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Start-up baut Tiny Houses per 3D-Drucker - in nur wenigen Wochen

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Von: Nadja Pohr

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Ein Tiny House, das von einem 3D-Drucker hergestellt wurde
Das Tiny House des dänischen Start-ups 3DCP Group. © 3DCP Group

Das dänische Start-up 3DCP Group will Tiny Houses mit dem 3D-Drucker bauen. Sie könnten die Häuser der Zukunft werden - müssen sich aber noch entwickeln.

Holstebro/Stuttgart - Für viele Menschen ist der Traum von Eigenheim ein langer Weg. Der Hausbau ist nicht nur mit viel Bürokratie und Zeit verbunden, höhere Zinsen und teures Material lassen Bauherren immer häufiger vorzeitig aufgeben. Nicht selten entscheiden sich Hausbauer mittlerweile auch dazu, ihr Zuhause deutlich kleiner ausfallen zu lassen. Sogenannte „Tiny Houses“ erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie bedürfen immerhin weniger Materialien, Energie sowie Grundstücksflächen. Durch die Idee eines dänischen Start-ups kann der Bau der Tiny Houses nun auch deutlich schneller vonstattengehen.

Dänisches Start-up baut Tiny Houses mit 3D-Drucker in nur wenigen Wochen

Das dänische Start-up 3DCP Group will Tiny Houses künftig mit gigantischen 3D-Drucken bauen. So sollen Eigenheime „von der Stange“ entstehen, wie das Portal basicthinking.de berichtet. Laut des Unternehmens soll es nur ein paar Wochen von der Planung bis zum Einzug dauern. In unter sechs Wochen entstand beispielsweise das „Haus 1.0“ in einer dänischen Nachbarschaft und war direkt bezugsbereit.

Um dies jedoch zu erreichen, haben Experten auf der Baustelle etwa 18 Stunden am Tag gearbeitete. Der 3D-Drucker soll dabei etwa 22 Stunden gelaufen sein und auch regelmäßig ausgefallen sein. Gebaut wurde auch bei schlechten Witterungsbedingungen, da die Häuser der Zukunft auch bei besonderem Wind und Wetter standhalten müssen. Die Kosten für das Tiny House vom 3D-Drucker schätzen die Verantwortlichen auf etwa 100.000 Euro.

Immobilien vom 3D-Drucker haben Vor- und Nachteile

Auch in Deutschland entstand bereits ein Eigenheim durch den 3D-Drucker - und das in nur vier Tagen. Insgesamt benötigte der Druck gerade einmal drei Bauarbeiter, die den Vorgang begleiten. Ein anderes Start-up aus Stuttgart gestaltet die Tiny Houses sogar so, dass sie überall hin mitgenommen werden können. Dass die Bauweise viele Vorteile bietet und die Technik besonders effizient ist, steht also außer Frage.

Dennoch gibt es auch Nachteile beim 3D-Druck, denn die Technologie ist noch nicht voll ausgereift. Umweltfreundlicher als die konventionelle Bauweise ist die neue Methode nämlich noch nicht, heißt es bei basicthinking.de. Und auch der Preis ist noch nicht konkurrenzfähig. Das dänische Start-up 3DCP will die Projekte aber in Zukunft weiter vorantreiben und unter anderem in fünf bis zehn Jahren den Preis im Vergleich zu üblichen Bauten um 50 Prozent senken.

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