Der VW e-up hat ein Facelift erhalten.
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Der VW e-up hat ein Facelift erhalten.

Fahrbericht

VW e-up - im Winter kaum mehr als 200 Kilometer

Der VW e-up hat durch ein umfangreiches Facelift an Batteriekapazität gewonnen. Wie sich das Elektroauto im Alltagstest macht, haben wir erprobt.

  • Der VW e-up ist ein Elektroauto auf der Höhe der Zeit.
  • Auch das Facelift macht einiges her - und doch gibt es Makel.
  • Unser Fazit zum kleinen Stromer.

Manchmal täuscht der äußere Eindruck. Groß ist er ja nicht gerade, der VW e-up. Gerade einmal 3,60 Meter lang. Doch wer sich reinsetzt und vorne Platz nimmt, wundert sich über das große Raumgefühl. Fahrer und Beifahrer haben viel Luft nach oben, zur Seite, nach vorne. Der kleinste Elektro-Volkswagen macht im vorderen Bereich den Eindruck eines geräumigen Kompaktwagens. Zwar geht es weiter hinten auf der Rückbank deutlich enger zu. Die Kniefreiheit, naja. Und der 251 Liter fassende Kofferraum ist auch nicht für den Großeinkauf beim Möbelhaus gemacht –zwei große Einkaufstüten gehen rein. Doch dafür ist der e-up schließlich auch nicht gemacht. Er liebt die Stadt und hat durch ein umfangreiches Facelift nun auch Kondition hinzu gewonnen: Der Akku wurde von 18,7 auf 32,3 kWh vergrößert. Die bisher geringe Reichweite von 80 bis 150 Kilometer steigt laut VW auf rund 170 bis 260 Kilometer. Im Gegenzug wurde der Grundpreis um fast 5.000 auf 21.975 Euro gesenkt. Abzüglich der neuen E-Auto-Förderung kostet der e-Up dann in der Basisversion ohne Extras knapp unter 16.000 Euro.

Der Akku wurde auf 32,3 kWh vergrößert.

Der Innenraum des VW e-up

Im Innenraum wirkt der 1160-Kilo-Floh wie ein typischer VW*. Alles fasst sich solide an, wirkt gut verarbeitet und trotz des Plastiks durchaus wertig. Das Cockpit enthält drei digitale Rundinstrumente mit analogem Zeiger- schick. Ab Werk an Bord ist ein Radio mit Bluetooth-Schnittstelle und eine solide Docking-Station für das Smartphone. Das fungiert als zentrales Infotainment-System im Up. Auch Heizung und Klimaanlage können per App ferngesteuert werden, wenn der e-Up* an der Ladeleine hängt. Das Lenkrad ist leider nur höhenverstellbar, für Fahrer mit langen Beinen etwas weit vorne angebracht. Die Sitze sind eher einfach gehalten und wenig ergonomisch strukturiert – aber nicht ungemütlich. Richtig Spaß macht der e-up beim Fahren in der Stadt. Er ist wendig, agil in Kurven und hat eine tadellose Straßenlage, die auch für längere Strecken geeignet ist. Man hat nicht das Gefühl, in einem so kurzen Auto zu sitzen. Und freilich ist auch dieser kleine Stromer auf den ersten Metern sehr spritzig. 212 Newtonmetern Drehmoment legt er aus dem Stand auf die Straße. Jenseits des städtischen Tempos verliert er zwar etwas an Power, mischt aber auch dort weiter munter mit. Bei gut 130 km/h wird er abgeregelt. Mehr braucht es auch wirklich nicht. Bis zu 40 km/h gibt der Lithium-Ionen-Akku ein leichtes Surren von sich, danach wird es komplett lautlos.

Im Innenraum wirkt der 1160-Kilo-Floh wie ein typischer VW.

Das Batterie-System enthält wie bisher 14 Module und ist in zwei Blöcke aufgeteilt – ein flacher langer liegt unter den Vordersitzen, ein kurzer hoher unter der Rückbank. Insgesamt wiegt es 248 Kilo, 15 mehr als bisher. Allerdings: Die von VW angegebenen maximalen 260 Kilometer Reichweite haben wir im Test nicht erreicht.

