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WhatsApp: Neue Funktion im Kampf gegen Corona Fake-News

Chatbot von Faktencheckern eingerichtet 

Im Kampf gegen Fake-News fährt WhatsApp neue Geschütze auf 

WhatsApp hat seit Beginn der Corona-Pandemie bereits so einiges gegen Fake-News unternommen. Doch jetzt kommt noch eine neue Aktion gegen Fake-News.

  • WhatsApp*: Der Kampf gegen Corona Fake-News geht in die nächste Runde
  • Jetzt gibt es einen extra WhatsApp Chatbot der Falschmeldungen über Corona enttarnen soll 
  • Bald soll der Corona Chatbot auch mehrsprachig zur Verfügung stehen
WhatsApp/Corona - Der Messenger WhatsApp wird häufig zur Verbreitung von Falschmeldungen genutzt. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Verbreitung sogenannter Fake-News sich nochmals erhöht. Doch WhatsApp hat sich tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen die Fake-News Flut geholt.

Neben der Welt Gesundheitsorganisation (WHO)* arbeiten sie jetzt auch mit dem International Fact-Checking Network (IFCN) zusammen. Dieses hat jetzt sogar einen extra Chatbot zur Bekämpfung von Fake-News eingerichtet.

WhatsApp und Corona: Das steht hinter dem International Fact-Checking Network

Der neue WhatsApp Chatbot wurde vom International Fact-Checking Network ins Leben gerufen. Hinter diesem stecken 74 Faktenchecker aus der ganzen Welt. Ihren Sitz hat das IFCN am Poynter Institut in Saint Petersburg im Staat Florida (USA).

Seit Anfang diesen Jahres konnten die Mitarbeiter der Non-Profit Organisation bereits über 4000 Falschmeldungen entlarven. Sie alle Standen im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie. Gesammelt wurden diese Falschinformationen, inklusive der Beweise die diese widerlegen, in einer extra dafür angelegten Datenbank.

WhatsApp und Corona: Das kann der Chatbot

Der WhatsApp Chatbot des IFCN ermöglicht es nun WhatsApp-Nutzern, weltweit auf diese Datenbank zuzugreifen. Bisher ist dies allerdings nur in englischer Sprache möglich. Doch es wurde bereits angekündigt, dass weitere Sprachen folgen sollen.

Laut itopnews.de sollen zuerst die Sprachen Hindi und Spanisch folgen. Neben Englisch sind das auch die beiden meist gesprochenen Sprachen der Welt, wenn man Chinesisch außen vor lässt. Das Ziel ist eindeutig: es sollen so viele Menschen wie möglich erreicht und über die Corona-Pandemie aufgeklärt werden.

WhatsApp und Corona: So bekommt man Zugang zum Chatbot 

Um den WhatsApp Chatbot zu nutzen, gibt es verschiedene Wege. Nutzer können sich beispielsweise einen Kontakt mit der Nummer: +1 (727) 291-2606 im Handy einspeichern. Um den Chatbot zu starten, reicht es dann eine WhatsApp-Nachricht mit "Hi" an diesen Kontakt zu senden.

Alternativ kommen Nutzer auch über einen Einladungslink zu dem Chatbot, dies funktioniert allerdings nur auf mobilen Endgeräten.

WhatsApp und Corona: So funktioniert der Chatbot

Sobald der WhatsApp Chatbot aktiviert wurde, kann er über ein WhatsApp-Chatfenster bedient werden.

Zu Beginn wird das Navigationsmenü im Chat angezeigt. Sendet man im Chat eine "0", so wird man immer wieder zurück zudem Navigationsmenü geleitet. Hier sind die einzelnen Bedienschritte aufgelistet.

Screenshot WhatsApp Chatbot 

Zu den einzelnen Menüpunkten kann man springen, indem man Nachrichten mit dem jeweiligen Menüpunkt an den Chatbot sendet.

WhatsApp und Corona: User können Faktenchecker in ihrer Nähe finden

Indem der WhatsApp-User beispielsweise eine "4" an den Chatbot sendet, kommt er automatisch zu Menüpunkt 4. Hier wird ihm dann angezeigt welche Institutionen in seiner Nähe Fakten überprüfen. In Deutschland werden Fakten beispielsweise von Correktiv.org überprüft.

Unter Menüpunkt 2 können sich Nutzer die letzten Corona-Faktenchecks anzeigen lassen. Hierbei werden immer die letzten Checks des Landes angezeigt, in dem man sich befindet. Über die Nachrichteneingabe kann allerdings einfach zu den Informationen eines Wunschlandes gewechselt werden.

WhatsApp und Corona: konkrete Suchen ebenfalls möglich

Der WhatsApp Chatbot ermöglicht es aber auch gezielt nach einzelnen Begriffen oder Beschreibungen in der Datenbank zu suchen. Allerdings können nur vorher von den Entwicklern festgelegte Wörter und Zahlen erkannt werden. Zudem ist die Suche bisher nur in englischer Sprache möglich.

Ist man fündig geworden und bekommt einige Faktenchecks angezeigt, können meist über das Senden eines "+" weitere Faktenchecks zum gewünschten Corona-Thema angezeigt werden.

WhatsApp und Corona: Auch generelle Informationen gibt es im Bot

Über den WhatsApp Chatbot können sie auch allgemeine Informationen zur Vermeidung von Fake-News finden. Unter dem Menüpunkt 3, werden dem User sechs Hinweise hierzu angezeigt.

Zudem wird noch ein Link geliefert, welcher zu einer Anleitung für die Rückwärtssuche von Bildern führt. Die Entwickler legen dem User unter anderem Nahe, in erster Linie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu vertrauen, anstelle Politikern. Außerdem wird darum gebeten, Inhalte zur Corona-Pandemie nicht sofort weiterzuleiten.

WhatsApp und Corona: Messenger macht Zoom Konkurrenz

Nicht nur Fake-News machen dem WhatsApp-Messenger während der Corona-Krise* zu schaffen. Auch die Konkurrenz wird stärker. Jetzt will WhatsApp dem Rivalen Zoom mit einer neuen Funktion entgegentreten.

Die Nutzer des Messengerdienstes WhatsApp müssen nicht nur bei geteilten Informationen vorsichtig sein, sondern auch bei sogenannten Erweiterungs-Apps*. SnapTube ist eine solche und kann erheblichen Schaden anrichten.

Video: Corona-Selbsttest mit Chatroboter

*hna.de ist  des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktions-Netzwerkes.

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