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Rückkehr zum Verbrenner: Warum Tesla-Fahrer wieder wechseln

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Die meisten Tesla-Fahrer entscheiden sich laut Edmunds wieder für den Verbrenner statt dem Elektroauto. Doch das ist kein Grund zur Panik, wie die Daten verdeutlichen.

In Deutschland steckt die Elektromobilität in einer handfesten Krise. Die Neuzulassungen sind auch im Juli im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen. Immer öfter liest man auch, dass viele Fahrer von Elektroautos zurück zum Verbrenner wechseln. Ein ähnliches Bild zeichnet auch eine Statistik von Edmunds für Tesla-Besitzer in den USA.

Der Automarkt-Analyst beobachtet den Handel in den USA. Für diese Auswertung wurde abgefragt, zu welchem Antrieb die Kunden greifen, wenn sie einen Tesla eintauschen. Demnach wurden im bisherigen Jahresverlauf 51 Prozent der Tesla-Fahrzeuge gegen einen Benziner eingetauscht.

Tesla-Fahrer wechseln zurück zum Verbrenner: Quote seit Jahren rückläufig

Auf den ersten Blick könnte dies wie eine Abkehr von der Elektromobilität erscheinen, doch die Zahlen von Edmunds zeigen eine positive Tendenz: Die Wechselrate zu Verbrennungsmotoren ist in den letzten Jahren stetig rückläufig. Lediglich von 2019 auf 2020 stieg die Wechselquote von 71 auf 76 Prozent.

Tesla-Store in Tokio bei Nacht.
Die Mehrheit der Tesla-Kunden wechselt lieber wieder zu einem Verbrenner. © SOPA Images/Imago

Parallel dazu ist der Anteil derer, die zu einem anderen Elektroauto wechselten, gestiegen. Im Jahr 2019 lag dieser Wert bei nur zehn Prozent, während er 2024 bereits auf 32 Prozent anstieg. Zehn Prozent entschieden sich zudem für ein Hybrid-Modelll, während sechs Prozent ein Plug-in-Hybrid kauften. Hier nimmt die Quote aber tendenziell sogar ab.

JahrWechselquote VerbrennerWechselquote BEV
201971 Prozent10 Prozent
202076 Prozent9 Prozent
202172 Prozent13 Prozent
202266 Prozent21 Prozent
202355 Prozent29 Prozent
2024 (Stand 8. August)51 Prozent32 Prozent

Tesla-Fahrer wechseln zu anderen Elektroauto-Modellen

Edmunds hat zudem beobachtet, dass Tesla-Besitzer, die zu einem anderen Elektroauto wechseln, zunehmend Fahrzeuge von etablierten Herstellern wählen. Dies könnte darauf hindeuten, dass traditionelle Autohersteller in Sachen Elektromobilität aufholen und Tesla in einigen Bereichen sogar überholen.

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Hinzu kommen die anhaltenden Qualitätsprobleme, insbesondere beim Cybertruck. Immer wieder tauchen neue Mängel an dem Elektro-Pick-up auf. Zuletzt gab es auch zahlreiche Rückrufe: zunächst wegen des Gaspedals des Cybertrucks, wenig später dann wegen eines Problems mit dem Scheibenwischermotor. Und auch der Tesla-Boss Elon Musk ist für viele ein Grund, Tesla den Rücken zu kehren. So kündigte etwa Rossmann jüngst an, wegen Musk keine Elektroautos des US-Unternehmens mehr zu kaufen.

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