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Das verbraucht der VW e-up

Zwar hängt der Verbrauch freilich wie gewohnt stark von Fahrweise, Benutzung der Klimaanlage und äußeren Bedingungen ab. Wir kamen bei drei Tests mit jeweils vollen Batterieladungen allerdings maximal auf eine Reichweite von rund 210 Kilometern – bei äußerlich recht kühlen Temperaturen und dem permanenten Einsatz der Heizung im Innenraum. Zeitweise hatten wir recht hohe Stromverbrauchs-Werte von über 18 kWh und kamen mit der ersten Akkuladung nur gut 170 Kilometer weit. Dann setzten wir die "Sparprogramme" "Eco" (reduzierte Motor- und Heizungs-Leistung) und "Eco+" (Spitze max. 95 km/h, Heizung ausgeschaltet), die in der Mittelkonsole per Tastendruck auswählbar sind, ein. Doch auf einen Durchschnittsverbrauch von deutlich unter 15 kwh kamen wir nicht. Im Sommer wird der Wert freilich etwas niedriger ausfallen - und somit die Reichweite höher sein.

Ein spürbarer Fahrunterschied ist in den drei einstellbaren Modi nicht zu spüren. Die Rekuperation (Energierückgewinnung) ist von Haus aus gering eingestellt. Wird während der Fahrt kein Gas gegeben, rollt der e-up fast wie ein Benziner oder Diesel "normal" weiter. Stellt man den Schalthebel zurück auf "B", erhöht sich die Repukeration derart stark, dass die Bremse kaum noch gebraucht wird.

Dank Rekuperation wird die Bremse kaum noch gebraucht.

Wie schnell lädt der VW e-up?

An einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose nimmt der e-Up bis zu 2,3 kW auf, somit dauert eine Komplettladung dort gut 16 Stunden. An einer Wallbox (AC) kann der e-Up bis zu 7,2 kw ziehen und ist somit in bestenfalls fünfeinhalb Stunden von 0 auf 100 aufgeladen. An Schnellladesäulen (DC, Gleichstrom) nimmt er via optionalem CCS-Stecker bis zu 40 kw auf. Dann sind im optimalen Fall 80 Prozent in einer Stunde aufgeladen.

VW e-up: Was bietet er an Assistenzsystemen?

Was der e-Up nicht bieten kann, sind radar- und sensorgestützten Assistenzsysteme. Der optionale Tempomat hält also "nur" die eingestellte Geschwindigkeit und nicht automatisch den Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen. Auch erreichte der e-Up beim Euro-NCAP-Crashtests wegen fehlender Notbremsfunktion nur 3 Sterne. Der Insassenschutz wurde aber als gut bewertet. Auch wird die Hochvolttechnik beim Crash automatisch abgeschaltet, die Antriebsbatterie bleibt unbeschädigt.

Zudem hat auch der Fünftürer mit den typischen Kleinwagen-Schattenseiten zu kämpfen: Im Straßenverkehr wird der Winzling leider nicht ganz ernst genommen. Fahrzeuge drängeln sich davor oder fahren hinten dicht auf.

Unser Fazit zum VW e-up

Positiv hingegen: Die Zuladung beim E-up beträgt stolze 327 bis 370 kg - je nach Ausstattung. Ein Gewicht von 68 kg für den Fahrer und 7 kg für Gepäck sind bereits berücksichtigt. Manche E-Kompaktwagen anderer Hersteller können deutlich weniger Zuladung bieten.

Dennoch heißt das Fazit: Ein Kleinwagen, der deutlich an Attraktivität als City- und Pendel-Einsatz gewonnen hat und durchaus gutem Fahrkomfort, Raumgefühl und Fahrspaß bietet. Und durch das Facelift mit einem attraktivem Preis-Leistungs-Angebot aufwarten kann. Sprich: Ein Elektroauto auf der Höhe der Zeit.

Als City-Flitzer ist der e-up gut geeignet.

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Datenblatt zum VW e-up

Motor und Getriebe:

Elektromotor, Leistung 82 PS, maximales Drehmoment 210 Nm bis 2800 U/Min, Vorderradantrieb.

Fahrleistungen:

0-100 km/h in 11,9 Sekunden, Spitze 130 km/h.

Stromverbrauch:

12,8 kwh/100 km (kombiniert)

14,6 kwh/100 km (Test)

Batteriekapazität:

32,3 kWh

Reichweite:

260 km (nach WLTP)

Reichweite Test:

225 km

CO2-Emmissionen:

0 g/km

Maße und Gewichte:

Länge/Breite/Höhe: 3600/1645/1492 mm, Leergewicht 1160 kg, Zuladung 327 kg, Kofferraum: 251 bis 959 Liter.

Preis:

21.975 Euro

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joi

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