Das Blaulicht eines Polizeiwagen leuchtet auf.
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Der mutmaßliche Autodieb rief dem Bericht zufolge nicht zuletzt die Polizei auf den Plan (Symbolbild).

Nach Beratung im Autohaus

Mann erwirbt Neuwagen - und wird kurz darauf von der Polizei verfolgt

In einem Autogeschäft hat es ein vermeintlicher Kunde auf einen Seat Ateca abgesehen. Doch es stellt sich heraus, dass er das Auto gar nicht kaufen wollte.

Ein mutmaßlicher Trickdieb im nordrhein-westfälischen Bergheim hat laut einem Bericht der Kölner Lokalpresse nach einem Besuch in einem Autohaus die Polizei* auf den Plan gerufen. Der Autodieb soll dabei besonders dreist vorgegangen sein: Als angeblicher Kunde habe er sich zunächst in dem Geschäft ausführlich beraten lassen, berichtet der Express. Dabei habe er es auf einen im Hof geparkten Seat Ateca im Wert von 20.000 Euro abgesehen.

Bericht: Mutmaßlicher Dieb gibt sich in Autohaus als Kunde aus

Es sollte zum Kaufvertrag kommen. Nach der Unterschrift habe der Fremde jemanden angerufen und die entsprechende Bankverbindung sowie die Fahrstellnummer des Wagens durchgegeben, schilderte es dem Bericht zufolge ein Mitarbeiter. Das Geld sollte in wenigen Tagen auf dem Konto sein, gab der Fremde demnach vor. Doch es stellte sich heraus, dass es nur eine dreiste Masche war.

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Denn der Mann wollte den Wagen vorgeblich nur noch einmal kurz ansehen - und nutzte den Schilderungen nach einen ungesehenen Moment, um mit dem Auto davon zu fahren. Hinterlassen habe der mutmaßliche Dieb nur einen Beutel mit Zigaretten und einem Regenschirm, heißt es in dem Bericht auf Express.de zudem. Für den Kaufvertrag habe der angebliche Kunde einen italienischen Pass vorgelegt. „Jetzt ist natürlich klar, dass der Ausweis höchstwahrscheinlich gefälscht ist“, wird der Händler in dem Bericht auf Express.de zitiert, der der Polizei eine Kopie des Ausweises übergeben habe.

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Geklautes Auto an Tankstelle gefilmt

Weit kam der mutmaßliche Autodieb nicht, da der Wagen kaum Sprit im Tank hatte: Mit dem gestohlenen Auto tankte er dem Bericht zufolge vier Kilometer von dem Autohaus entfernt bei einer Tankstelle, wo er nicht bezahlte, und Kameras die Szenen aufzeichneten. Demnach hatte der Wagen ein Kölner Kennzeichen. Und so ist der Schwindel aufgeflogen: „Als ich im Internet nach Zeugen gesucht habe, sagte mir eine Frau aus Köln, dass es ihr Kennzeichen ist und sie es als gestohlen gemeldet hat“, schilderte der Händler laut Express.de. Das besagte Kennzeichen sei der Polizei zufolge tatsächlich als gestohlen gemeldet worden, heißt es zudem in dem Bericht.

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Demnach könnte der mutmaßliche Dieb die gleiche Masche in einem weiteren Autohaus in der Nähe angewandt haben. Einen Tag nach dem Vorfall in Bergheim, der sich laut Express.de am 7. Oktober 2020 ereignet hatte, habe der Mitarbeiter eine Nachricht von einem Bekannten bekommen, der das Auto in Düren gesehen habe. Die Polizei habe den Mann gefasst. Der Fall ging also gerade nochmal glimpflich aus. Und auch der Wagen sei wieder da. (ahu) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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