fahrprüfung. Zunächst sollen Systeme integriert werden, die weit verbreitet und einfach anzuwenden sind, wie beispielsweise eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Schrittweise sollen dann weitere Systeme hinzukommen, wie E-Fahrer.com berichtet.

Führerscheinprüfung: Neues Prüfverfahren seit 2021

Bereits zum 1. Janauar 2021 wurde für alle Führerscheinklassen ein neues Prüfungsverfahren eingeführt, dass den Namen „optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung“ oder kurz OPFEP trägt. Durch die Änderung erhielt auch die Digitalisierung Einzug. Statt einer handschriftlich erfolgt die Bewertung durch den Prüfer nun durch eine speziell entwickelte Software auf einem Tablet.

Zudem wurde der Aufgabenkatalog überarbeitet und erweitert. Im Rahmen der Fahrprüfung sind nun acht Fahraufgaben zu bewältigen. Geprüft werden nun unter anderem der Spurwechsel sowie das Verhalten im Kreisverkehr oder einem Fußgängerüberweg. Im Rahmen der Fahrprüfung werden zudem fünf Fahrkompetenzbereiche bewertet. Dazu zählen unter anderem die Anpassung der Geschwindigkeit an die jeweilige Situation sowie die Beobachtung des Verkehrs. Die Prüfung dauert dadurch nun zehn Minuten länger. Nach der Anfertigung des Berichts folgt ein fünfminütiges Feedbackgespräch mit dem Prüfling. Die Entscheidung, ob dieser den Führerschein bekommt, trifft auch weiterhin einzig der Prüfer.

Führerscheinprüfung: Handschalter fahren trotz Automatik-Prüfung

Das elektronische Prüfungsprotokoll soll dabei für mehr Objektivität bei der Bewertung sorgen. Das Feedbackgespräch im Anschluss bietet sowohl dem Prüfling als auch der Chance die Möglichkeit, eine Rückmeldung zu erhalten. Dadurch lassen sich mögliche Schwachstellen leichter erkennen und ausmerzen. So soll das neue Prüfungsverfahren für den Führerschein für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Es gibt allerdings noch eine weitere Änderung, die sogenannte Automatikregel. Seit dem 1. April 2021 ist es nämlich möglich auf einem Automatikauto zu lernen und anschließend dennoch auch einen Handschalter zu fahren. Dazu muss der Prüfling lediglich zehn weitere Fahrstunde á 45 Minuten auf einem Schaltwagen absolvieren und im Anschluss eine 15-minütige Testfahrt absolvieren. Hier genügt es aber, wenn die Fahrschule diese durchführt und die Fahrtauglichkeit attestiert. Auf dieser Testfahrt muss der Prüfling beispielsweise am Berg anfahren, abbiegen sowie umweltschonend fahren. Im Führerschein wird mit der Schlüsselzahl 197 belegt, dass beide Getriebe gefahren werden dürfen.

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