Das BSI warnt iPhone-Nutzer aktuell vor Sicherheitslücken in einer Apple-App. (Symbolbild)
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Das BSI warnt iPhone-Nutzer aktuell vor Sicherheitslücken in einer Apple-App. (Symbolbild)

Bundesbehörde warnt

Tausende iPhones und iPads „akut gefährdet“ - Fremde können Mails lesen

Das Apple-Betriebssystem iOs hat laut IT-Experten eine gefährliche Schwachstelle - bei einer bestimmten App auf iPhone und iPad.

  • In einer App von iPhone und iPad sind Sicherheitslücke n entdeckt worden.
  • Eine Bundesbehörde spricht von einer „akuten“ Gefährdung.
  • Die Experten raten den Betroffenen jetzt zu zwei Dingen.

Bonn  - Wer auf seinem iPhone* oder iPad die vorinstallierte Mail-App verwendet, sollte sehr vorsichtig sein - sie hat zwei Sicherheitslücken, die Kriminelle ausnutzen können. Das teile das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).  

Der Grund: Durch die Sicherheitslücken sei „potenziell das Lesen, Verändern und Löschen von E-Mails möglich“, warnte die Bundesbehörde

Das BSI schrieb auf Twitter: „Bei iOS13 wird bereits durch das Empfangen einer Mail die Schadwirkung ausgelöst.“

Sicherheitslücke bei iPhone und iPad: IT-Sicherheitsfirma stellt Attacken fest

Zuvor hatte die amerikanische IT-Sicherheitsfirma ZecOps erklärt, sie habe Hinweise darauf gefunden, dass die Schwachstellen in einigen Fällen bereits ausgenutzt worden seien. Es habe sich dabei um sehr gezielte Attacken* gehandelt. 

Sie hätten allerdings auf den betroffenen Geräten keinen schädlichen Softwarecode mehr entdecken können, sondern nur Indizien dafür, erklärten die Forscher. Zugleich schränkte ZecOps ein, dass für eine erfolgreiche Attacke auf des Smartphone* von Apple noch zwei weitere Sicherheitslücken ausgenutzt werden müssten.

iPhones mit Sicherheitslücke in Mail-App laut BSI „akut gefährdet“

Die Bundesbehörde spricht dennoch diese Warnung aus. „Das BSI schätzt diese Schwachstellen als besonders kritisch ein", sagte der Chef der Behörde, Arne Schönbohm. „Sie ermöglicht es den Angreifern, weite Teile der Mail-Kommunikation auf den betroffenen Geräten zu manipulieren.“ Tausende iPhones und iPads seien „akut gefährdet“. 

Sicherheitslücke bei iPhone-App: Wie kann ich mich schützen?

Das BSI riet dazu, die App zu deinstallieren, bis Appl e das Problem gelöst habe und empfahl Nutzern, das angekündigte iOS-Update schnellstmöglich zu installieren, sobald es zur Verfügung steht.

Mehr zu Apple im Video: Wegen Coronavirus neues iPhone verzögert?

Apple will die Schwachstellen mit der nächsten Version seines Mobil-Betriebssystems iOS schließen. Die Mitte April veröffentlichte Vorab-Ausgabe von iOS 13.4.5 enthält bereits den entsprechenden Software-Code. Einen wirksamen Schutz wird es erst geben, wenn das Update für alle Nutzer verfügbar ist.

dpa/AFP/frs

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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